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13:32 29.09.2021
Welche Variante die richtige ist, hängt zum einen von der individuellen Lebensplanung, zum anderen von der finanziellen Situation ab. Foto: FC

Die stetig steigenden Mietpreise stärken bei vielen Menschen den Wunsch nach mehr Freiheit und Unabhängigkeit in Form einer eigenen Immobilie. Immer wieder kommt dabei die grundlegende Frage auf: Mieten oder kaufen, was ist sinnvoller? Eine pauschale Antwort gibt es dabei nicht, denn beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile.

Dauerhaft mietfrei wohnen klingt verlockend, aber Eigentum verpflichtet, wie es so schön heißt – und da ist durchaus was dran. Wohnt man zur Miete, ist man deutlich flexibler, was eventuelle (jobbedingte) Umzüge in eine andere Stadt anbelangt. Mit einem Eigenheim hingegen sorgt man sowohl für das eigene Alter als auch für künftige Generationen vor. Gewisse Rücklagen für regelmäßige Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten sind dabei jedoch unerlässlich. Ein Mietobjekt geht mit deutlich weniger Verantwortung einher, denn hier ist der Vermieter für Modernisierungs- und Renovierungsmaßnahmen zuständig.

Wer nur über vergleichsweise wenig Eigenkapital verfügt, ist als Mieter in der „bequemeren“ Situation: Lediglich die monatliche Miete samt Nebenkosten sowie die bei Vertragsabschluss üblicherweise fällige Kautionszahlung müssen entrichtet werden. Für einen Immobilienerwerb hingegen benötigt man Eigenkapital, sofern eine günstige Finanzierungsstrategie angestrebt wird – Experten empfehlen, einen Betrag von mindestens 20 Prozent der Kaufsumme aus eigener Tasche beizusteuern. Als Haus- oder Wohnungsbesitzer hat man anstelle der lebenslangen Miete im Rahmen seiner Baufinanzierung monatliche Darlehensraten über die festgelegte Laufzeit von in der Regel zwischen 15 und 35 Jahren abzuzahlen. Profis unterstützen bei der Entscheidungsfindung „mieten oder kaufen“ und helfen bei der Beurteilung, welche Variante zur persönlichen Lebens- und Finanzsituation passt. HLC


Extremwetterlagen mitkalkulieren

Wenn man sein Grundstück auswählt sollte man auch darauf achten

Der Klimawandel ist nicht aufzuhalten und wird auch für private Bauherren und Eigentümer konkret. Die Überflutungen an Ahr und Erft im Juli haben sehr deutlich gemacht, mit welchen Extremwettereignissen zu rechnen ist. Viele Bürgerinnen und Bürger in den Überflutungsgebieten müssen große Schäden oder gar den kompletten Verlust ihres gesamten Hauses samt Hausstand zu verkraften. Vor diesem Hintergrund weist der Verband Privater Bauherren (VPB) darauf hin, wie bedeutend die Wahl des Baugrundstücks ist. „So reizvoll Grundstücke am Wasser auch sind – die Gefahren eines Ufergrundstücks oder in der Nähe von Bächen und Flüssen sollte man bei der Wahl des Baugrunds unbedingt vor Augen haben. Neben der topographischen Lage sollten angehende Bauherren auch viele weitere ortsspezifische Faktoren gemeinsam mit Experten bewerten“, so VPB-Hauptgeschäftsführerin Corinna Merzyn. Auch beim Kauf von Bestandsimmobilien sollte man dies beachten. Überschwemmungsgebiete seien in den Flächennutzungsplänen zwar festgehalten und das Bauen dort grundsätzlich nicht möglich. Viele Bauten seien aber mit wasserschutzrechtlichen Ausnahmegenehmigungen gestattet worden. Auch Grundstücke in Hanglagen sind eingehend zu betrachten: Schnell wird die Straße bei Starkregen zum reißenden Bach. Übliche Fließrichtungen drehen sich, aus den Kanaldeckeln quillt das Wasser und durch die Kellerfenster stürzt es ins Haus – Hochwasserereignisse, die unabhängig von der Nähe zu Bächen und Flüssen an Hanglagen möglich sind. Aber auch Gefahren durch Starkwind oder Dürreperioden sollten frühzeitig bedacht werden. Unabhängige Bausachverständige im VPB beraten zu Alternativen und Schutzmaßnahmen und bieten eine eingehende Analyse an. VPB

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