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14:02 15.04.2020
Lichtbänder ermöglichen große Fensterflächen im Obergeschoss. Foto: djd/Velux

Der Trend in der heutigen Architektur geht zu großen Glasflächen. Sie holen viel Tageslicht ins Zuhause und schaffen somit eine wohnliche und freundliche Atmosphäre. Was aber tun, wenn im Altbau, etwa im Obergeschoss, nur kleine Dachfenster vorhanden sind? Neben der Größe erfüllt auch die Wärmedämmung solcher Fenster oftmals nicht mehr die heutigen Maßstäbe. Häufig denkt man dann an einen Austausch. Entschließen sich Bauherren dazu, können sie im Zuge dessen mit geeigneten Lichtlösungen auch Fenster vergrößern oder verlängern, um die Räume heller und freundlicher wirken zu lassen.

Für buchstäblich fließende Übergänge von der Fassade bis in die Dachschräge lässt sich mit einem sogenannten Lichtband sorgen. Die Kombination von zwei Glasflächen sorgt für eine optische Vergrößerung des Raumes und mehr Tageslichteinfall. Viele Lichtbänder ermöglichen in Räumen mit normaler Geschosshöhe und einem offenen Dachraum den vollen Ausblick von oben bis unten, der den Wohnraum erheblich aufwertet. Das untere Fensterelement ist dann beispielsweise mit einem Dreh-Kipp-Beschlag ausgestattet und kann deshalb wie ein normales Fassadenfenster geöffnet oder gekippt werden. In Kombination mit Dachfenstern ergeben sich dadurch durchgehende Lichtbänder von der Fassade bis ins Dach.

Wichtig für eine nachträgliche Verschönerung und Aufhellung des Obergeschosses ist es, die Lösung passend zu den Gegebenheiten auszuwählen. Neben der Fassadenlösung gibt es auch ein Lichtband für Räume mit durchgehender Dachschräge, das die Fensterfläche bis zum Boden verlängern kann. Dadurch profitieren kleine Kinder vom Ausblick. Da bei dieser Variante das untere Element fest verglast ist, droht kein Sturz aus dem Fenster. Gleiches gilt bei einer Lösung für Dächer mit einem Drempel oder Kniestock. Bei einer Verschönerung des Zuhauses empfiehlt es sich, eine fachkundige Beratung zu nutzen, um alle sich bietenden Möglichkeiten ausnutzen zu können. djd


Dach ausbauen spart Steuern

Ca. 10,5 Millionen Dächer benötigen in Deutschland eine energetische Sanierung, schätzt das Forschungsinstitut für Wärmeschutz. Eine Dachsanierung hilft, bis zu 30 Prozent Energie einzusparen und die CO2-Emissionen deutlich zu senken. Hauseigentümer können so Kosten reduzieren und zum Erreichen der Klimaschutzziele beitragen.

Ein gut gedämmtes Dach hält Wärme im Haus, Hitze draußen und verbessert den Feuchte- und Schallschutz. Dachsanierer gewinnen aber auch neuen Wohnraum. „Je höher die Bodenpreise, desto kostbarer wird die Platzreserve unterm Dach“, sagt Thomas Mau von der BHW Bausparkasse. Neben einer fachgerechten Dämmung sind vor allem große Fenster entscheidend. Einige Hersteller bieten Fenster an, die man dicht nebeneinander in Schrägdächer einsetzen lassen oder bis zum Boden verlängern kann. So erhöht sich der Lichteinfall. Im Zuge des Klimaschutzes ist die energetische Sanierung von Dächern sogar gesetzlich vorgeschrieben. Wer einen ungedämmten Altbau kauft, muss binnen zwei Jahren nach Eintragung im Grundbuch die Dachsanierung abgeschlossen haben. Das gilt auch, wenn man ein Haus erbt oder übernimmt. Seit 2020 lassen sich bis zu 20 Prozent der Kosten für eine Dachdämmung über drei Jahre hinweg von der Steuer absetzen.

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