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Home Sonderthemen Grimmen Tennisarm, Schulterprobleme und muskuläre Verspannungen
22:57 28.03.2019
Heike Suhren zeigt an einem Model problematische Zonen im Schultergelenk. Foto: Frank Burger

von Frank Burger 

Rostock. Es sind Sehnenreizungen im Arm, die uns immer wieder zu schaffen machen. Es ist zum Beispiel der Tennisarm – wie die Beschwerden im Volksmund genannt werden. Die medizinische Bezeichnung lautet Epicondylitis humeri radialis. Doch nicht nur Tennisspieler leiden unter der Reizung an der Außenseite des Ellenbogens, die auch durch manuell monotone Tätigkeiten hervorgerufen werden. Handwerker und Menschen mit stark PC-lastiger Arbeit (Mausarm) kennen diese Probleme ebenfalls. Man spricht von einer Knochenhautreizung am Sehnenursprung der Handgelenksstreckmuskulatur mit resultierenden muskulären Dysbalancen. Die Symptome sind Ellenbogenschmerz und Halteschmerzen. „Statt Pausen und Schonungist eine dosierte Belastung der überforderten Muskeln und Sehnen notwendig“, so Dr. Heike Suhren, Fachärztin für Orthopädie am Ambulanten OP-Zentrum in Rostock. Ein exzentrisches Training mit Übungsstäben, das unter Anleitung von Physiotherapeuten, aber bei starken Beschwerden auch täglich in Eigenregie durchgeführt werden sollte, ist hier hilfreich.


Jiothy Yoga-Haus

„Allerdings kann sich der Heilungsprozess über Monatehinziehen“, schränkt Heike Suhren ein. Sie empfiehlt ihren Patienten häufig eine Anpassung des Alltages, um solche Beschwerden gar nicht erst aufkommen zu lassen. Der Sekretärin z.B. Stützbänkchen für die Unterarme oder eine Vertikalmaus beim Arbeiten am Computer, die das anhaltende Strecken der Hand reduzieren. Der Handwerker solle, wenn möglich, seine dominante mit der nicht dominanten Hand abwechseln. Bei akuten Schmerzen sind Kühlen und eine entzündungshemmende Schmerzmedikation eine erste helfende Maßnahme. Der Physiotherapeut wird zunächst eine Querfriktion anwenden. Dies ist ein krankengymnastisches Verfahren zur Schmerzlinderung und lokalen Mobilisation, das in diesem Fall am Muskelursprung ansetzt. Zur Anwendung kommen auch sogenannte Epikondylitis- Spangen. Sie entlasten die Muskeln und Sehnen am entzündeten/überlasteten Sehnenursprung durch sanften Druck auf die Muskulatur bei Benutzung der Extremität, was in der Folge zu einer Schmerzlinderung und Mehrdurchblutung führt.


"Statt Pausen und Schonung ist eine dosierte Belastung der überforderten Muskeln und Sehnen notwendig."

Dr. Heike Suhren, Fachärztin für Orthopädie am Ambulanten OP-Zentrum in Rostock.


Zur Anwendung kann auch die Stoßwellentherapie kommen. Manchmal vorhandene Kalkablagerungen werden durch den Ultraschallreiz schneller abgebaut. Eine spezielle Röntgenbestrahlung und entzündungshemmende Injektionen stehen als Therapie auch zur Verfügung. Als letztes Mittel bei therapieresistenten Beschwerden kann die Operation gesehen werden, die die Nervenempfindlichkeit des Sehnenursprungs herabsetzen soll.

„Für eine Vermeidung vieler dieser Probleme empfehle ich Yoga“, so die Orthopädin.

Schulterprobleme und muskuläre Verspannungen können, müssen aber nicht eine Frage des Alters sein. Sie treten in der Regel ab Anfang/Mitte 40 bis Mitte/Ende 50 gehäuft auf. Ursachen sind hier neben krankhaften Befunden z.B. an der Wirbelsäule u.a. Stress, Hektik, Fehlhaltungen und zu wenig Bewegung. „Wir sollten uns dazu durchringen, auch am Schreibtisch regelmäßig mit Dehnübungen vorzubeugen“, rät Heike Suhren. Sport und eine ausgewogene Ernährung kommen als Empfehlungen hinzu.

Besonders schmerzhaft sind Einklemmungen von Sehnen oder Muskeln innerhalb eines Gelenks. An der Schulter z.B. spricht man von einem Impingement-Syndrom (Engpass-Syndrom). Diese Schmerzen treten vor allem dann auf, wenn der Arm über Schulterniveau gehoben wird, nd werden durch degenerativ bedingte Knochenanbauten,wiederholte Schleimbeutelentzündungen oder anatomische Besonderheiten mit Tendenz zu einem engen Raum unter dem Schulterdachnegativ begünstigt. Manchmal finden sich auch Kalk-Ablagerungen im Schultergelenk. Hier können schnell Sehnen in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Orthopädie hilft hier unter anderem mittels einer eleganten OP-Methode – der minimalinvasiven Operation – genannt Schlüsselloch-Operation. Durch eine Arthroskopie wird hier Platz unter dem Schulterdach und somit Abhilfe geschaffen. „Wir haben damit gute Erfolge erzielt“, informiert Dr. Suhren.

Ein weiteres Problem ihrer Patienten betrifft die Rotatorenmanschette. Wenn eine oder mehrere Sehnen dieser vier Muskeln am Oberarmkopf verletzt sind, kommt es zu Bewegungseinschränkungen und Kraftminderung. Die Sehnen sollten möglichst anatomisch rekonstruiert werden,um eine gute Schulterfunktion aufrecht zu erhalten.

Letztlich zählt Heike Suhren noch die „Frozen Shoulder“. Als „eingefrorene Schulter“ bezeichnet man eine sehr schmerzhafte und oft sehr ausgeprägte Bewegungseinschränkung der Schulter. Bei manchen Patienten ist die Schulter fast vollständig steif. Die Patienten haben bei Belastung, aber auch nachts in Ruhe, starke Schmerzen. Eine Heilung dieses Problems ist sehr individuell und langwierig. Sie kann sich über mehrere Monate, bis zu 1,5 Jahren erstrecken. Mit frühzeitiger Therapie lässt sich der Verlauf aber oft erfolgreich verkürzen. Die Therapie ist primär konservativ, das heißt Schmerztherapie und Injektionen in das entzündete Gelenk. Während der vorwiegend steifen Krankheitsphase sollte keine physiotherapeutische Mobilisation angewendet werden. Eine arthroskopische Operation kommt hierbei nur selten zur Anwendung.

(spp-o) Knochenbrüche, selbst bei kleineren Unfällen, und anhaltende Rückenschmerzen sind Anzeichen für Osteoporose, dem sogenannten Knochenschwund. Dabei verlieren die Knochen an Stabilität, werden brüchig. Symptome zeigen sich oft erst im fortgeschrittenen Alter. Deshalb ist Vorbeugung in jungen Jahren wichtig. Doch auch wer bereits erkrankt ist, kann seine Knochen stärken und die Beschwerden lindern.

Bewegung: Durch Muskelaufbau gewinnen die Knochen an Stabilität. Deshalb ist Bewegung bei Osteoporose sowohl vorbeugend als auch im Krankheitsfall ein Muss. Ideal ist zum Beispiel gerätegestütztes Krafttraining. Aber auch zügiges Gehen, mehrmals pro Woche für mindestens 30 Minuten hat einen günstigen Einfluss auf die Muskulatur. Calcium: Der Mineralstoff ist der wichtigste Baustoff für die Knochen. Für eine ausreichende Versorgung sollten Erwachsene täglich 1.000 Milligramm Calcium aufnehmen. Gute Lieferanten sind zum Beispiel Milchprodukte (vor allem Käse und Joghurt), aber auch Mineralwasser und Gemüse wie Grünkohl, Spinat, Brokkoli sowie Hülsenfrüchte (www.vitamindoctor.com/calcium).

Vitamin D unterstützt die Aufnahme von Calcium aus dem Darm.

Foto: photo - stock.adobe.com
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(akz-o) Spaziergänge im Wald oder Park können der Entspannung und der Erholung dienen. Außerdem bietet sich die Möglichkeit an, durch die Stadt mit vielen interessanten Schaufenstern zu bummeln. Sonne, frische Luft und Bewegung sind immer ein Argument für Spaziergänge.

Wer darüber hinaus längere Wanderungen mag, kann dies zu jeder Jahreszeit tun. Es gibt immer etwas zu sehen und zu erleben. Die Auswahl der richtigen Kleidung ist hierbei von besonderer Bedeutung. Getreu dem Motto: „Es gibt kein schlechtes Wetter aber falsche Kleidung.“

Zeit im Freien genießen

So schön ein Spaziergang oder eine längere Wanderung sein kann, beides kann auch schnell zu unangenehmen Beschwerden führen. Denn nasskalter Wind und niedrige Temperaturen führen häufig zu Kopfschmerzen. Ursache ist eine Verkrampfung der Kopf- und Nackenmuskulatur. Hier kann der bewährte Wirkstoff Ibuprofen schnelle Abhilfe schaffen. Wer empfindlich auf Kälte reagiert, sollte immer eine Mütze oder einen großen Schal bei sich tragen, um den Kopf zu schützen.

Schnelle Abhilfe bei Beschwerden

Foto: pixabay.com/akz-o
Foto: pixabay.com/akz-o

Eine akute Schmerzattacke kann ganz leicht behandelt und die Zeit im Freien nach kurzer Zeit wieder genossen werden. Das Schmerzmittel ist als praktisches Pulver zum Einnehmen ohne Wasser erhältlich (IBU-ratiopharm direkt). Es löst sich direkt auf der Zunge auf und schmeckt dabei angenehm nach Zitrone. Das rezeptfreie Arzneimittel aus der Apotheke passt in jede Jackentasche und steht in zwei unterschiedlichen Wirkstärken für Kinder ab 6 Jahren sowie für Jugendliche und Erwachsene zur Verfügung.

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