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Home Sonderthemen Grimmen Überangebot führt zu günstigen Preisen
17:21 29.01.2021
Der Kauf von Brennholz aus der Region unterstützt den Umbau der heimischen Wälder. Foto: HKI

Ofenbesitzer sollten beim Bezug von Brennholz auf Qualitätsmerkmale wie Sorte, Wassergehalt und Heizwert achten. Darauf weist der Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V. (HKI) hin. Zudem empfiehlt der HKI, ausschließlich Holz aus heimischen Wäldern zu kaufen, um lange Transportwege zu vermeiden und Arbeitsplätze in der Region zu sichern. Die Nutzung von Brennholz aus Deutschland hilft auch beim notwendigen Umbau der Wälder von Monokulturen, die in der Mitte des letzten Jahrhunderts angelegt wurden, zu ökologisch stabilen Mischwäldern.

Aufgrund von Trockenheit, Borkenkäferbefall und Stürmen hat der Wald in den letzten Jahren besonders gelitten. Um ihn intakt zu halten und Gefahren durch herabfallende Äste oder umstürzende Bäume zu verhindern, musste großflächig gefällt werden. Es herrscht ein Überangebot an Brennholz. Hinzu kommt, dass auch seitens der Verbraucher der Bedarf aufgrund der milden Winter und niedriger Heizöl- und Gaspreise abnimmt. Beides zusammen – insbesondere bei Fichte und anderen Weichholzsorten – führt bundesweit zu günstigen Preisen.

Unterschiedliche Maßeinheiten beachten

Scheitholz wird oft in drei Maßeinheiten mit jeweils variierender Holzmenge angeboten: Festmeter, Raummeter oder Schüttmeter. Ein Festmeter bezeichnet einen Kubikmeter Holz ohne Zwischenräume. Bei einem Raummeter, der in Süddeutschland auch als Ster bezeichnet wird, ist das Holz gestapelt. Bei einem Schüttraummeter sind die Stücke dagegen lose geschüttet. Wer also den Preis vergleicht, sollte grundsätzlich auch immer auf die Maßeinheit achten. So entsprechen rund zwei Schüttmeter beziehungsweise 1,4 Raummeter einem Festmeter Holz. Der Festmeter ist somit die kompakteste Maßeinheit.

Die verschiedenen Holzsorten zeichnen sich durch unterschiedliche Brenneigenschaften aus und erzeugen daher unterschiedlich viel Wärmeenergie. Einen hohen Heizwert haben Harthölzer wie zum Beispiel Kastanie, Eiche oder Robinie. Nadel- und Weichhölzer verfügen über niedrige Heizwerte, brennen jedoch heller.

Frische Scheite müssen ordentlich trocknen

Wer Holz für diese Heizsaison einkauft, muss darauf achten, dass es sich um abgelagertes Brennholz handelt. Bei frischen Scheiten führt der hohe Wasseranteil zu einer unvollständigen Verbrennung. Erst nach ausreichender Lagerung an einem gut belüfteten und trockenen Ort erreicht Holz die optimale Restfeuchte von unter 20 Prozent und kann als Brennmaterial verwendet werden. Der Wassergehalt kann mit einem Feuchtemessgerät, das im Baumarkt erhältlich ist, überprüft werden.

Info: www.ratgeber-ofen.de


Dem Haus in der Winterschlafzeit den Hof machen

Wer in sein neu gebautes Haus einzieht, der hat oft noch keinen Garten. Die Winterschlafzeit der Natur lässt sich nutzen, um einen Plan zu machen. Wie will ich den Garten nutzen? Bauernoder Rosengarten, Naturoder Küchengarten, die mediterrane, asiatische oder minimalistische Variante? Ist der Stil gefunden, geht es an die Flächenaufteilung. Dabei ist eine Skizze hilfreich, in der die Sonneneinstrahlung im Tageslauf mit vermerkt ist, damit Schatten, Sonne und Halbschatten bedacht werden können.

Bevor es an die Auswahl der Pflanzen geht, ist es wichtig, den Bodentyp zu kennen. Jede Pflanzenart hat einen anderen Favoriten. Bei den Gedanken an Hecken und Beete, Teich und Rasen, Kompost und Regentonne sollte der Ort für einen Sitzplatz nicht vergessen werden. Unter www.mein-schoener-garten.de findet man Anregungen.

Irgendwann hat der Garten Gestalt angenommen. Und was kostet das Ganze? Nicht nur Pflanzen und Geräte haben ihren Preis. Vielleicht möchte man eine Beleuchtung entlang der Wege. Ein Gartenzaun muss ebenso eingeplant werden wie Pflaster- und kleinere Maurerarbeiten. Für Perfektionisten und Anfänger empfiehlt es sich, eine Fachfirma zu beauftragen. Ein Teil der Kosten ist als haushaltsnahe Dienstleistung von der Steuer absetzbar. Weil ein Garten am Haus die Wohnqualität erhöht, kann der Bausparvertrag dafür genommen werden – in der Familie lassen sich diese Verträge sogar übertragen. Auch wenn die Gartenprofis mit Bauspargeld bezahlt werden, lässt sich der Steuervorteil nutzen. be.p/Katrin Baum

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