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Home Sonderthemen Rostock Smartes Licht schlägt dreiste Diebe in die Flucht
13:50 26.07.2019
Capt'n Flint feuert mit Kanonen von der „Walruß“ auf Grand Turk. Foto: Dirk Hoffmann

In den Ferien und später mit Beginn des Herbstes beginnt die Hochsaison für Einbrecher. Ein smartes Zuhause hilft, sich vor unerwünschten Gästen zu schützen – zum Beispiel mit ferngesteuerten Lichtquellen, rät die Brancheninitiative licht.de.

Starres Muster von außen nicht zu erkennen

Als Ergänzung zu einbruchshemmenden Türen und Fenstern simulieren steuerbare Beleuchtung, Rollläden und Musikgeräte Anwesenheit und schrecken Langfinger auf Erkundungstour ab. Mit entsprechend programmierter Gebäudeautomation, Lichtsteuerung oder den Apps smarter Lampen und Leuchten kann durch An-, Aus- und Umschalten des Lichts Bewegung im Haus und die Gegenwart eines Bewohners vorgetäuscht werden. Der Vorteil gegenüber Zeitschaltuhren: Die Beleuchtung schaltet zu unterschiedlichen Zeiten ein, ein starres Muster ist von außen nicht zu erkennen.

Anpassungen werden per Sprachsteuerung oder aus der Ferne über das Smartphone vorgenommen. Klassische Zeitschaltuhren werden zwischen Steckdose und Lampe gesteckt und schalten das Licht zur gewünschten Uhrzeit automatisch ein.

Bewegungsmelder arbeiten meist mit PIR-Technik (passive Infrarot-Sensoren) und messen Wärmestrahlung. Damit nicht jede streunende Katze das Licht einschaltet, sind Modelle mit einer selektiven Alarmunterdrückung empfehlenswert. Bei modernen Leuchten sind häufig die Sensoren schon integriert: Sie schalten sich automatisch ein, wenn sich jemand dem Haus nähert.

Wetterfeste Leuchten für den Außeneinsatz

Ist das Grundstück unübersichtlich und schlecht einsehbar, werden Fassaden und Hecken durch breitstrahlende Scheinwerfer beleuchtet. Zudem sollten alle Zugangswege, Treppen und der Eingangsbereich über Licht verfügen. Mit energiesparenden LEDs hält sich der Stromverbrauch in Grenzen und gut ausgerichtete und abgeschirmte Leuchten verhindern unerwünschte Lichtimmissionen.

Mindestanforderungen für den Außeneinsatz

Leuchten im Freien müssen für den Außeneinsatz geeignet sein und mindestens über die Schutzart IP 44 verfügen. Das bedeutet, spritzwassergeschützt und geschützt gegen Fremdkörper zu sein, die größer als ein Millimeter sind. Grundsätzlich gilt: Je höher die Ziffern, desto widerstandsfähiger die Leuchte.

All diese genannten Maßnahmen helfen jedoch wenig, wenn der Briefkasten während der Abwesenheit nicht regelmäßig geleert wird. Deswegen bietet die Kombination aus technischer Sicherung, richtigem Verhalten und vor allem nachbarschaftlicher Hilfe den besten Schutz.

Weitere Informationen im Internet: www.licht.de


Auf Reisen zu Hause Energie einsparen

Mit ein paar Handgriffen kann man sein Zuhause vor dem Urlaub in den Energiesparmodus versetzen.

Als einfachsten Schritt sollten Verbraucher alle nicht benötigten elektrischen Geräte ausschalten oder deren Stecker ziehen. Selbst im Stand-by-Modus verbrauchen elektrische Geräte ohne sichtbares Zeichen Strom. Durch die Verwendung von Steckdosenleisten mit Schaltern ist das Ausschalten mehrerer elektrischen Geräten bequem zu erledigen. „Denken Sie daran, den Computer herunterzufahren und Ladegeräte aus den Steckdosen zu ziehen“, erläutert Arian Freytag, Energieexperte der Verbraucherzentrale in Rostock. Klimageräte sind auszuschalten, damit sie nicht unnötig im Kühlbetrieb laufen. Bei sehr langer Abwesenheit kann es sich lohnen, den Kühlschrank zu enteisen und auszuschalten. In Ein- und Zweifamilienhäusern kann zudem die Warmwasserzirkulation ausgeschaltet werden. Nach dem Urlaub sollte das Wasser aus hygienischen Gründen einmalig auf 70 Grad Celsius aufgeheizt werden.

Informationen: www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder Telefon 0800 – 809 802 400.

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