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Home Sonderthemen Ribnitz-Damgarten Weniger Bürokratie gefordert
15:49 26.06.2020
Für die Sanierung von Gebäuden stellt die Bundesregierung insgesamt 2,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Foto: Bauherren-Schutzbund

Die Bundesregierung stellt im Rahmen ihres Konjunkturpaktes in den kommenden zwei Jahren mehr Geld für die Gebäudesanierung bereit. Um eine Milliarde auf insgesamt 2,5 Milliarden Euro wird das CO2-Gebäudesanierungsprogramm 2020 und 2021 aufgestockt. Der Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) nennt Bedingungen, damit die Förderung privater Bauvorhaben auch dem Klimaschutz zugutekommt.

Der BSB begrüßt die Maßnahmen der großen Koalition. Ob die konjunkturelle Förderung aber wirklich zur Reduzierung von Treibhausgasen beiträgt, hängt von mehreren Faktoren ab: „Die Förderung muss da greifen, wo eine Sanierung wirtschaftlich und ökologisch Sinn macht“, sagt BSB-Geschäftsführer Florian Becker. Aktionismus beim Geldausgeben und willkürliche Baumaßnahmen führen selten zu den gewünschten Energieeffizienzzielen. Verbraucher seien vielmehr auf unabhängige Beratungsangebote angewiesen. Mit einer qualifizierten Fachberatung können Verbraucher systematisch Schwachstellen des Gebäudes identifizieren und die geeigneten Maßnahmenpakete planen.

Fördergelder leicht abrufen
Um Wohneigentümer zu motivieren, überhaupt etwas zu tun, müssen zusätzlich zur individuellen Beratung die Fördergelder leicht abgerufen werden können. „Komplizierte Anträge, umständliche Formulare und komplexe Fördervoraussetzungen schrecken Verbraucher ab. Hier sind unbürokratische Lösungen gefragt“, so Becker.

Da die Planung und Durchführung von Sanierungsarbeiten oft sehr lange Zeit dauert, müsse eine Kontinuität in der Förderung gewährleistet sein.


Bis zu 30 Prozent der Energieverluste im Altbau gehen auf das Konto unzureichend gedämmter Dächer. Eine Sanierung hilft beim Energiesparen und lohnt sich – für die Haushaltskasse ebenso wie für die Umwelt. Allerdings verschenken viele Hausbesitzer dabei Fördergelder. Um Geld von der KfW zu erhalten, muss die Dämmung die Vorgaben der aktuell gültigen Energieeinsparverordnung übertreffen. Höherwertigere und im ersten Moment etwas teurere Dämmmaterialien sind unterm Strich für den Hausbesitzer aufgrund der Zuschüsse oft kostengünstiger.

Info: www.zuschussdach.de
      

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