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10:15 04.05.2020
Auf dem Weg nach Klütz erfreut sich Cortina Strietz in Hohenkirchen am wundervollen Raps. Foto: Cortina Strietz

Umfrage zur Digitalisierung der ländlichen Räume in M-V

In Zeiten von Corona, in denen Geduld, Stärke und Gemeinschaft an oberster Stelle stehen, ist die Unterstützung jedes Einzelnen so bedeutend wie nie zuvor. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amtes Klützer Winkel tun ihr Bestmögliches, um in dieser schwierigen Situation die Arbeit wie gewohnt fortzusetzen. Für das Modellprojekt „Smart tau Hus“ wird nun die Unterstützung der Einwohnerinnen und Einwohner gebraucht. Im Projekt wird eine Lösung entwickelt, mit der Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Urlaubsgäste unterstützt werden sollen, die für sie relevanten Informationen schnell und unkompliziert zu finden.
 

Smart tau Hus

Hinter dem unten stehenden QR-Code ist eine kurze Umfrage zu finden, die nicht länger als vier Minuten dauert und hilft, die Anforderungen für die jeweilige Informationsbeschaffung im ländlichen Raum zu ermitteln.


Normalität? Welche Normalität?

Raphael Wardecki, Bürgermeister der Gemeinde Ostseebad Boltenhagen. Foto: privat
Raphael Wardecki, Bürgermeister der Gemeinde Ostseebad Boltenhagen. Foto: privat

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner des Klützer Winkels,

zurück in die Normalität. Das ist es, was sich viele von uns wünschen. Wieder Bekannte umarmen, Konzerte und Veranstaltungen besuchen oder einfach wieder normal arbeiten gehen. Die einfachsten Dinge sind uns in der Corona-Krise so fern. Wir vermissen sie und dadurch lernen wir sie auch wieder schätzen. Doch was heißt das für uns? Wie stellen wir uns die Zukunft vor? Es heißt, dass wir den eingeschlagenen Weg fortsetzen sollten:

1. Saisonverlängerung statt Massentourismus.

In den letzten Monaten haben wir wichtige Zielmarken gesetzt. Wir wollen in unseren Kommunen ein gesundes Wachstum und eine engere Einbindung der Einwohnerinnen und Einwohner. Das zeigten Einwohnerversammlungen in Klütz, Hohenkirchen oder Boltenhagen. Die hier gezeigte Tendenz bedeutet auch, dass neue Konzepte erarbeitet werden sollten, die unsere Region auch in der Nebensaison und im Winter besser auslastet. Diese Krise trifft uns so hart, weil nach der saisonalen Flaute das wichtige Oster- und vermutlich auch Pfingstgeschäft ausbleibt.

2. Mit den Kommunen gemeinsam statt Alleingänge.

Beispielsweise bei der Anbindung der Amtsgemeinden beim Öffentlichen Personennahverkehr und insbesondere die Erschließung der historischen Highlights von Klützer Kultur, über Kalkhorster Spielewelten hin zur Hohenkirchener Golfanlage und Boltenhagener Ostseestrand-Lösungen, die von Touristen und Einheimischen auch tatsächlich genutzt werden, müssen größer gefasst werden. In dieser Krise erleben wir unsere Abhängigkeit von Tourismus und unseren Stärken in den jeweiligen Gemeinden. Der eingeschlagene Weg der besseren Verbindung, sollte fortgeführt werden.

3. Linien beibehalten.

Das Fortführen von Linien heißt in erster Linie die charakterlichen Linien. Wie gehe ich mit Mitmenschen um? Wie setze ich mich mit Unrecht und Ungerechtigkeit auseinander? Das sollte man beibehalten und auch bei größtem Gegenwind umsetzen. Wenn wir dies beibehalten und uns noch energischer in qualitativen Tourismus einarbeiten und dies gemeinsam, dann ist das die entscheidende Lehre aus dieser Krise: Gemeinsam aneinander glauben und füreinander da sein. Ich glaube an Sie!

Herzliche Grüße und viel Gesundheit

Raphael Wardecki
Bürgermeister der Gemeinde Ostseebad Boltenhagen


ErLesenes aus dem Literaturhaus für zu Hause

Das Programm des Literaturhauses „Uwe Johnson“ Klütz geht in veränderter Form weiter. Dabei bleiben einfach alles zu Hause:

Das Literaturhaus bietet Online-Lesungen an, aktuell ist die dritte Auflage verfügbar. Die Schweriner Autorin Katrin Sobotha-Heidelk liest aus ihrem neuen, noch unveröffentlichten Roman „Interzonenjahre“ (Arbeitstitel). Der Roman soll im Spätsommer 2020 erscheinen.

Die Flucht treibt 1945 zwei achtjährige Königsberger Mädchen auseinander. Elsa und Hanni, engste Freundinnen, versuchen ein Leben lang, die traumatischen Verlust- und Fluchtlebnisse zu verdrängen und sich den Gegebenheiten zu fügen. Elsa in der DDR, Hanni in Westdeutschland. Über Jahre beschwören sie in Briefen die alte Vertrautheit, bis es 1955 zwischen der Ostberliner Studentin Elsa und der inzwischen verlobten Hanni zu einem Treffen kommt. Und zum Bruch. Beiden bleibt die Kindheitsfreundin als wunder Punkt im anderen Teil Deutschlands präsent, doch erst als Achtzigjährige suchen sie einander wieder. Wie weit sich die Schere zwischen beiden Lebenswegen öffnet, beschreibt der Roman in zwei parallelen, mehrfach verknüpften Handlungssträngen. Beide sind spürbar vom Kontext und den Zwängen ihres jeweiligen Umfeldes geprägt. Was sie aber lebenslang auf ähnliche Weise in sich verankern, ist das Schweigen über das, was ihnen unaussprechlich erscheint und doch tiefe Spuren in ihnen hinterließ.

Katrin Sobotha-Heidelk studierte Bibliothekswissenschaft und Betriebswirtschaft in Berlin. Seit 1995 veröffentlichte sie diverse literarische Texte wie z. B. „Die Schatzkammer“ (1995), es folgten Kurzgeschichten und Porträts in Zeitungen und 2007 „Hinter den Ligusterhecken“. Seit 1999 arbeitet sie im Archiv des NDR-Landesfunkhauses in Schwerin. 2004 war sie Gewinnerin des Schreibwettbewerbs der Schweriner Literaturtage, 2016 erhielt sie den ersten Publikumspreis des Literaturpreises MV und 2018 ein vierwöchiges Aufenthaltsstipendium in Kaliningrad.

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