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Home Sonderthemen Grimmen Mit dem Kaufpreis allein ist es nicht getan
11:21 21.09.2020
Von den Erwerbsnebenkosten beim Immobilienkauf ist die Grunderwerbsteuer der größte Posten. Foto: Uwe Strachovsky/be.p

Neben der Kaufsumme gibt es beim Immobilienkauf weitere Kosten, die eingeplant werden müssen. Von den so genannten Erwerbsnebenkosten ist die Grunderwerbsteuer der größte Posten. Sie ist quasi die Umsatzsteuer beim Immobilienerwerb. Ihre Höhe liegt zwischen 3,5 und 6,5 Prozent vom Kaufpreis (MV: 6 Prozent).
 

Eintragung ins Grundbuch erst nach Zahlung der Steuer

Die Grunderwerbsteuer sollte aus dem verfügbaren Eigenkapital bezahlt werden können, empfiehlt Alexander Nothaft vom Verband der Privaten Bausparkassen. Zum einen, weil die Kreditinstitute die Nebenkosten in aller Regel nicht mitfinanzieren. Zum anderen, weil das Finanzamt eine enge Zahlungsfrist setzt. Außerdem wird der Käufer erst dann ins Grundbuch eingetragen, wenn er die Steuer entrichtet hat.

Vom aktuell ermäßigten Umsatz-Steuersatz profitieren Immobilienkäufer nur bei den Notar- und Maklerkosten. Die Umsatzsteuer fällt hier zusätzlich zur Maklerprovision an. Finanzielle Entlastung bringt unabhängig davon ein neues Gesetz über die Maklerprovision. Es regelt, dass sich Verkäufer und Käufer die Maklergebühren teilen müssen. Mindestens 50 Prozent soll der Verkäufer übernehmen. Spätestens zu Jahresbeginn 2021 gilt die Neuregelung bundesweit.

Der Immobilienbesitzer muss zudem jährlich die Grundsteuer an die Kommune abführen. Weil die heutige Grundsteuer auf alten Berechnungen basiert, hat das Bundesverfassungsgericht eine Neufassung verfügt. Die Bundesländer dürfen eigene Regelungen anwenden, die ab 2025 gelten sollen. Wie der Grundsteuerbescheid dann aussehen wird, bleibt abzuwarten. be.p

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