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Home Sonderthemen Wirtschaft & Umwelt Trotz Corona: Positive Aussichten nach Inkrafttreten des Klimapakets
08:33 24.04.2020
Fast jeder achte Hausbesitzer plant, seine Heizungsanlage auszutauschen. Umweltaspekte und Kostenersparnis sind laut Zentralverband Sanitär Heizung Klima Hauptmotive für diesen Schritt. Fotos: Intelligent heizen, Archiv/dpa

Das Klimapaket der deutschen Bundesregierung zeigt Wirkung – auch in Zeiten der Corona-Krise. Drei Monate nach Inkrafttreten der neuen Förderbedingungen wollen Eigentümer vor allem im Heizungskeller modernisieren. Das zeigt eine Umfrage des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) von Anfang März.

Die Einschränkungen durch die Corona-Krise machen sich auch in der Heizungsbranche bemerkbar. Dennoch blickt der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) verhalten optimistisch in die Zukunft: „Das zweite Quartal ist in unserem Segment eher ein schwaches Quartal. Derzeit läuft es ordentlich, es besteht noch die Chance, dass wir ein gutes Jahr hinbekommen. Investitionen in unserem Bereich werden in der Regel nicht ausgesetzt, sondern verschoben“, betont Frederic Leers, Pressesprecher des BDH.

Das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar im Auftrag des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) bestätigt dies. Fast jeder achte Hausbesitzer (13 Prozent) in Deutschland plant innerhalb der nächsten zwei Jahre einen Heizungstausch. Demnach stehen Umweltaspekte bei der Modernisierungsentscheidung im Vordergrund. Rund zwei von drei Eigentümern (63 Prozent) möchten erneuerbare Energien nutzen, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Für 18 Prozent ist die Kostenersparnis entscheidend. Wer sich über die Möglichkeiten einer Heizungsmodernisierung informieren möchte, tut dies am ehesten bei einem Heizungsfachbetrieb (86 Prozent). Auch Ausstellungen sind eine gefragte Informationsquelle (42 Prozent). Im Internet informieren sich 37 Prozent, im Baumarkt 13 Prozent.

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Nach Einschätzung von rund 58 Prozent der Hauseigentümer ist die eigene Heizung jedoch noch nicht alt genug für einen Austausch. Dies steht im Widerspruch zur Einschätzung von Experten: Die gehen davon aus, dass derzeit nur jede fünfte Heizung effizient und in Kombination mit erneuerbaren Energien arbeitet. Für viele Eigentümer würde es sich also schon jetzt lohnen, die alte Heizung auszutauschen und von der Förderung des Klimapaketes zu profitieren.

Ebenfalls bemerkenswert: Bei einer neuen Heizung haben Eigentümer fossilen Energieträgern noch lange nicht abgeschworen. Für nur 14 Prozent ist die Unabhängigkeit von endlichen Gas- und Ölvorkommen ein entscheidender Aspekt. Die bevorzugte Heiztechnik mit erneuerbaren Energien ist demnach für mehr als ein Drittel (35 Prozent) eine hy­bride Gasheizung mit Solarthermie. Zehn Prozent würden Solarthermie mit einer Ölheizung kombinieren. Mehr als jeder Vierte (27 Prozent) nannte die Wärmepumpe auf Basis von Strom und Umweltwärme als bevorzugte Technik. Die Pelletheizung erreicht 14 Prozent.

Die Umfrage zeigt: Neben den Umweltaspekten schauen Eigentümer bei der Modernisierungsentscheidung auch stark auf die Verfügbarkeit des Energieträgers am Gebäudestandort. Das erklärt die weiterhin hohe Akzeptanz für fossile Energieträger. Hinzu kommt: Biomasse-Heizungen oder Wärmepumpen ziehen meist wesentlich höhere Investitionskosten nach sich und sind auch aus technischen Gründen nicht immer realisierbar. Der Hybridheizung könnte deshalb in den nächsten Jahren eine besondere Rolle zukommen.

INFO: Wer mehr über das Klimapaket und die Fördermöglichkeiten erfahren möchte, findet alle Informationen auf den Förderseiten der verbraucherorientierten Plattform www.intelligent-heizen.info.

Gemeinsam zu trauern, ist eine heilsame Erfahrung für die Patienten. Durch Symbolarbeit, Malen und Schreiben oder meditative Zwiegespräche (Dyaden) werden das innere Befinden und die eigenen Bedürfnisse sichtbar und spürbar. Man wird gesehen, gehalten, verstanden und gestärkt. „Das ist das Wichtigste und Wertvollste für die Patienten, was für die Heilung der Seele so notwendig ist“, meint Dipl.-Theologin Erika Hieble, Seelsorgerin und Trauerbegleiterin. Die Patienten lernen auf diese Weise, Schmerz und Wut, aber auch Dankbarkeit und Freude zuzulassen und in adäquater Form auszudrücken. Sie verstehen so die Zusammenhänge, warum man etwas spürt, spüren darf und welche Gefühle „bedrohlich“ oder unerwünscht sind. Indem sie das Vergangene in das Neue integrieren, finden sie einen Weg zurück ins Leben. djd


Solarthermie: Für einen Saisonstart ohne Ärger

Die Solarthermie ist eine bewährte Technologie. Jede durch sie erzeugte Kilowattstunde spart Kilowattstunden fossiler Energieerzeugung und einiges an CO2. Solarthermie-Anlagen sind in der Anwendung jedoch häufig problembehaftet. Bei einer Untersuchung von über 1800 Solarthermie-Anlagen durch die Energieberater der Verbraucherzentrale stellte sich heraus, dass rund 65 Prozent der Anlagen keinen Wärmemengenzähler haben. Somit kann ihre Effizienz nicht überprüft werden. Und fast zwei Drittel der Anlagenbesitzer haben keinen Wartungsvertrag abgeschlossen, was dazu beiträgt, dass Störungen oder Ausfälle unbemerkt bleiben. „Eine einfache Funktionskontrolle ist das Ausschalten des Heizkessels im Sommer. In dieser Zeit sollte jede Solarthermieanlage das Trinkwasser erwärmen können“, erläutert Arian Freytag, Energieexperte der Verbraucherzentrale.

Die Verbraucherzentrale empfiehlt Besitzern einer Solarthermie-Anlage, diese prüfen zu lassen. Hierfür eignet sich der „Solarwärme-Check“ der Verbraucherzentrale im Wert von 422 Euro, der dank Förderung nur 30 Euro kostet.

INFO: Tel. 0800 / 809802400


Die Energieberatung der Verbraucherzentrale veranstaltet Online-Vorträge, um Verbraucherinnen und Verbraucher zu informieren.

Am 30. April und 18. Juni, jeweils von 17.30 bis 18.15 Uhr, geht es um bundesweit gültige Fördermittel fürs Haus. Schwerpunkt sind die Programme zur Förderung einer neuen Heizungsanlage und zur energetischen Sanierung der Gebäudehülle (Dach, Außenwand, oberste Geschossdecke, Bodenplatte bzw. Kellerdecke und Fenster). Dieser Vortrag ist vor allem für private Haus- und Wohnungseigentümer, Vermieter und Kaufinteressenten geeignet.

Am 12. Mai geht es von 18.30 bis 19.30 Uhr um Wärmeschutz im Altbau und Denkmal. Im interaktiven Online-Vortrag werden Maßnahmen zum Wärmeschutz von Wohnhäusern vorgestellt. Inhalt sind auch Aspekte, die vor der Beauftragung von Planungsleistungen beachten werden sollten. Zusätzlich lernt man Förderprogramme des Bundes kennen. Der Online-Vortrag ist vor allem für Hauseigentümer geeignet. Vorkenntnisse sind nicht nötig.

Neben den Online-Vorträgen bietet die Energieberatung auch eine individuelle Beratung an. Sie findet zurzeit hauptsächlich online und telefonisch statt.

INFO: Mehr Informationen auf www.verbraucherzentraleenergieberatung.de oder unter Tel. 0800 / 809802400.


Das Unternehmen Eno Energy lädt am 7. August 2020 in einem größeren Rahmen als bisher wieder zur „Rostock Wind“. Das Branchentreffen ist Anziehungspunkt für Kenner, Fachexperten und wirtschaftlich wie politisch Interessierte der Windindustrie. Als regionaler Partner, ebenso in MV ansässig wie Eno Energy, ist zum ersten Mal die Nordex Group mit dabei. Bereits zum neunten Mal bereichern der Bundesverband Windenergie (BWE) sowie der VDMA die Veranstaltung mit Fachexpertise und politischem Gewicht.

Eno Energy erwartet deutlich über 400 Teilnehmer zur „9. Rostock Wind“ im Radisson Blu Hotel. Neben dem Vortrag eines politischen Mandatsträgers wird sich BWE-Präsident Hermann Albers mit der Entwicklung der Windbranche und der deutschen und europäischen Energiepolitik auseinandersetzen. Nach dem hochkarätig besetzten Eröffnungssymposium erwarten die Teilnehmer außerdem in den drei Foren Planung, Finanzierung und Technik Fachvorträge und -diskussionen von und mit ausgewiesenen Branchenexperten. Zum Abschluss der „Rostock Wind“ segeln die Teilnehmer traditionell bei lockeren Gesprächen auf der Warnow in Richtung Ostsee und genießen auf drei Schonern die frische Meeresbrise.

Der Veranstalter bietet Unternehmen verschiedene Sponsoring-Möglichkeiten an, Schwerpunkte in diesem Jahr sind die Themen Repowering, Weiterbetrieb, Status der europäischen Märkte und die neue EEG-Novelle.

INFO: Unternehmen, Interessenten (auch ­Studenten) und Behörden können sich bereits jetzt anmelden. Erste Programmpunkte stehen im Internet unter www.rostock-wind.com zur Verfügung
    

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