Menü
Anmelden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland

Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern

Home Sonderthemen Mecklenburg Natürliche Dämmstoffe bieten Vorteile
20:24 23.09.2019
Holz, Lehm oder Seegras sind wertvolle Baustoffe. Fotos (2): dpa / inRostock / pixabay

Polystyrol gerät bei Experten zunehmend in die Kritik. Der beliebte und günstige Dämmstoff hat eine Menge Nachteile. Natürliche Dämmstoffe sind eine Alternative. Noch fristen sie eher ein Nischendasein, sind meist auch etwas teurer und nicht ganz so einfach zu verarbeiten. Doch die Wärmedämmung mit natürlichen Materialien hat auch entscheidende Vorteile. Nur wenige greifen für die Wärmedämmung bislang auf die tierischen und pflanzlichen Stoffe zurück: Ihr Marktanteil ist niedrig. Spitzenreiter unter den Naturdämmstoffen sind Holzprodukte, gefolgt von Hanf und mancherorts Schilfrohr. Schafwolle, Wiesen- oder Seegras hingegen werden bislang nur selten nachgefragt.

Entscheidender Vorteil im Sommer

Als größter Vorteil der Materialien gilt ihr Schutz vor Sommerhitze: Sie haben eine hohe Dichte und können Wärme gut speichern, weshalb im Sommer warme Luft erst mit Verzögerung in das Innere das Hauses gelangt, erläutert René Görnhardt von der Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe in Gülzow bei Rostock.

Holzprodukte sind Spitzenreiter unter den Naturdämmstoffen
Holzprodukte sind Spitzenreiter unter den Naturdämmstoffen

Zum Vergleich: Ist ein Dach mit einem natürlichen Dämmstoff eingepackt, dauere es bis zu acht Stunden länger als mit einer konventionellen Dämmung, bis die Hitze nach innen vordringe. Das eigentlich schlagende Argument für die meisten Bauherren ist jedoch das ökologische Bewusstsein: „Sie wollen regionale Produkte einsetzen, haben den Nachhaltigkeitsaspekt im Blick und das gute Gefühl, etwas Gesundes zu verwenden“, sagt Görnhardt.

Dämmung als Flocken und Matten erhältlich

Die natürlichen Dämmstoffe kommen vor allem in zwei Formen auf den Markt: Flocken aus Holzfasern, Seegras sowie lose Holzspäne, die mit Lehm ummantelt sind, können in eine Wandnische geblasen werden, erläutert Görnhardt. „Hauptsächlich werden nachwachsende Rohstoffe jedoch als Matten oder Rollen geliefert und für die Dämmung von Dachflächen, Geschossdecken und Fassaden eingesetzt.“ Damit sowie mit Platten aus Holzfasern können auch Laien recht gut umgehen – und ihre Fassade selbst dämmen. Nicht jeder Rohstoff ist überall zu bekommen – mit Ausnahme von Produkten aus Holz und Hanffaser, die mittlerweile überall gut verbreitet sind. Die kleinen Nischenprodukte sind im Normalfall in gängigen Baumärkten kaum vertreten. Eine gute Bezugsquelle sind Naturbaustoffmärkte.

Geübte Handwerker muss man suchen

Auch mit den Materialien erfahrene Handwerker gibt es nicht überall. „Die Hersteller oder Entwickler seltener Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen haben nicht die Möglichkeit, großflächig Handwerker in der Anwendung auszubilden“, sagt Görnhardt. In der Nähe einer Produktionsstätte sind die Chancen am größten, einen geübten Handwerker zu finden. Daneben sollten Hausbesitzer auf Zuschlagstoffe achten. „Die Gleichung ‚Natürliche Dämmstoffe sind gut, die anderen sind schlecht’ ist so leider viel zu einfach“, sagt Bauherrenberater Stewen. Auch den Naturrohstoffen werden vor allem Flammschutzmittel wie Borsalz, Aluminiumsulfat oder Ammoniumphosphat zugesetzt. Sie werden hier sogar stark verwendet, weil die nachwachsenden Rohstoffe schlechtere Brandschutzeigenschaften haben als ihre Konkurrenten.„Einige Hersteller arbeiten außerdem mit Soda als Pilzschutz“, berichtet Görnhardt. „Und schließlich bestehen die Stützfasern von Mattendämmstoffen häufig aus synthetischen Stoffen.“ Wer das vermeiden will, sollte auf Stützfasern aus Kartoffel- oder Maisstärke Wert legen. Auch werde leicht übersehen, dass auch der eine oder andere Unterputz oder Systemkleber toxische Stoffe enthält“, betont Ökoexpertin Dietlinde Quack.

Häufig Zusatzstoffe enthalten

Was viele nicht wissen: Zusatzstoffe dürfen bis zu 25 Prozent des Gesamtproduktes ausmachen, damit es immer noch als „natürlicher Dämmstoff“ verkauft werden darf. Sind die Dämmstoffe aus Recyclingsmaterial mit natürlicher Basis, findet man sie oft unter der Bezeichnung „naturnahe Dämmstoffe“. dpa

Mehr: https://www.t-online.de/heim-garten/energie/id_66335736/daemmung-mit-natuerlichen-daemmstoffen-hat-einen-grossen-vorteil.html


Innovativ: die Luft mit kaltem Wasser entfeuchten. Foto: Duschkraft
Innovativ: die Luft mit kaltem Wasser entfeuchten. Foto: Duschkraft

Das zu hohe Luftfeuchtigkeit im Badezimmer zur Bildung von gesundheitsgefährdendem Schimmel führt, ist weit bekannt. Trotzdem haben heute noch immer mehr als 10 % aller Badezimmer ein Schimmelproblem. Um dieses Problem endlich dauerhaft zu lösen, hat die Rostocker Duschkraft GmbH einen Luftentfeuchter entwickelt, der direkt in der Dusche installiert wird und schon während des Duschens die Luft entfeuchtet.

Dank der zum Patent angemeldeten Technologie ist es nun erstmals möglich, die Luft mit kaltem Wasser zu entfeuchten. Das macht den DUSCHKRAFT® Home zum effizientesten Luftentfeuchter für das Badezimmer.

Nach der Erforschung der technologischen Grundlagen an der Universität Rostock, haben David Bredt, Stefan Goletzke und Arvid Reinwaldt erstmals auf der RoBau 2016 Ihre Idee zum DUSCHKRAFT präsentiert. Zum Ende des letzten Jahres wurde dann mit dem DUSCHKRAFT ® Home das erste marktfähige Produkt fertigstellt und auf der RoBau 2018 gezeigt. Mit Fernsehauftritten in der Sendung „einfach genial“ im MDR und dem Finale von „Das Ding des Jahres“ bei ProSieben, konnte das kleine Team bereits deutschlandweit Aufmerksamkeit erlangen. Mit EIT InnoEnergy, der TIHA Holding GmbH und der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH haben sich nun große Investoren an der Duschkraft GmbH beteiligt und stellen etwa eine Million Euro an neuem Kapital für die Markteinführung bereit. „Mit dem frischen Kapital können wir nun endlich auch ein großes Vertriebsteam aufbauen, um unser Produkt erfolgreich zu vermarkten. Der erste Schritt ist dabei die Präsentation auf unserer Hausmesse: der RoBau!

Mehr erfahren Messegäste an Stand 205.


Artrium-Haus freut sich auf Begegnungen mit vielen freundlichen Bauwilligen. Foto: Elena Kraemer / Artrium-Haus
Artrium-Haus freut sich auf Begegnungen mit vielen freundlichen Bauwilligen. Foto: Elena Kraemer / Artrium-Haus

Auch in diesem Jahr freut sich die ARTRIUM HAUS GmbH auf die RoBau Messe, die sich im Laufe der Jahre zu einer sehr bedeutenden Kontaktstelle zwischen Bauherren und den ausführenden Bauunternehmen entwickelt hat. „Mit über 215 Ausstellern wird die Messe den Erwartungen der Interessierten gerecht und das Team von ARTRIUM lernt hier viele freundliche Bauwillige kennen, die sich vollumfänglich informieren möchten“, so Geschäftsführer Bernd Meier. Aus diesem Grund wird die ARTRIUM auch wieder über Baugrundstücke um Rostock und über interessante Bauprojekte in Rostock informieren.

An Stand 406 werden Sie in der Zeit von 10 Uhr bis 18 Uhr empfangen. Hier können alle interessierten Besucher sehr gerne zu allen Themen rund um das Thema Bauen ihre Fragen stellen.

Derzeit baut die ARTRIUM HAUS GmbH an prominenter Stelle im Petriviertel ein Wohn- und Geschäftshaus. Neben noch zur Verfügung stehenden Gewerbeflächen sind auch einige Wohnungen auf der Suche nach neuen Eigentümern. Die Rostocker Firma erfüllt sich hier auch den Traum von einem neuen Standort und wird dort Quartier beziehen. Bis es soweit ist, werden die Kunden im Büro im Bettinavon-Arnim-Platz 5 betreut. „Derzeit bauen wir neben dem fast 5000 m² großen Wohn- und Geschäftshaus im Petriviertel zwei größere Reihenhausanlagen im Wohngebiet Kalverradd, Eigentumswohnungen in Gehlsdorf und diverse Einfamilienhäuser in und um Rostock.“ Die ARTRIUM HAUS GmbH ist ein Hersteller von massiven Ein- und Mehrfamilienhäusern und versteht sich als Rostocker Unternehmung.

Mehr: Stand 406 auf der RoBau


Christian Pegel.                Foto: Ministerium M-V
Christian Pegel.                Foto: Ministerium M-V

Liebe Besucherinnen und Besucher der RoBau, bei ihrer inzwischen 29. Auflage präsentiert die größte Bauausstellung Mecklenburg-Vorpommerns wieder Informationen, Trends und Neuheiten aus allen Bereichen des Bauens. 290 Aussteller präsentieren bei der Robau 2019 und deren Partnermessen ihre Produkte und Dienstleistungen in der Rostocker Messehalle, für das Fachpublikum ebenso wie für öffentliche und private Bauinteressierte.

Als Bauminister, der zugleich für Energie zuständig ist, ist mir zeitgemäßes Bauen, energetisches Sanieren und die Anpassung der Wohnverhältnisse an die verschiedenen Lebensphasen ein besonderes Anliegen. Umso mehr freut es mich, dass das Spektrum der Baumesse auch die Themen Klimaschutz und Energiesparen sowie nachhaltiges Bauen umfasst. Im öffentlichen wie im privaten Bausektor müssen wir diesen Aspekten immer mehr Bedeutung einräumen. Das Spektrum der Möglichkeiten reicht von der Umstellung auf energieeffiziente Heizsysteme bis hin zur Nutzung erneuerbarer Ressourcen zur Strom- und Wärmeerzeugung. Auf der RoBau finden Sie dafür viele praktische Anwendungsbeispiele.

Gern möchte ich aus den vielen Schwerpunkten der diesjährigen Landesbaumesse drei weitere besonders aktuelle hervorheben: das Bauen mit Holz, Elektroladestationen für zu Hause und Sicherheit. Hier beleuchten die Aussteller mit Informationen und Angeboten zum Einbruchschutz und zu intelligenten Gebäudesystemen auch das Thema Smart Home anhand konkreter Anwendungsbeispiele.

Ich bin überzeugt, bei dem riesigen Angebot ist für jeden von uns – ob Mieter, Vermieter oder Bewohner eines eigenen Heims – etwas dabei.

Gute Wohnbedingungen, die den individuellen Anforderungen in den verschiedenen Lebensabschnitten gerechtwerden, sind für die Lebensqualität jedes einzelnen von ausschlaggebender Bedeutung. Gerade in der heutigen hektischen Welt sehnen sich die Menschen nach Rückzugsmöglichkeiten. Deshalb sollte das Zuhause ein Wohlfühlort sein. Zugleich prägt Baukultur das Bild unserer Städte und Gemeinden – und zwar weit über unsere Generation hinaus. In diesem Zusammenhang möchte ich Sie auf den Landesbaupreis hinweisen, den Architekten- und Ingenieurkammer sowie der Bauverband unseres Landes mit dem Landesbauministerium am 10. September erneut verliehen haben. Die neun Finalisten für den Landesbaupreis sind auf der Robau ausgestellt. Ziel dieses Wettbewerbs ist es, Vorbilder für gelungene zeitgenössische Baukultur in unserem Land in den Fokus zu rücken – sowohl bei der Sanierung historischer Gebäude wie auch bei innovativen Neubauten. Wie wir bauen, ist nicht nur von Bedeutung für den, der baut – sondern am Ende für die gesamte Gesellschaft und auch unsere Nachkommen. Deshalb freue ich mich jedes Jahr wieder über die breitgefächerten Informationen, die die Landesbaumesse zum zeitgemäßen Bauen bietet. Nutzen auch Sie die Gelegenheit und kommen Sie vorbei. Kommen Sie mit Experten ins Gespräch und lassen Sie sich inspirieren.

Allen Beteiligten, den Ausstellern wie den Besuchern, wünsche ich erfolgreiche und informative Tage bei der RoBau 2019.

Herzlichst, Ihr Christian Pegel Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern


Gemeinsam mit den beteiligten Partnern informieren wir darüber, welche Vorteile und Möglichkeiten der nachwachsende Rohstoff Holz für viele Bereiche des Bauens und Modernisierens bietet. So informiert beispielsweise ein Werkstoff-Forum die Messebesucher umfassend über bekannte und neue Werkstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen und deren bautechnische Einsatzmöglichkeiten. Auf der Aktionsfläche sind weitere Präsentationen, u. a. zu den Themen Fenstersanierung und Jugendbildungsarbeit, Forst und Holz, geplant. Darüber hinaus möchten wir mit der Auslage vielfältiger Informationsmaterialien die Messebesucher über die Vorteile der Holzverwendung informieren. Denn Bauen mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz ist unverzichtbar für einen nachhaltig angelegten Klimaschutz, da durch die Holzbauweise langfristig CO2 in den Gebäuden gebunden wird. Der Themenpark Holz wird über die gesamte Messezeit durch Fachpersonal des Landesbeirats Holz betreut. So können Ihre Fragen kompetent beantwortet werden. Unser Anliegen ist es, die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Holz in der Öffentlichkeit deutlich zu machen.

Mehr zum Landesbeirat Holz unter: www.lbh-mv.de.

2
/
4
Datenschutz