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Home Sonderthemen Vorpommern Vorsorgevollmacht: Gut vorbereitet für den Ernstfall
15:56 08.04.2019

Krankheit, Unfall oder Alter: Jeder Erwachsene kann plötzlich in die Lage kommen, wichtige Angelegenheiten des Lebens nicht mehr selbstverantwortlich regeln zu können. „Dann ist es von Vorteil, wenn die Person eine Vorsorgevollmacht erstellt hat“, sagt Heike Morris, juristische Leiterin der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD). „Das Dokument benennt eine Person des Vertrauens, die im Ernstfall stellvertretend für den Verfasser und in seinem Namen handeln darf.“

Ein solcher Ernstfall tritt zum Beispiel ein, wenn Sie aufgrund einer psychischen Krankheit, körperlichen Beeinträchtigung, geistiger oder seelischer Behinderungen nicht mehr in der Lage sind, sich vollständig selbst um Ihre Angelegenheiten zu kümmern. Lebens- oder Ehepartner, volljährige Kinder oder Eltern gelten dann nicht automatisch als bevollmächtigt, in Ihrem Namen Rechtsgeschäfte abzuschließen oder Entscheidungen zu fällen. Zu diesem Zweck bestellt das Gericht einen gesetzlichen Betreuer für Aufgabenkreise, für die eine Betreuung notwendig ist. Gerichte versuchen vorrangig, Angehörige des Betroffenen als ehrenamtliche Betreuer auszuwählen. „Es kann jedoch sein, dass eine fremde Person, ein Berufsbetreuer, bestimmt wird“, sagt Heike Morris.

Anders ist die Situation, wenn Sie eine Vorsorgevollmacht erstellt haben. In dieser können Sie eine oder mehrere Personen, denen Sie uneingeschränkt vertrauen, benennen und ihnen das Recht einräumen, in Ihrem Namen stellvertretend und rechtsverbindlich zu handeln − zum Beispiel, falls Sie pflegebedürftig werden und selbst nicht mehr entscheidungsfähig sind.

In der Vorsorgevollmacht können Sie festlegen, welche Bereiche Ihres Lebens sie betrifft und welche Befugnisse Sie dem Bevollmächtigten einräumen. „Dieser kann zum Beispiel Entscheidungen bezüglich Ihres Vermögens oder Aufenthaltsortes treffen oder dazu berechtigt werden, Sie vor Gericht oder bei Behörden zu vertreten.“ In anderen notwendigen Fällen, die nicht von der Vollmacht erfasst sind, kann weiterhin eine Betreuerbestellung erforderlich werden.

Sicherheitshalber sollte die Vorsorgevollmacht schriftlich aufgesetzt, außerdem mit Ort und Datum versehen und zur Sicherheit auch noch eigenhändig unterschrieben werden. „Eine Beglaubigung, ob durch einen Notar oder eine Betreuungsbehörde, ist nicht zwingend erforderlich. Sie stärkt jedoch die Akzeptanz im alltäglichen Rechtsverkehr“, sagt Heike Morris. Bei Grundbuchangelegenheiten ist eine öffentliche Beglaubigung erforderlich. Diese kann für eine Gebühr von 10 Euro bei einer Betreuungsbehörde eingeholt werden.

Sie möchten mehr erfahren? Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) berät Sie kostenfrei und unabhängig unter Telefon 0800/ 011 77 22 oder auch im Internet auf: www.patientenberatung.de.


Wenn die Frühlingssonne immer mehr Kraft bekommt, zieht es die Menschen nach draußen. Bei vielen wird die Bewegungsfreude aber durch Gelenkschmerzen gedämpft – ein Teufelskreis, denn Bewegungsvermeidung führt langfristig zu noch mehr Schmerzen, Bewegungseinschränkung und einem Verlust an Lebensqualität.

Viele Menschen leiden unter chronischen Gelenkproblemen und Schmerzen. Unser immer bewegungsärmer werdender Alltag, chronischer Stress und unausgewogene Ernährung gelten als die Hauptursachen. Besonders ein überwiegend sitzender Lebensstil führt zu schlechter Körperhaltung. Zudem verändert die mangelnde Bewegung den Stoffwechsel in den Knorpel-Zellen. Folge: chronische Entzündungen und Knorpelabbau, was mit Schmerzen und eingeschränkter Beweglichkeit einhergeht.

Bewegung ohne Belastung ist ein wichtiges Prinzip, um rheumatische Gelenkschmerzen langfristig zu lindern. Schwimmen und Radfahren sind ideal, da sich die Gelenke frei bewegen können, ohne das Körpergewicht tragen zu müssen. Die wiederholte Be- und Entlastung regt die Neubildung von Knorpelmasse an und baut die Stützmuskulatur auf. So reduzieren sich Entzündungen des Knorpelgewebes und Schmerzen.

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