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Home Sonderthemen Rügen „Nachhaltigkeit ist kein Zustand, sondern ein stetiger Prozess“
16:58 10.11.2020
Maurice Becke, Janine Hein, Cornelia Baer und Daniel Tempelmann (v.l.n.r.) von der Rostocker Wurst- und Schinkenspezialitäten GmbH (Die ROSTOCKER) beraten über Möglichkeiten, Verpackungen noch nachhaltiger zu verwenden und welche Materialien dafür geeignet sind. Foto: Die Rostocker  

Rostock. Die Klimaschutzdebatte hat längst auch die fleischverarbeitenden Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern erreicht. Nicht nur die Verbraucher schätzen umweltfreundliche Produkte, auch der Handel verlangt von den Produzenten zunehmend möglichst nachhaltig produzierte Ware.


Die Rostocker Wurst- und Schinkenspezialitäten GmbH hat nach Angaben von Geschäftsführer Tobias Blömer neun Monate an einem nachhaltigen Verpackungskonzept gearbeitet und dabei die gesamte Kette vom Rohstoff bis zum Endprodukt durchleuchtet. „Wir benutzen heute dünnere Folien, umweltfreundlichere Farben, Papier aus zertifiziertem Holz und vermeiden Abfall, wo es nur geht.“

Als Lebensmittel unterliegt Wurst besonderen Anforderungen mit Blick auf Hygiene und Haltbarkeit. „Das war eine Herausforderung: Die Verpackung muss dicht sein und vor zu starkem Lichteinfall schützen“, erklärt Blömer. Daher hatte die Kunststofffolie früher eine Mindestdicke, die nicht unterschritten werden durfte. „Wir haben es geschafft, dass sie jetzt um ein Drittel dünner ist.“ Auch bei den Kartons, in denen die Wurstverpackungen ausgeliefert werden, konnten die Rostocker sparen: „Vorher war das Papier der Kartons fünflagig, jetzt hat es nur noch drei Lagen.“ Alleine dadurch könne das Unternehmen 60 Tonnen CO2 sparen.

Tobias Blömer, Geschäftsführer der Rostocker Wurst- und Schinkenspezialitäten GmbH. Foto: HOLGER MARTENS 
Tobias Blömer, Geschäftsführer der Rostocker Wurst- und Schinkenspezialitäten GmbH. Foto: HOLGER MARTENS 

Allerdings können nicht alle Ziele auf einmal erreicht werden. So wird z. B. immer noch ein Papieretikett auf die Plastikverpackung gedruckt, was das Recycling erschwert. „Wir arbeiten hier an einer Lösung, wie wir die Informationen auf dem Etikett und die Zutatenliste alternativ auf das Produkt bringen können“, so Blömer. „Hierzu bedarf es häufig neuer Techniken, die entwickelt und eingeführt werden müssen. Für mich bleibt daher die Erkenntnis, dass Nachhaltigkeit nicht überall und sofort auf Knopfdruck erreichbar ist, sondern eher als kontinuierlicher Prozess betrachtet werden muss.“


Die Rostocker

Durch die Zugehörigkeit zum Unternehmensverbund der Blömer Fleisch GmbH ist die Rohstoffkette über die Schlachtung, Zerlegung und Produktion ohne Zwischenlieferanten gesichert. Auf diese Weise werden die transparente Herkunft und lückenlose Rückverfolgbarkeit des Fleisches garantiert. Das Fleisch stammt von bäuerlichen Betrieben in Norddeutschland und muss nur kurze Transportwege zurücklegen.

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