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Männer wohnen anders

Design und TECHNIK sind bei Männern gefragt, aber ihre Wohnungen sind tendenziell eher nüchtern eingerichtet

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Schwarz, Weiß und Grau sind noch immer die prägenden Farben in Männerwohnungen. Sichtbeton und Putz stehen im Kontrast zu Echtholzböden. Statt Deko-Schnickschnack setzt ein Kunstwerk ein Zeichen. Foto: Gerd Schaller

Der Mann hat ein neues Bewusstsein für seine eigene Wohnung entwickelt. Grelle und kitschige Farben bleiben zwar ebenso verpönt wie leichte Pastelltöne. Doch prägendes Schwarz, Weiß und Grau werden heute gerne mit zurückhaltenden Farben wie Braun, Cognac, Nachtblau oder Tannengrün kombiniert. Dazu kommen herbe und ursprüngliche Materialien. Das sind dann der schwere Massivholztisch, rustikale Böden, rohe Metallstühle und ein alter Industriescheinwerfer als Lichtquelle.

Überhaupt ist der Retro- oder Mid-Century-Stil ziemlich angesagt. Wo vor Jahren noch ein XXL-Fernseher im Mittelpunkt war, steht heute eine restaurierte HiFi-Anlage der Spitzenklasse samt Plattenspieler. Vinyl ist so beliebt wie nie zuvor. Nicht nur wegen des analogen Klangerlebnisses, sondern auch als überdimensionaler Blickfang an den sonst weiß verputzten oder in Sichtbeton belassenen Innenwänden. Maskulines Interieur ist schnörkellos und es darf gerne teuer und exklusiv sein: Man(n) will zeigen was er hat.

In der Küche kann ER viel ausprobieren

Das gilt auch für die Küche. Moderne Kücheneinrichtungen verbinden die Faszination des Mannes für Technik mit beeindruckendem Design und folgen dem Trend, für Gäste und für sich selbst kreativ zu kochen. Was auf keinen Fall fehlen darf ist High-Tech. Koch- und Kühlschrankzonen, Garzeiten, Umluft, Abluft, sogar das Vorratsmanagement – alles will gesteuert und geregelt werden.

Design und Technik sind bei Männern gefragt, was dazu führt, dass ihre Wohnungen eher nüchtern eingerichtet sind. Deko und Accessoires sind noch immer Mangelware. Dagegen trifft man neuerdings vereinzelt Pflanzen an – aber pflegeleicht müssen sie sein.