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Bauen in Mamas Garten

Zurück nach Hause ziehen? - Also nicht ins Elternhaus, sondern in ein Eigenheim in deren großem GartenGRUNDSTÜCKSTEILUNG kann die Lösung einer langen Suche sein

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In manchen Orten ist das Nachverdichten in einem Garten die einzige Möglichkeit, einen passenden Bauplatz zu bekommen. Foto: Jens Schierenbeck

Baugrundstücke sind rar und sie sind teuer. Warum nicht das große Grundstück der Eltern teilen und dort bauen? Früher wurden Einfamilienhäuser häufig auf großen Grundstücken gebaut“, sagt Christoph Windscheif vom Bundesverband Deutscher Fertigbau. Ein Teil des Grundstücks abzutrennen, liegt also nahe - entweder, um es den Kindern zu geben oder zu verkaufen.

Allerdings darf man nicht einfach so auf einem Stück Land bauen, auch wenn es den eigenen Eltern gehört", sagt Sandra Queißer vom Verband Privater Bauherren. Ob das möglich ist, zeigt sich in den Bebauungsplänen. Die entsprechende Info gibt es im Bauamt.

In einem Bebauungsplan können die Mindestgröße eines Baugrundstücks, die Bauweise und die zulässigen überbaubaren Grundstücksflächen festgeschrieben sein alles Faktoren, die bei der Teilung einer Fläche eine Rolle spielen. Geregelt ist auch, wie viele Geschosse erlaubt sind und wie groß die Abstände zu den Nachbarn sein müssen.

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, ein Grundstück neu zu begrenzen: die reale und die ideelle Teilung.

Die reale Teilung

In den meisten Bundesländern wird zur Teilung eines Grundstücks keine behördliche Genehmigung benötigt. Ausgenommen sind Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. In jeden Fall muss aber ein öffentlich bestelltes Vermessungsbüro das Grundstück vermessen.

Dabei werden Größe des Grundstücksteils und Grenzverlauf ermittelt und neue Grenzsteine gesetzt. Zum Schluss werden die neuen Verhältnisse im Grundbuch eingetragen", sagt Sandra Queißer. Für den früheren Eigentümer fällt dann ein Teil der Grundsteuer weg." Dieses Modell empfiehlt sich auch beim Neubau eines Doppelhauses.

Die ideelle Teilung

Eine reale Teilung des Grundstücks ist nicht in jedem Fall möglich. Grundstücke dürfen nicht beliebig bebaut werden, insbesondere darf der Anteil des Gebäudes nicht zu groß werden", sagt André Dietrich-Bethge, Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Bau- und Immobilienrecht im Deutschen Anwaltsverein.

,,Wird zum Beispiel der große Garten abgetrennt, kann das Einfamilienhaus, das auf dem restlichen Grundstück steht, baurechtlich zu viel Platz einnehmen." Dann kann man das Grundstück aber trotzdem teilen, zwar nicht real, sondern ideell.

Die ideelle Teilung wird in der Praxis Vor allem bei Mehrfamilienhäusern, aber auch bei Doppel- und Reihenhäusern angewendet. Sie ist jedoch auch bei frei stehenden Einfamilienhäusern möglich.

Dabei wird das Grundstück in Miteigentumsanteile aufgeteilt. Jedem gehört seine Wohnung oder sein Reihenhaus allein, die Gemeinschaftsflächen gehören allen zusammen", erklärt der Rechtsanwalt und Notar André Dietrich-Bethge.

Zwar spart man bei einer ideellen Teilung die Vermessungskosten. Dafür ist eine sogenannte Teilungserklänung notwendig, die notariell beurkundet und beim Grundbuchamt eingereicht werden muss. Von den Inhalten der Erklärung hängt ab, welche Rechte jeder Miteigentümer hat. In der Wohnungseigentümergemeinschaft müssen sich alle an die Spielregeln der Gemeinschaft halten.

Geht auch: Bauen ohne teilen

Zwar spart man sich bei einer ideellen Teilung die Vermessungskosten. Dafür ist aber eine sogenannte Teilungserklärung notwendig, die notariell beurkundet und dann beim Grundbuchamt eingereicht werden muss. Von den Inhalten der Teilungserklärung hängt entscheidend ab, welche Rechte jeder Miteigentümer hat. Es gibt durchaus Modelle, in denen die Miteigentümer nahezu den gleichen Status erreichen wie die klassischen Grundstückseigentümer", sagt André Dietrich-Bethge. Wenn sich die Generationen gut verstehen, ist es auch möglich, auf dem elterlichen Grundstück zu bauen, ohne es vorher zu teilen. Auch da kommt es wieder auf den Bebauungsplan an. Notar André Dietrich-Bethge nennt aber den Haken dieses Modells: Bei solchen Projekten muss man bedenken, dass demjenigen das Haus gehört, auf dessen Grundstück es steht. Das kann zu Konflikten führen." dpa


Foto: BHD

Die Heizkosten in Deutschland steigen immer weiter, noch ist kein Ende in Sicht. Die Kosten für einen vollen Heiz-öltank eines Einfamilienhauses mit ungefähr 3000 Litern haben sich in den vergangenen zwölf Monaten mehr als verdoppelt. „Die große Erhöhungswelle wird sogar erst noch kommen", prognostiziert Dr. Lothar Breidenbach, Geschäftsführer des Bundesverbands der deutschen Heizungsindustrie (BDH). Eine Solarthermie-Anlage kann die Kostenbelastung bei Gas und Heizöl spürbar verringern. Dank flexibler Montagemöglichkeiten ist Solarthermie mit allen Energieträgern kombinierbar. Für den Einbau einer solchen Anlage winken attraktive Zuschüsse vom Staat.