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Home Sonderthemen Rügen Zehn Jahre Einsatz für die Energiewende – „alternativ Energie MV“ feiert Firmenjubiläum
20:10 07.02.2020
Frank Kapust ist Inhaber der Firma „alternativ Energie MV“ und feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Firmenjubiläum. Foto: Robby Günther

VON ROBBY GÜNTHER  
 
Die Energiewende lebt von modernen Unternehmen und visionären Menschen, die die gesteckten politischen Ziele in die Realität umsetzen. Eines dieser Unternehmen, die Firma „alternativ Energie MV“, hat ihren Hauptsitz auf der Insel Rügen. Der in Kaiseritz gegründete Fachanbieter für dezentrale Energiesysteme wirkt seit zehn Jahren aktiv an der Energiewende mit und feiert in diesen Tagen sein zehnjähriges Firmenjubiläum.

Herr Kapust, wie kamen Sie auf die Idee, sich mit Erneuerbaren Energiesystemen zu beschäftigen?

Frank Kapust: Ich habe mich von Beginn an für das Thema Photovoltaik interessiert. Zusätzlich habe ich überlegt, dass die Erneuerbaren Energien eine immer wichtigere Rolle in unserer Gesellschaft spielen werden. Die Entwicklung der letzten Jahre beweist mir, dass es eine richtige Entscheidung war, mich beruflich damit auseinanderzusetzen. Wenn man sich heute umschaut, ist der Fortschritt der Erneuerbaren Energien nicht mehr aufzuhalten. Günstige Systempreise bei steigenden Strompreisen und der Wunsch nach einer unabhängigen Eigenversorgung sorgen für eine kontinuierliche Nachfrage seitens der Kunden. Photovoltaikanlagen in Kombination mit Solarstromspeichern sind ein wichtiger Baustein für die Energiewende und ermöglichen es Hausbesitzern und Gewerbebetrieben, ihre Stromversorgung ganz oder teilweise selbst in die Hand zu nehmen und so ihre Stromkosten zu senken.
  

Wie sind Sie seinerzeit konzeptionell vorgegangen?

Ich habe für mich selbst als erstes ein Konzept entwickelt, um meinen Kunden alles aus einer Hand anbieten zu können. Alle baulichen Maßnahmen und die wirtschaftliche Betrachtung der gewünschten Anlage sind die Grundlage eines jeden Kundengesprächs. So hat der Kunde alle wichtigen Informationen auf einen Blick und mit mir einen Ansprechpartner, an den er sich wenden kann. Dieses Konzept greift bis heute und ich kann mit Stolz sagen, dass es bei meinen Kunden gut ankommt und sie zufrieden sind. Das ist für mich auch das Wichtigste.

Hat es in den zehn Jahren auch Rückschläge gegeben?

Die Voraussetzungen für den Geschäftserfolg waren zwischenzeitlich nicht immer so positiv. Ab dem Jahr 2010 wurden die Installationen von Photovoltaikanlagen noch über die so genannten Einspeisevergütungen für den Betreiber gefördert. Dann erlitt die Branche 2011 bis 2014 finanzielle Einschnitte bei diesen Förderungen. Hier hat es dann bei Herstellern und natürlich auch Installationsbetrieben wirtschaftliche Schwierigkeiten gegeben. Unsere Branche hat sich heute stabilisiert und kommt ohne Subventionen aus.

Foto: Alternative Energie
Foto: Alternative Energie

Wie viele Anlagen haben Sie bisher installiert und was ist eigentlich mit dem Thema Speicherung von überschüssiger Energie?

Im Laufe der Jahre haben wir rund 150 Photovoltaik-Anlagen auf der Insel Rügen und in Mecklenburg-Vorpommern errichtet. Diese Anlagen haben eine Gesamtleistung von 1,5 Megawatt. Seit drei Jahren gibt es nunmehr auch die Speicherbatterien, um überschüssige Energie auch speichern zu können. Wir arbeiten hierbei mit dem Unternehmen „sonnen“ aus Bayern zusammen. Wir haben bereits 65 Speichermodule namens „sonnenBatterie“ für unsere Kunden installiert. Das intelligente Speichersystem erkennt allein, wo ein aktueller Mehrbedarf im Haus benötigt wird. Morgens beispielsweise wird mehr Strom benötigt, der dann aus der Batterie bezogen wird. Im Laufe des Tages, wenn weniger Strom gebraucht wird, wird die Energie in die Speicherbatterien geleitet. Wenn dann abends keine Stromerzeugung über die Photovoltaik-Anlage mehr stattfindet, kann aus der Speicherbatterie der Bedarf komplett gedeckt werden. 

Wie sieht die Zukunft von „ alternativ Energie MV“ aus?


Wichtig in diesem Zusammenhang ist natürlich, dass man sich als Anbieter immer mit den aktuellen Neuerungen und technischen Entwicklungen beschäftigt und den Kunden so entsprechend auch die neuesten technischen Gerätschaften anbieten kann. Das ist bei der rasanten Entwicklung auch ein wichtiger Punkt zur Entscheidungsfindung der Kunden. Das Unternehmen hat sich innerhalb des letzten Jahrzehnts zu einem der führenden Direktanbieter für Photovoltaik- und Stromspeichersysteme in Mecklenburg-Vorpommern entwickelt. Dieser Erfolg ist aber auch nur machbar, wenn man ein gut funktionierendes Team hat, auf das man sich verlassen kann. Ich arbeite hier mit den beiden Rügener Unternehmen Haus- und Dachservice ­Foschepoth aus Putbus und der LICHTMANUFAKTUR Christian Parpat mit seinem Mitarbeiter Rico Kuhnt aus Bergen zusammen. Als Lieferant für die benötigten Bauteile arbeiten wir von Beginn an mit der Firma BayWa r.e. Solar Energie Systems GmbH vertrauensvoll zusammen.

Ich danke an dieser Stelle allen meinen Kunden und Geschäftspartnern für das Vertrauen und die gute Zusammenarbeit. Unser Ziel ist saubere und vor allem bezahlbare Energie für alle. Gemeinsam können wir dies heute schon erreichen. Deswegen wünsche ich mir, dass sich mehr Menschen mit dem Thema beschäftigen.

Wir danken für das Gespräch.
  


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Die Stadt Putbus will durch die Neugestaltung des Parkstadions, das im denkmalgeschützten Landschaftspark liegt, die Sportbedingungen deutlich verbessern. Auf das neue Spielfeld freuen sich nicht nur die Fußballer des SV Putbus. Auch der Schulsport an der Grundschule in Putbus wird nach dem Umbau von dem neuen Platz profitieren.

Das Innenministerium des Landes hilft der Stadt bei der Finanzierung des Vorhabens. Jörg Hochheim, Abteilungsleiter für Kommunales im Ministerium für Inneres und Europa, übergab dieser Tage an Bürgermeisterin Beatrix Wilke (parteilos) einen Bewilligungsbescheid über rund 102 000 Euro Sonderbedarfszuweisung.

„Sport macht nicht nur körperlich und geistig fit, er entwickelt vor allem auch soziale Kompetenzen. Das ist in der heutigen Zeit eine besonders wichtige Aufgabe, die Sport in Schule und Verein leistet. Von der erneuerten Sportanlage werden nicht nur Schule und Vereinsmitglieder profitieren, sondern auch die Stadt mit ihren zahlreichen Gästen, die z.B. vor oder nach einem Fußballspiel gleich den schönen Park genießen können“, so Jörg Hochheim bei der Übergabe.

Bei Gesamtkosten von rund 571 000 Euro wird mit der Sonderbedarfszuweisung und einer Drittförderung seitens des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt in Höhe von 360 000 Euro die Stadt deutlich finanziell entlastet, wie es in diesem Zusammenhang heißt.
  

Das Jahresprogramm 2020 auf einen Blick

● Sonnabend, 15. Februar, 15 Uhr – Groß Schoritz – „Die Deutschen und die anderen – der Volksbegriff bei Ernst Moritz Arndt“

● Sonnabend, 14. März,
15 Uhr – Groß Schoritz – „Arndts Sagenwelt – ein märchenhafter Schatz, übersetzt für Deutschlandradio Kultur“

● Sonnabend, 18. April,
15 Uhr – Groß Schoritz – „Pommernland – blühendes Land: Die unbekannte Gartenkultur des Ferdinand Jühlke“

● Sonnabend, 23. Mai,
15 Uhr – Groß Schoritz – „Arndt und die Frauen“

● Freitag, 30. Mai,
bis Sonntag, 1. Juni, jeweils ab 10 Uhr – Kunst:Offen im Arndt-Haus

● Sonnabend, 6. Juni,
15 Uhr – Groß Schoritz – „Mehr als nur fremd – Einblicke in eine Welt hinter dem letzten Eisernen Vorhang“

● Sonnabend, 23. August,
11 Uhr – Groß Schoritz – Sommerpicknick im Lülo-Garten

● Sonnabend, 19. September,
15 Uhr – Groß Schoritz – „Freiheit – ein Begriff, den der Unfreie besser versteht als der Freie: Einblicke“

● Sonnabend, 18. Oktober,
16 Uhr – Groß Schoritz – Konzert im Geburtshaus von Ernst Moritz Arndt - Thomas Putensen spielt auf

● Freitag, 20. November,
18 Uhr, und Sonnabend, 21. November, 11 Uhr – Groß Schoritz – Arndt-Gespräche: „Sind wir für die demokratische Zukunft unseres Gemeinwesens in Nah und Fern gute Vorfahren?“

● Sonntag, 10. Dezember,
15 Uhr – Groß Schoritz – Adventstreffen bei Stollen und Kerzenschein

  

Die Arndt-Gesellschaft hat ihr Jahresprogramm 2020 vorgestellt. Dabei wird ein Schwerpunkt dieses Jahr die „Demokratie“ sein. Vertiefte Auseinandersetzungen mit den Ansichten von Ernst Moritz Arndt und starke Bezüge zum heutigen demokratischen Staatswesen sollen Merkmale der künftigen Arbeit der in und über Vorpommern hinauswirkenden Ernst-Moritz-Arndt-Gesellschaft sein. Dies wurde kürzlich mit Veröffentlichung des Jahresprogramms 2020 zum 160. Todestag von Ernst Moritz Arndt bekannt gegeben.

In der Referentenliste des neuen Programms tauchen beispielsweise Dirk Alvermann, Archivar an der Universität Greifswald, der Dramaturg Holger Teschke, die Leiterin der Rostocker Justizvollzugsanstalt Kirstin Böcker und die Museumsleiter aus Garz und Barth, Katharina Venz-Weiße sowie Dr. Gerd Albrecht, auf. Der Komponist Thomas Putensen wird ein Sonderkonzert im Geburtshaus von Arndt geben.

Wichtigster Programmpunkt ist im Spätherbst eine anderthalbtägige Tagung zu Zeitfragen. Hier plant die Arndt-Gesellschaft, mit markanten Vertretern der Öffentlichkeit zu ergründen, was man selbst als Vorfahre im Sinne von Bewahren und Verändern einer hoffentlich nach wie vor demokratischen Zukunft hinterlässt.

Abgeleitet aus dem vorherigen Jubiläumsjahr geht es den Veranstaltern darum, dem Streben von Ernst Moritz Arndt nach nationaler Einheit und individueller Freiheit noch stärker auf den Grund zu gehen. Kooperationen mit anderen Institutionen gehören hierzu: „Durch ein differenziert faktenorientiertes Programm erwarten wir, die einseitige Zuschreibung von ‚Arndt = Romantiker = Antisemit‘ auszudifferenzieren in ‚Arndt = Ein beredter Vorfahre, der um die Zukunft rang‘,“ so eine Erklärung des Vorstands der Arndt-Gesellschaft.

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