Menü
Anmelden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland

Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern

Home Sonderthemen Bad Doberan Unabhängigkeit dank cleverer Energielösungen
11:38 29.04.2019
Jörg Schultz, Experte für Regenerative Energien, mesocon Foto: privat
Mesocon
Leea
Anzeige

Ihr Ausspruch „Lasst uns dieses schöne Land ein bisschen sauberer machen“ lässt darauf schließen, dass Sie Wege dafür gefunden haben...

Jörg Schultz: Ja. Indem man zum Heizen und für Warmwasser eine Wärmepumpe benutzt und den Strom mittels eigener umweltfreundlicher Photovoltaikanlage selbst produziert.

Dank eines Stromspeichers mit Cloud speichern wir den Strom aus dem Sommer und im Winter holen wir ihn aus der Cloud zurück. Die Cloud ist ein virtuelles Stromkonto, das über das Stromnetz be- und entladen wird.

Das garantiert dem Hausbesitzer rechnerisch eine 100 prozentige Nutzung seines eigen erzeugten Stroms. Wer eine Stromheizung wie Wärmepumpe oder Infrarotheizung hat, kann auch diese über die Cloud bis zu 100 Prozent mit dem eigenen Solarstrom versorgen.

Was bedeutet das für mein Elektroauto?

Sie können ihr Elektroauto europaweit mit selbst produziertem Solarstrom laden. Mit der Cloud To Go gehören Tankrechnungen der Vergangenheit an und sie erreichen trotzdem stets ihr Ziel: kostenschonend und umweltbewusst.

Was spricht für Wärmepumpen und für Solaranlagen?

Wärmepumpen sind energiesparend, umweltschonend, zukunftssicher und kostengünstig. Eingesetzt werden sie zur Heizung, Kühlung oder zur Warmwasseraufbereitung. Dabei wird die Umgebungstemperatur aus Luft, Wasser oder dem Erdreich ausgenutzt. Mit modernster Technik werden die Ausgangstemperaturen dieser erneuerbaren Energien auf eine höhere Temperatur gepumpt und somit nutzbar gemacht.

Solaranlagen sind umweltfreundliche technische Anlagen zur Umwandlung von Sonnenlicht in eine andere Energieform. Hier werden grundsätzlich zwei Typen Unterschieden:
- Thermische Solaranlagen
- Photovoltaikanlagen Thermische Solaranlagen, wandeln Sonnenlicht in thermische Energie um, die dann für Heizung oder Warmwasser genutzt werden kann.

Photovoltaikanlagen (auch PV-Anlagen oder Solarstromanlagen genannt) wandeln Sonnenlicht in elektrischen Strom um. Dieser kann dann zum Eigenverbrauch beziehungsweise ins Netz eingespeist werden. KRW


Neubauten in Deutschland unterstehen seit 2002 der sogenannten Energieausweispflicht. Im Jahr 2008 wurde diese Regelung auf Wohngebäude ausgeweitet, die bis einschließlich 1965 erbaut wurden. Ein Jahr später folgte die Einführung der allgemeinen Energieausweispflicht für alle neuen Wohngebäude. Das bedeutet, spätestens seit 2009 sind alle Hauseigentümer, die ihr Objekt verkaufen, vermieten, verpachten oder sanieren wollen, zum Besitz eines Energieausweises verpflichtet. Nach zehn Jahren läuft der Ausweis ab und muss erneuert werden. Dieses Jahr folgt nun Runde zwei und betrifft alle Eigentümer, die ihren Energieausweis 2009 beantragt haben. Der Ausweis gibt Aufschluss über den energetischen Zustand eines Gebäudes. Liegt er nicht spätestens bei der ersten Besichtigung der Immobilie vor, droht dem Anbieter eine Geldbuße zwischen 5000 und 50 000 Euro.

7
/
10
Datenschutz