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Home Sonderthemen Rügen Nachhaltig Bauen und Sanieren im 21. Jahrhundert
16:02 28.06.2019
Wärmedämmverbundsysteme lassen sich gut nachträglich anbringen. Hierzu werden Dämmplatten aus Steinwolle direkt an die Hauswand angebracht und verputzt. Dadurch entstehen vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten.

Der Immobilienbestand verursacht fast ein Drittel der jährlichen CO2-Emissionen und verbraucht etwa 40 Prozent Energie. Die energetische Modernisierung des Gebäudebestands, einschließlich deren effektiver Dämmung, damit diese zukünftig mit erneuerbaren Energien beheizt und gekühlt werden können, gehört somit nicht nur in Deutschland zu den drängendsten Aufgaben, die zügig umgesetzt werden müssen.

„Aktiver Umwelt- und Klimaschutz sind bei der Planung, Realisierung, aber auch der Modernisierung von Gebäuden nicht mehr wegzudenken, denn: Für die kommenden Generationen müssen jetzt schnelle und wirksame Lösungen insbesondere im Immobilienbestand gefunden werden, um die Erderwärmung einzudämmen“, sagt Dr. Thomas Tenzler, Geschäftsführer des FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V. (FMI).
               

Weg von der Energieschleuder

Architekten, Ingenieure, Energieberater, die Bauindustrie, Bauherren, Hausverwalter, Projektentwickler, Immobilienfonds und ebenso die privaten Hausund Wohnungsbesitzer – Klimaschutz geht uns alle an. Denn eine nachhaltigere Bauweise ist ein essentieller Baustein, um Immobilien energetisch fit für eine klimaschonende Zukunft zu machen.
              

Die energetischen Vorgaben und Ziele an Bauten aller Art werden deshalb anspruchsvoller. Was und wie im Neubau und Bestand energetisch umgesetzt werden muss, definiert zurzeit die aktuelle Fassung der Energieeinsparverordnung (EnEV). Aktuell wird deren Weiterentwicklung durch die Verschmelzung mit dem Gesetz für erneuerbare Energien im Wärmebereich (EEWärmeG) zum neuen Gebäudeenergiegesetz (GEG) in Berlin verhandelt.

Nach EnEV ist bei zu sanierenden Gebäuden zu beachten: Werden mehr als zehn Prozent der Fläche eines Bauteils saniert (das betrifft z.B. die Fassade oder das Dach), muss ein in der aktuellen EnEV festgelegter Energiestandard erfüllt werden. Und: Ein bisher ungedämmtes Mauerwerk ist dann mit einer Dämmung zu versehen, wenn der Hausbesitzer etwa den Putz an der Fassade erneuert.
              

Die normgerechte Ausführung von vorgehängten hinterlüfteten Fassaden ist eine Aufgabe für den Fachmann.
Die normgerechte Ausführung von vorgehängten hinterlüfteten Fassaden ist eine Aufgabe für den Fachmann.

Mineralwolle sorgt für eine schnelle und leichte Verarbeitbarkeit bei der Fassadendämmung. Fotos (3): FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V.
Mineralwolle sorgt für eine schnelle und leichte Verarbeitbarkeit bei der Fassadendämmung. Fotos (3): FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V.


Zimmer im Grünen

Zusätzlicher Wohnraum und hoher Wohlfühlfaktor

Wintergärten sind Räume mit besonderem Flair. Foto: Solarlux GmbH/BHW Bausparkasse
Wintergärten sind Räume mit besonderem Flair. Foto: Solarlux GmbH/BHW Bausparkasse

Wintergärten werden immer beliebter. Sie steigern nicht nur den Wohnwert einer Immobilie, sondern auch deren Marktwert. Denn das ganze Jahr hindurch ist das Zimmer im Grünen ein attraktiver Raum, als Ruhezone oder Wohnraum mit Flair. Der Bau braucht Vorlauf, deshalb am besten schon im Frühjahr oder Sommer mit der Planung beginnen. Angelika Sosnowski von der BHW Bausparkasse empfiehlt, mit dem Bau Profis zu beauftragen, die die Energieeinsparverordnung umsetzen können. „Lüftung, Sonnenschutz und Heizung müssen im Wintergarten so aufeinander abgestimmt sein, dass dort weder Hitze noch Kälte die Wohlfühlatmosphäre beeinträchtigt“, sagt die Expertin. Multifunktionsscheiben gewährleisten Einbruchschutz. Auch aus ökologischer Sicht sind Qualität und Energieeffizienz wichtig. Ein Wintergarten kostet rund 1500 bis 2000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Bei Baukosten zwischen 20 000 und 40 000 Euro ist die Finanzierung durch einen Bausparvertrag oft die günstigste Möglichkeit.

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