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Home Sonderthemen Rügen Wildbret aus der Region: gesund und nachhaltig
16:35 10.11.2020
Heimisches Wildbret gilt als gesund und lässt sich auf vielfältige Weise weiterverarbeiten, zum Beispiel zu Wurst oder Burgerfleisch. Foto: Kapuhs/DJV  

Wildfleisch ist beliebt: Mehr als 60 Prozent der Deutschen greifen mindestens einmal pro Jahr zu Hirsch, Wildschwein & Co., teilte der Deutsche Jagdverband (DJV) mit. Das ist erfreulich, denn Wildbret gilt als gesund und nachhaltig.

Ob Wildschwein, Reh oder Hirsch: Heimisches Wildbret zeichnet sich durch seine regionale Herkunft und kurze Lieferketten aus. Es ist damit ein nachhaltig produziertes Lebensmittel. Auch weil sich die Jägerschaft um den Bestand des Wildes kümmert und nur so viele Tiere entnimmt, wie es ökologisch sinnvoll ist – gemäß dem Leitgedanken des diesjährigen Welternährungstages „Grow, Nourish, Sustain. Together“ – „Wachsen, Ernähren, Erhalten. Gemeinsam“.

Lebenshilfe Ostseekreis e.V.

Wildfleisch ist zudem gesund: Es ist vitamin- und nährstoffreich sowie cholesterin- und fettarm. Durch den hohen Anteil an essenziellen Omega-3-Fettsäuren ist es eine Alternative zu herkömmlichen Fleischprodukten. Wildtiere führen ein artgerechtes Leben in der Natur, ernähren sich gesund und bewegen sich viel. Das wirkt sich positiv auf die Fleischqualität aus.

Mehr als 27 700 Tonnen Wildfleisch wurden im Jagdjahr 2018/19 aus heimischer Jagd verspeist. Klarer Favorit auf deutschen Tellern ist das Wildschwein mit mehr als 14 100 Tonnen, gefolgt vom Reh mit 9600 Tonnen. Rothirsch (2700 Tonnen) und Damhirsch (1300 Tonnen) folgen auf den Plätzen drei und vier. Laut einer repräsentativen Umfrage halten 84 Prozent der Deutschen heimisches Wildbret für gesund und natürlich. Neben unverarbeitetem Fleisch werden oft auch verarbeitete Produkte wie Wurst, Aufstrich oder Schinken angeboten.

Die DJV-Initiative „Wild auf Wild“ bietet Rezeptideen und Videos für die Wildbretküche. Per Postleitzahlsuche lassen sich bundesweit über 4000 Wildbretanbieter und Restaurants finden.

Info
Auf www.wild-auf-wild.de, Facebook, Youtube und Instagram gibt es Tipps für die Zubereitung und Hintergrundinformationen.


Die Einkäufe besser planen mit einer App

Jeder Deutsche wirft durchschnittlich 75 Kilogramm Lebensmittel pro Jahr in den Müll. Ein Großteil dieser Abfälle wäre vermeidbar, wenn Verbraucher mehr über nachhaltige Essensplanung wüssten. Deshalb haben das Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn), das Fraunhofer Institut und die Technische Hochschule Deggendorf die „stocky App“ entwickelt. Sie erinnert den App- Nutzer, dass ein Lebensmittel aus seinem Vorrat kurz vor dem Verfallsdatum steht, und weist ihn darauf hin, das Essen rechtzeitig zu verwerten. Es folgen dazu passende Rezeptvorschläge. ots

Info
www.stocky-app.de

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