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Home Sonderthemen Grimmen Kostengünstig, flexibel und schnell: Modulbauten
18:11 30.10.2019
Mit einem Modul lässt sich schnell zusätzlicher Raum anbauen. Foto: BHW Bausparkasse 

In der Diskussion um bezahlbaren Wohnraum spielen Modulbauten eine immer wichtigere Rolle. Sie lassen sich kostengünstig und schnell errichten und sind im Grundriss sehr flexibel. Das macht diese Art des Fertighauses für Baufamilien und Modernisierer besonders attraktiv. Das Bauen mit Modulen kann man sich vorstellen wie das Zusammenstecken von Lego.

„Die Bausteine dieser Fertighäuser werden kombiniert, je nachdem wie groß die Wohnfläche sein soll“, sagt Thomas Mau von der BHW-Bausparkasse. Es gibt Einzelhäuser in Modulbauweise von 40 bis 200 Quadratmetern. Baufamilien können die Anzahl der Module für Zimmer und Bäder gemeinsam mit den Fertighausexperten auswählen. Die Module lassen sich flexibel anordnen, bestehen zum Großteil aus Holz und werden im Werk vorgefertigt – samt Böden, Heizung, Leitungen und Lichtschaltern. Sogar Schränke oder Lampen werden auf Wunsch schon vorab eingebaut. So kann der Vorfertigungsgrad im Modulbau bei 90 Prozent liegen. Die Elemente werden dann auf dem Grundstück zusammengefügt. In nur drei Tagen ist das Haus aufgebaut. „Der Einsatz von Modulen spart bis zu 70 Prozent Zeit gegenüber der herkömmlichen Bauweise“, sagt Mau. Der zuverlässige Fertigstellungstermin schont die Nerven.

Und: Die Wohnfläche lässt sich leicht verändern, indem man Trennwände entfernt oder ein Modul etwa für ein zusätzliches Kinderzimmer oder Homeoffice anbauen lässt. „Das modulare Bauen hat sich stark weiterentwickelt und bietet interessante Gestaltungsmöglichkeiten. Es lohnt sich, sich damit zu beschäftigen“, rät Thomas Mau.

An der TU Kaiserslautern haben Forscher zum Beispiel eine Software entwickelt, mit der aus „Brettsperrholzplatten“ sogar gekrümmte Bauteile gefräst werden können, etwa für ein Kuppeldach oder gebogene Wände. Computergesteuerte 3-D-Fräsen ersetzen hier den Betonmischer. Das macht die Modulbauweise so präzise, kreativ und zukunftsweisend. PM BHW
   

Die meisten Häuser sind für vierköpfige Familien konzipiert. Verändert sich diese Konstellation, lassen sich die wenigsten Immobilien sinnvoll umnutzen“, konstatiert Dipl.-Ing. Katrin Voigtländer-Kirstädter, Sachverständige beim Verband Privater Bauherren (VPB) und Leiterin des VPB-Regionalbüros in Ebersberg. Immer häufiger berät sie Hauseigentümer, die ihr Einfamiliendomizil nach einer Trennung oder dem Tod eines Partners aufgeben müssen, weil sich die Immobilie nicht an ihre neuen Lebensumstände anpassen lässt.

Besonders hart trifft eine Trennung ihrer Beobachtung nach Mütter: Weil sie nach der Geburt der Kinder meist nur noch in Teilzeit arbeiten, können sie sich die Übernahme der Immobilie in der Regel nicht leisten. Die Übernahme wäre für sie aber wünschenswert, um den Kindern das gewohnte Umfeld und sich selbst das Dach über dem Kopf zu erhalten. Außerdem ist für Frauen, die in Teilzeit entsprechend weniger fürs Alter ansparen, die Immobilie ein noch viel wichtigerer Baustein in der eigenen Altersvorsorge als ohnehin schon.

Muss die Immobilie verkauft werden, ist das oft der wirtschaftlich schlechteste Weg, denn in der Regel liegen noch hohe Schulden auf dem Haus, für die Ablösung des Kredits werden außerdem Vorfälligkeitszinsen fällig. Der Erlös ist entsprechend gering. Muss unter Zeitdruck verkauft werden, senkt auch das den Verkaufspreis.

Übrig bleiben zwei Einzelhaushalte, die über Bargeld verfügen, das aber wiederum nicht für die Anschaffung einer neuen, kleineren Immobilie reicht.

Mehr lesen Sie unter www.vpb.de
   

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