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Home Sonderthemen Greifswald Vorsorge statt Nachsicht
18:03 20.11.2019
Bestattermeisterin Linda Deckerdt vom Usedomer Bestattungshaus Kruse. Foto: privat

AHLBECK. Das Jahr ist wieder fast zu Ende und jetzt im Monat November befassen sich viele Menschen anlässlich des Volkstrauertages und Totensonntags wieder mehr dem Thema Tod. Die einen, um in Gedenken an ihre Verstorbenen einen Kranz niederzulegen oder die Gräber winterfest zu machen, die anderen, weil sie in dieser Zeit die Trauerbeilagen in den Zeitungen lesen.  

Oftmals stellt man dann fest, dass das Thema immer noch ein Tabu für die Gesellschaft und für sich selbst ist. Doch wenn man sich einmal die Frage stellt, was in einem Sterbefall alles auf Hinterbliebene zukommt, dann bleiben viele Fragen im Raum stehen, weiß Bestattermeisterin Linda Deckerdt vom Bestattungshaus Kruse mit Filialen in Ahlbeck und der Stadt Usedom: „Kaum jemand, der nicht schon einen Trauerfall in der Familie hatte, weiß, worauf es ankommt und was berücksichtigt werden muss. Erst recht nicht, wenn es darum geht, ob die eigenen Wünsche auch berücksichtigt werden können.“

Es ist egal, zu welchem Zeitpunkt man einen Menschen verliert, es ist immer zu früh und es tut immer weh. Und dieser Umstand mache es umso schwerer, die richtigen Entscheidungen zu treffen und die Wünsche, die man hat, zu berücksichtigen und durchzusetzen, wenn man in diese Situation kommt.
  

„Immer wieder stellen wir fest, dass Angehörige beim Verlust eines lieben Menschen emotional nicht in der Lage sind, so zu handeln, wie sie es unter anderen Umständen vielleicht getan hätten“, erklärt Linda Deckerdt. Verstirbt ein Mensch zum Beispiel durch einen Verkehrsunfall, wird durch die Polizei ein Bestatter gewählt und mit der Überführung beauftragt. Dieser muss jedoch nicht für die gesamte Begleitung des Sterbefalls auch von der Familie gewählt werden. Im Idealfall bekommen die Angehörigen die Information, sich einen Bestatter ihres Vertrauens auszusuchen, um nach ihren Vorstellungen die Bestattung zu organisieren.

Von der sogenannten freien Bestatter-Wahl haben aber die wenigsten bis zu so einem Zeitpunkt überhaupt etwas gehört. Genauso ist es ein Irrglaube, dass die ortsansässigen Bestatter ein bestimmtes Gebiet haben, in denen sie Trauerfeiern ausrichten dürfen. Leider kommt es dann aus genau diesen Gründen oft dazu, dass die Hinterbliebenen eben nicht in den Bestattungsunternehmen ihres Vertrauens betreut werden.

Eine Möglichkeit, um genau solchen Missverständnissen aus dem Weg zu gehen, ist die Bestattungsvorsorge. Die eigenen Wünsche und Vorstellungen werden vorab in einem Beratungsgespräch zur Vorsorge aufgeführt und wenn man es möchte, schon bis ins letzte Detail festgelegt.

Der Bestatter hat dann alle notwendigen Unterlagen und Informationen, um später alles genau so auszurichten, wie es zu Lebzeiten gewünscht wurde. Für die Angehörigen bleibt dann lediglich eine Terminabsprache im Todesfall. „Das ist eine sinnvolle Entscheidung, die später mehr Raum lässt, um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, nämlich den Verlust eines geliebten Menschen zu verarbeiten“, rät Bestattermeisterin Linda Deckerdt.


Man lebt zweimal: das erste Mal in der Wirklichkeit, das zweite Mal in der Erinnerung.

Honoré de Balzac, französischer Schriftsteller (1799-1850)


Torben Harms und seine Mitarbeiter helfen im Rahmen einer umfassenden und kostenlosen Beratung gern, eine ganz persönliche Vorsorge zu finden. Foto: Hendrik Roggemann
Torben Harms und seine Mitarbeiter helfen im Rahmen einer umfassenden und kostenlosen Beratung gern, eine ganz persönliche Vorsorge zu finden. Foto: Hendrik Roggemann

GREIFSWALD. „Wir können bei unseren Kindern dieses Thema nicht ansprechen. Wir sind erleichtert, endlich mit jemanden offen darüber sprechen zu können.“ Zwei Sätze, die Torben Harms, Inhaber des Bestattungshauses Torben Harms, sehr oft hört.

„Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung wissen wir, dass der Tod in vielen Familien ein Tabuthema ist“, erklärt Torben Harms. Der Verlust einer geliebten Person stellt die Hinterbliebenen vor viele Herausforderungen, die nicht so leicht zu bewältigen sind. Innerhalb kurzer Zeit sollen dann Entscheidungen getroffen werden, über die man sich vorher nie Gedanken gemacht hat oder über die nie gesprochen wurde. Wie hat der Verstorbene sich seine Bestattung gewünscht?

Immer mehr Menschen entscheiden sich daher schon zu Lebzeiten für eine Bestattungsvorsorge. „Die Bestattungsvorsorge ist ein wichtiger Schritt zur Entlastung der Hinterbliebenen“, sagt Torben Harms. „Sie bietet emotionale, aber auch finanzielle Entlastung.“ Alle wichtigen Aspekte und Details, die es zu klären gibt, können geregelt werden. Dazu zählt neben der Entscheidung über Art und Ort der Beisetzung, zum Beispiel auch die Wahl des Sarges oder der Urne, der Blumendekoration und die Ausschmückung der Trauerfeier. „Dabei muss aber nicht unbedingt alles konkret festgelegt werden, manche Punkte möchte man dann doch lieber seinen Angehörigen überlassen“, erklärt Torben Harms. „Mit unserer persönlichen Beratung möchten wir zeigen, was es überhaupt für Möglichkeiten gibt. Viele Menschen kennen gar nicht die neuen Bestattungsarten, beispielsweise die Tree of Life-Bestattung.“
    

Auch die finanzielle Belastung durch eine Bestattung ist nicht zu vernachlässigen. Wie die Finanzen im Todesfall aussehen, ist angesichts eventuell anfallender Pflege- und Heimkosten aber kaum vorherzusehen. Mit einer Bestattungsvorsorge kann die spätere finanzielle Belastung den Hinterbliebenen abgenommen werden. Das Bestattungshaus Torben Harms, als TÜV-zertifizierter Familienbetrieb und verlässlicher Vorsorgepartner, bietet dazu mit dem zweckgebundenen Treuhandkonto oder einer Sterbegeldversicherung verschiedene Varianten der Absicherung an. „Für uns steht dabei die Sicherheit der Gelder unserer Kunden im Vordergrund“, erklärt Torben Harms. „So verschafft eine Bankbürgschaft für die eingezahlten Gelder unseren Kunden absolute Sicherheit.“

Viele Menschen fragen sich, was mit den eingezahlten Vorsorgegeldern passiert, wenn sie auf Leistungen des Sozialamts, zum Beispiel für die Finanzierung eines Pflegeheimplatzes, angewiesen sind. Hier gibt es eine klare Regelung. Angemessene Bestattungsvorsorgen vom Bestattungshaus Torben Harms werden aufgrund ihrer Zweckgebundenheit vom Sozialamt als zusätzliches Schonvermögen anerkannt und müssen nicht aufgelöst werden. „Dies gilt auch, wenn die Vorsorge erst kurz vor dem Einzug ins Pflegeheim abgeschlossen wird“, bestätigt Torben Harms. 


Der Tod ist das Tor zum Licht am Ende eines mühsam gewordenen Lebens.

Franz von Assisi, römisch-katholischer Ordensbruder (1182-1226)


Grablichter sollten dem Toten beim Übergang in eine andere Welt helfen. Foto: Rokstyle/akz-o
Grablichter sollten dem Toten beim Übergang in eine andere Welt helfen. Foto: Rokstyle/akz-o

Ein Licht anzünden, wenn man an jemanden denkt, das machen Menschen seit Jahrhunderten. Es ist eines der Rituale, die wir Menschen verinnerlicht haben. Im Besonderen, wenn wir jemanden verloren haben. Die Forschung hat nachgewiesen, dass Trauerrituale helfen, bei Verlust eines Menschen besser zurechtzukommen. Diese Rituale sind ein Bedürfnis und können am Friedhof individuell gelebt werden; die meisten Menschen brauchen für ihre Trauer viel Zeit und einen geeigneten Ort. Eine personenbezogene Grabgestaltung, die den menschlichen Bedürfnissen entgegenkommt und dabei unterstützt für den Verstorbenen noch „etwas tun zu können“, ist das was sich Angehörige wünschen.

Eines der beliebtesten Rituale ist das Anzünden einer Kerze am Grab. Die Anfänge dieses Brauchtums liegen in der Antike. Hiermit verband man die Hoffnung mit einem Leben nach dem Tod. Grablichter sollten dem Toten beim Übergang in eine andere Welt helfen. Schon in Ägypten bei den Pharaonen wurden Grablichter eingesetzt, damals verwandte man oft Stein oder Bronze als Material. Oftmals wurden auf diesen Grablichtern Fabelwesen, Götter und Tiere dargestellt.

Heute wird der Grabschmuck passend zur Grabanlage ausgesucht. Vor allem in den letzten Jahren hat sich Edelstahl als Material durchgesetzt. Einen Anteil an dieser Entwicklung hat auch der Friedhofsexperte und Designer Alexander Hanel. Er hat mit dem ersten „Fashionlabel für Grabsteine – Rokstyle“ das Friedhofsbild positiv beeinflusst. Individuelle personenbezogene Grabsteine und schöne Grablichter stammen aus seiner Feder. Mehrfach wurde er mit Designpreisen, unter anderem mit dem German Design Award oder dem Plus X Award, ausgezeichnet. „Über Jahrhunderte beständige Rituale verbunden mit modernem zeitlosen Design sind keine Gegensätze. Im Gegenteil, sie tragen die Rituale weiter in die Zukunft und schaffen neue Verbundenheit“, so Alexander Hanel. Seine Rokstyle-Grablichter gibt es in unterschiedlichen Größen sowie auch kleinere Modelle für Urnengräber.
  

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