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Home Sonderthemen Wismar Kunden halten Betrieben die Treue
13:08 19.12.2018
Torsten Wolde, Sprecher der Kfz-Innung Nordwestmecklenburg. Foto: dh

Grevesmühlen/Wismar – Es war ein aufregendes und spannendes Jahr, auf das die Betriebe der Kfz-Innung Nordwestmecklenburg zurückblicken. Von positiven bis hin zu negativen Nachrichten war alles dabei, was Auslastung und Umsatz beeinflusst haben.

„Das Diesel-Thema beschäftigt uns immer noch“, erklärt Kfz-Innungsprecher Torsten Wolde. So hätten „viele falsche Informationen in den Medien“ zu einer massiven Verunsicherung bei den Kunden geführt. Das ging, so Wolde, teilweise sogar so weit, dass selbst Vielfahrer vom Diesel auf einen Benziner umstiegen und die Verkaufszahlen bei Dieselfahrzeugen deutlich zurückgingen. Dabei habe der Diesel teilweise sogar bessere Abgaswerte als ein Benziner. Und wer im Jahr weite Strecken mit dem Auto zurücklegen muss, für den lohne sich nach wie vor ein Dieselfahrzeug, so Wolde.

Auffällig war im beinahe abgelaufenen Jahr auch, dass die Kunden regelmäßig zu Inspektionen und Durchsichten kamen und im Gegensatz zu den Vorjahren auch eher bereit waren, in notwendige Reparaturen zu investieren. Somit waren laut Wolde die Werkstätten insgesamt auch sehr gut ausgelastet. Was jedoch vielfach fehlte, das war das dafür notwendige Personal. Denn der Mangel an Fachkräften tritt auch in dieser Branche massiv zutage. So sehr, dass in einigen Werkstätten mittlerweile längere Wartezeiten für die Kunden entstehen. „Aber bei Notfällen wird natürlich dennoch so schnell wie möglich geholfen“, schränkt Wolde ein.

Das Problem des Mangels an Fachkräften ist aber längst nicht aus der Welt. Es bleibt in den Berieben der Kfz-Innung ein Dauerthema. Dort ist man nach Darstellung von Torsten Wolde zum einen sehr darum bemüht, durch sehr gute Arbeitsbedingungen das vorhandene Personal zu halten und auf der anderen Seite für mehr Attraktivität dieses Handwerks zu werben. Dazu gehört auch, dass die Innung verstärkt an Messen teilnimmt und sich dort präsentiert.

Lohnenswert ist es nach Darstellung von Wolde für junge Menschen ohnehin, einen Handwerksberuf wie den des Kfz-Mechatronikers zu erlernen. „Die heutigen Fahrzeuge mit viel Elektronik und jeder Menge Komfort verlangen auch ein hohes Maß an Wissen und Verständnis im Umgang mit dem Computer. Mit dem früheren Beruf eines Schlossers, der dreck- und ölverschmiert aus der Werkstatt kam, hat der Beruf eines Kfz-Mechatronikers heute kaum noch etwas zu tun.“ Die Ausbildung dauert drei Jahre.

Dass trotz der genannten Schwierigkeiten die Kunden den Betrieben der Kfz-Innung die Treue gehalten haben, ist auch ein Vertrauensbeweis. „Wir wissen es sehr zu schätzen, dass sie treu zu uns stehen“, so Torsten Wolde. Im Namen der gesamten Kfz-Innung Nordwestmecklenburg möchte er ihnen auf diesem Wege dafür danke sagen, ihnen frohe Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr wünschen. dh

Die Bäume sind geschmückt. Das Weihnachtsfest kann kommen. Foto:dh
Die Bäume sind geschmückt. Das Weihnachtsfest kann kommen. Foto:dh

Die Meisterbetriebe der Kfz-Innung sind ein fester Bestandteil der Region. Sie sind nicht nur wichtiger Wirtschaftsfaktor und Arbeitgebe. Viele engagieren sich auch aktiv im sozialen und kulturellen Bereich. Sponsoring für die kleinen regionalen Sportvereine, Unterstützung der freiwilligen Feuerwehr, Geld für Dorffeste, Spenden an Vereine – diese Aufzählung lässt sich fortsetzen.

Die Betriebe der Kfz-Innung wünschen allen Kunden ein besinnliches Weihnachtsfest, einen guten Rutsch in das neue Jahr und eine unfallfreie Fahrt im Jahr 2019.

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