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Die Ästhetik glatter Wände

Mit KALKPUTZ in mehlfeiner Körnung lassen sich außergewöhnliche Effekte erzielen

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Wer es gerne farbig mag, kann die Wände zusätzlich mit einer diffusionsoffenen Silikat-Innenfarbe streichen. Foto: Rockwool Group/Heck Wall System

Verputzte Innenwände werden immer beliebter. Der Grund: „Solche Oberflächen wirken natürlich, warm und lebendig.“

Oberputze weisen meist eine Körnung von einem Millimeter und mehr auf. Eine besondere Optik lässt sich jedoch mit Kalkputz in mehlfeiner Körnung erzeugen: Das Ergebnis sind matt schimmernde, weich wirkende Oberflächen. Solche Produkte verleihen auch Strukturen im Putz eine eigene Intensität. Das können Effekte sein, die erfahrene Profis mit einem Spachtel frei von Hand erzielen. Daneben gibt es auch spezielle Maserier-Werkzeuge aus Gummi, die Holzstrukturen in den noch feuchten Putz zeichnen.

Solche mineralischen Spachtelmassen werden auf Kalkbasis mit Marmormehl hergestellt. Der Putz ist diffusionsoffen, kann den Feuchtegehalt der Raumluft regulieren und Schadstoffe absorbieren. Zudem wirkt er antibakteriell und antistatisch.

Der Auftrag erfolgt in mehreren Schichten in einer Stärke von etwa einem Millimeter. Die unterste Schicht, die die Rauigkeiten des Untergrunds ausgleichen soll, muss zunächst abtrocknen. Dann werden die übrigen Schichten zügig nacheinander aufgebracht, solange der Putz feucht ist.

Als Farbe hat Kalkputz von Natur aus ein angenehm weiches Weiß, doch die Wände lassen sich zusätzlich mit einer mineralischen und damit ebenso diffusionsoffenen Silikat-Innenfarbe streichen. Sie sollte zwei Mal als Grund- und Deckanstrich aufgetragen werden. jpr


Wohlfühlwärme aus der Lehmwand

Alternatives Heizsystem: Wärmepumpe speist Wandheizung

In Sachen Wärmeübertragung ist eine Wandheizung schwer zu toppen. Wandheizungen liefern besonders gute Wärmewerte und sind auch im Rahmen von Altbau-Modernisierungen nachträglich einsetzbar.

Dafür werden die fertigen Heizelemente mit integrierten Heizschlangen an den Wänden montiert und anschließend verputzt. Der Wohlfühleffekt lässt sich mit Lehmputz steigern. Das Naturprodukt gleicht Luftfeuchte aus und bindet Schadstoffe. Es speichert die Temperatur besonders gut und erzeugt eine gesunde Strahlungswärme. Im Unterschied zu alten Heizkörpern, die punktuell aufheizen und die Wärme nur langsam verbreiten, wirken platzsparende Wandheizungen sofort und schon bei niedrigen Temperaturen. „Weil die Temperaturen bei Wandheizungen als höher empfunden werden, sinkt der Heizbedarf. Schon ein Grad Raumtemperatur weniger reduziert Energieverbrauch und Kosten“, erläutert Krzysztof Pompa von der BHW Bausparkasse.

Wandheizungen lassen sich hervorragend mit einer Wärmepumpe betreiben. Deren Anschaffung wird vom Staat gefördert. „Sanierer erhalten beim Austausch der alten Ölheizung gegen eine regenerative Heizquelle, wie etwa einer Wärmepumpe, eine KfW-Förderung von bis zu 50 Prozent für die komplette Heizungserneuerung inklusive aller verbundenen Maßnahmen“, sagt BHW-Experte Pompa.