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Home Sonderthemen Grevesmühlen Schrittweise modernisieren
11:44 31.01.2020
Moderne Feuerstätten heizen effizient und können im Verbund mit Solarzellen oder einer Wärmepumpe unter Verwendung ausschließlich regenerativer Energien für behagliche Wärme sorgen. Foto: HKI

Der Klimaschutzplan der Bundesregierung sieht vor, dass Deutschland bis 2050 weitgehend treibhausgasneutral wird. Ein wichtiger Baustein hierfür ist die private Wärmeerzeugung. Viele fordern ein schnelles Ende alter Technologien wie fossile Öl- und Gasheizungen. Doch ein kompletter Austausch geht ins Geld. Hier bietet sich eine schrittweise Modernisierung an, wobei das heimische Kaminfeuer das vorhandene Heizungssystem unterstützt. Darauf weist der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V. hin.

Während ein kompletter Austausch zeit- und kostenintensiv ist, stellt die Ergänzung eine schnelle, verhältnismäßig günstige Sofortmaßnahme dar. Zum einen heizen moderne Feuerstätten dank fortschrittlicher Verbrennungstechnik effizient und schadstoffarm. Zum anderen helfen Pelletöfen, Heizkamine, Kamin- und Kachelöfen den Verbrauch fossiler Energien zu reduzieren. Sollte die alte Öl- oder Gasheizung zu einem späteren Zeitpunkt stillgelegt werden, besteht die Möglichkeit, die Holzfeuerung mit Solarzellen oder einer Wärmepumpe zu kombinieren und dadurch komplett regenerativ zu heizen.
         

Beim Blick auf den Heizwert ergibt sich, dass ein Raummeter Laubholz – in Abhängigkeit zur Baumart – gegenüber dem Literpreis für Heizöl rund 70 Prozent günstiger ist. Zwar muss das Holz noch gesägt und gelagert werden. Doch lassen sich die Brennstoffkosten so massiv senken. Ähnlich verhält es sich mit Pellets. Hergestellt aus Sägemehl und Spänen der holzverarbeitenden Industrie bieten sie seit zehn Jahren ein stabiles Preisniveau. Dabei hat eine Tonne Pellets den Energiegehalt von ca. 480 Litern Öl und kostet im Vergleich gut ein Viertel weniger.

Daneben punkten Scheite und Pellets durch ihre Ökowerte: Bei der Verbrennung von Holz wird nur so viel Kohlenstoffdioxid (CO2) freigesetzt, wie der Baum während seines Wachstums aufgenommen hat und bei der natürlichen Zersetzung auch wieder abgeben würde. Somit wird das Klima nicht zusätzlich durch das Treibhausgas belastet. Als regionaler Brennstoff aus Deutschland entfallen zudem lange Transportwege und teure Importe. Ein Gewinn für die Umwelt, die Haushaltskasse und die eigene Klimabilanz. Und obendrein sorgt das prasselnde Feuer für eine besonders gemütliche Wohnatmosphäre und ein angenehmes Raumklima.

INFO: www.ratgeber-ofen.de


Wer baut, haftet für eventuelle Personen- oder Sachschäden. Bauherren sollten sich daher vor dem ersten Spatenstich gegen spezielle Risiken des Hausbaus gut versichern, rät Erik Stange, Sprecher des Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB). Mit dem Hausbau entstehen zudem Werte, die es zu schützen gilt. So sichern spezielle Versicherungen wie die Bauleistungsversicherung das Eigentum bereits im Entstehen. Sie sollte nicht nur beim Neubau, sondern auch bei komplexen Modernisierungen abgeschlossen werden. Wenn am bewohnten Haus Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel entstehen, tritt die Wohngebäudeversicherung ein. Tipp: Wohngebäude zum gleitenden Neuwert versichern!

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