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13:23 01.03.2021
Der Kampf gegen den Krebs ist Teamarbeit. Für das neue Gütesiegel haben sich viele Mitarbeiter eingebracht, hier Oberärztin Dr. Maika Lestin, Onkologiemanagerin Sylke Dobs, Stationsleiterin Andrea Zerbe sowie Chefärztin und Zentrumsleiterin Dr. Beate Krammer-Steiner (v.l.). Foto: Joachim Kloock

Trotz der Einschränkungen im vergangenen Jahr konnten am Klinikum Südstadt alle Patienten mit einer Tumorerkrankung ambulant oder stationär behandelt werden. „Die Versorgungssicherheit ist auch während der zweiten Corona-Welle vollständig gegeben. Krebs duldet keinen Zeitaufschub“, sagte die Chefärztin der Klinik für Innere Medizin III, Dr. Beate Krammer-Steiner. Die Onkologin reagierte damit auf besorgniserregende Studien, die einen Rückgang an Vorsorgeuntersuchungen und Krebsbehandlungen von rund 20 Prozent feststellten. Die Medizinerin appellierte an alle, notwendige Präventionsmaßnahmen unbedingt wahrzunehmen und bei verdächtigen Symptomen den Arzt aufzusuchen.

Auch während der Pandemie wurden die Anstrengungen zur Qualitätsverbesserung im zertifizierten Onkologischen Zentrum am Südstadtklinikum vorangetrieben. So erfolgte die erfolgreiche Erstzertifizierung des Zentrums für Hämatologische Neoplasien durch die Deutsche Krebsgesellschaft im September 2020. Damit war das Zentrum für bösartige Bluterkrankungen am Klinikum Südstadt die erste derart zertifizierte Einrichtung in Mecklenburg-Vorpommern. Dieses Gütesiegel sichert eine bestmögliche Behandlung nach neuesten Erkenntnissen und Qualitätsstandards bei bösartigen Bluterkrankungen wie Leukämie.

Kompetenznetzwerk wird weiter ausgebaut

„Die häufigsten Erkrankungen sind Blut- und Lymphdrüsenkrebs sowie das multiple Myelom (Knochenmarkkrebs). Eher selten treten eine Mastozytose mit zu vielen körpereigenen Mastzellen oder komplexe hämatologische Erkrankungen auf“, erläuterte Dr. Beate Krammer-Steiner. Bei rund 100 Patienten wird jährlich eine bösartige Bluterkrankung am Klinikum Südstadt neu festgestellt. „Unser Ziel ist es, durch eine intensive interdisziplinäre Zusammenarbeit jedem Patienten eine individualisierte und bestmögliche Therapie nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft anzubieten. Dazu legen wir sehr viel Wert auf die gemeinsamen Tumorkonferenzen, in denen die Therapie besprochen wird, sowie auf eine enge Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Hausärzten und Onkologen, den Krankenhäusern in der Region und mit der Universitätsmedizin Rostock. Dieses Kompetenznetzwerk wird durch den Leitenden Oberarzt Dr. Dietrich Gläser organisiert und kontinuierlich weiter ausgebaut“, unterstrich die Zentrumsleiterin.

Im Zuge der aufwendigen Zertifizierung wurden alle Klinikprozesse im Zentrum für Hämatologische Neoplasien überprüft und insbesondere das Aufnahme- und Entlassungsmanagement und die digitalen Abläufe nochmals optimiert. Seit dem 1. Januar 2021 werden Zuweisungen in diesem Bereich zudem über eine Onkologiemanagerin zentral koordiniert.

Infos: www.krebsgesellschaft.de


Hilfe bei trockenen, gereizten Augen

In diesem Winter leiden mehr Menschen als gewöhnlich unter trockenen, schmerzenden oder sogar entzündeten Augen. Der Wechsel von kalter Außen- und trockener Zimmerluft ist purer Stress für das empfindliche Organ. Lange Bildschirmzeiten im Homeoffice, das Tragen von Masken und falschen Sehhilfen verschärfen die Situation noch. Das Kuratorium Gutes Sehen gibt Tipps, worauf jetzt geachtet werden sollte.

Maßnahmen zur Abhilfe:
● Regelmäßige Pausen von digitalen Geräten. Hier greift die 20-20-20-Regel: Die Augen alle 20 Minuten für 20 Sekunden auf einen Punkt fokussieren, der mehr als 20 Fuß (= ca. 7 Meter) entfernt ist.
● Regelmäßiges Lüften und/oder ein Raumluftbefeuchter erhöhen die Luftfeuchtigkeit.
● Bewusstes Blinzeln, Lidrandpflege und benetzende Augentropfen verbessern den Tränenfilm. Letztere sollten möglichst konservierungsmittelfrei sein.
● Der richtige Sitz der Maske vermeidet aufströmende Luft, die die Augen zusätzlich belastet.
● Bildschirmbrillen entlasten die Augen. Sie sind für das deutliche und entspannte Sehen am Monitor konzipiert und als Einstärken- oder Gleitsichtbrillen erhältlich. Wer hier Probleme hat, wendet sich am besten an einen Optiker.
● Auch eine nicht richtig korrigierte Fehlsichtigkeit strapaziert die Augen. Deshalb sind regelmäßige Seh-Checks wichtig.

Infos: https://www.sehen.de/sehen/rund-ums-auge/trockene-augen/