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Home Sonderthemen Rügen Kind und Beruf: Wege aus der Karrierefalle
09:22 10.06.2019
Angelika Laurer: dreifache Mutter und Inhaberin eines Fitnessstudios für Frauen. FOTO: OBS/MRS.SPORTY GMBH, FRANK TEIGLER
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Trotz Gleichberechtigung und Frauenquote – nach wie vor sind nur 29 Prozent der Führungspositionen von Frauen besetzt (Eurostat, 2018). Grund ist vor allem die Babypause, nach der Mütter häufig in Teilzeitjobs ohne Aufstiegschancen landen. Selbstständigkeit bietet einen Weg aus der Karrierefalle. Dabei können Frauen insbesondere von einer Gründung mit Franchise profitieren. Denn eine Franchise-Partnerschaft bietet die nötige unternehmerische Sicherheit – auch für Quereinsteiger.

Kind oder Karriere – eine Frage, die sich Frauen nach wie vor stellen müssen, denn der Arbeitsmarkt macht es Müttern nicht gerade leicht. Um Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen, kehren die meisten nach der Babypause als Teilzeitkraft in den Job zurück. Das Problem ist, dass Führungspositionen oft nur in Vollzeit besetzt werden. Der Wiedereinstieg erfolgt daher nicht selten zu schlechteren Bedingungen: Die Arbeit ist niedriger qualifiziert, geringer bezahlt, mit weniger Verantwortung und bietet kaum Aufstiegschancen. Um dem zu entgehen, denken viele Mütter darüber nach, ihre eigene Chefin zu werden. Insbesondere das Gründen mit Franchise-Systemen wie zum Beispiel von Mrs.Sporty ist für Frauen attraktiv. Der Grund: Franchise erhöht die unternehmerische Sicherheit, ermöglicht einen Quereinstieg und bietet sofort ein Netzwerk aus vielen Unternehmerinnen.

Viele nutzen den beruflichen Break nach der Babypause, um ihre Wünsche und Ziele neu zu überdenken. Auf der Suche nach einer passenden Geschäftsidee geht es Frauen vor allem um eine sinnvolle Arbeit, die Erfüllung bringt und Spaß macht. Das macht die Fitnessbranche zu einem besonders beliebten Ziel für eine berufliche Neuorientierung, schließlich verhilft Sport Menschen zu mehr Gesundheit und einem besseren Lebensgefühl. Durch Franchise können auch Quereinsteiger in der Branche durchstarten. Denn innerhalb des Franchise-Systems findet ein Transfer von Wissen und Fertigkeiten statt. Fehlende Branchen-Kenntnisse können auf diese Weise ausgeglichen werden.

So war es auch bei Angelika Laurer. Vor der Mutter-Kind-Zeit war die dreifache Mutter in einer leitenden Position in der Modebranche tätig. Ein Wiedereinstieg nach der Pause war für sie aber nicht möglich: „Angebote für Führungspositionen gab es nur in Vollzeit. Für die Teilzeitjobs im Verkauf galt ich als überqualifiziert. Bei Bewerbungen auf branchenfremde Stellen hieß es hingegen, ich sei zu wenig qualifiziert und zu alt – ein richtiger Teufelskreis“, so Angelika Laurer. Daher entschied sie sich, ihre Leidenschaft für Sport zum Beruf zu machen und ihr eigenes Fitnessstudio für Frauen zu eröffnen. Sie machte ihre Trainierlizenz und baute mit Unterstützung ihres Franchise-Gebers Mrs.Sporty während der Franchise- Ausbildung an der Mrs.Sporty-Academy ihre Kenntnisse in Verkauf und Mitarbeiterführung auf. „Jetzt helfe ich Frauen dabei, Fitness in ihren Alltag zu integrieren“, erklärt die Unternehmerin aus Seeheim- Jugendheim. „Die positiven Rückmeldungen, beispielsweise wenn mir meine Mitglieder erzählen, dass sie keine Rückenschmerzen mehr haben oder Blutdruckmedikamente absetzen konnten, motivieren mich wahnsinnig.“

Frauen setzen stark auf Sicherheit

Eine eigene Gründungsidee, Businesspläne und Marketingstrategien zu entwickeln, kostet viel Zeit. Zeit, die Müttern oft im Alltag fehlt. Zudem sind Frauen beim Schritt ins Unternehmertum stark auf Sicherheit bedacht – vor allem, wenn sie Familie haben. Eine Franchise-Partnerschaft kommt dem entgegen. Als Franchise-Nehmer sind sie rechtlich und finanziell selbstständige Unternehmer, mit einem entscheidenden Vorteil: Sie nutzen das bereits etablierte, erfolgserprobte Geschäftskonzept, Service- und Beratungsleistungen, Markenbekanntheit und die Technologien des Franchise-Systems. Sie profitieren von der Erfahrung und der Unterstützung des Franchise-Gebers. Das minimiert das Risiko. So bestätigt eine Studie des Internationalen Centrums für Franchising & Cooperation, dass Franchise-Gründungen erfolgreicher sind. Demnach sind zwei Jahre nach der Gründung noch 94 Prozent der Franchise-Nehmer aktiv. Bei unabhängigen Gründungen sind es hingegen nur 87 Prozent. „Die Gründung mit Franchise hat mir die Möglichkeit gegeben, eigenverantwortlich etwas auf die Beine zu stellen und selbstständig zu arbeiten“, so Angelika Laurer. „Für mich war das Eröffnen eines eigenen Fitnessstudios genau der richtige Schritt.“

■ Studien renommierter Institute zeigen: Franchise- Gründungen sind erfolgreicher als Einzelgründungen.

■ Innerhalb des Franchise- Systems finden Weiterbildungen und Know-how-Transfer zum Kerngeschäft statt. Das erleichtert den Einstieg für Frauen ohne Branchen-Kenntnisse.

■ Franchise-Nehmer werden bei Anbietern wie Mrs. Sporty zusätzlich mit Führungsseminaren in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit und ihrer Fähigkeiten unterstützt.

Rostock. Wenn eine berufliche Veränderung ansteht, jedoch noch unklar ist, in welche Richtung sich die Zukunft entwickeln soll, ist es hilfreich, innezuhalten und die bestehende Situation aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Dem Wunsch nach Veränderung wird im Workshop „An der Weggabelung?“ mit Hilfe entwicklungsbezogener Coaching- Tools systematisch auf den Grund gegangen. Ziel ist es, die eigenen Gedanken und Vorstellungen zu ordnen, persönliche Fähigkeiten und Interessen unter die Lupe zu nehmen, Wünsche und Wertvorstellungen im beruflichen Kontext zu reflektieren. Das Hauptaugenmerk liegt darauf, Klarheit über die momentane Arbeits(un)zufriedenheit zu gewinnen, um eine Basis für das Entwickeln individueller Lösungswege zu schaffen und somit wirkungsvollen Rückenwind für das Angehen der aktuellen oder anstehenden beruflichen Herausforderung mitzunehmen.

Der Workshop richtet sich an Menschen, die vor einer beruflichen Entscheidung stehen, die sich neu orientieren wollen oder müssen, die Gewissheit suchen, dass der aktuelle Weg der richtige ist oder die das Gefühl haben, am falschen Platz zu sitzen. Geleitet wird der Workshop von Andrea Kaufmann. Er findet am Mittwoch, 19. Juni, von 17 bis 20.30 Uhr beim Frauenbildungsnetz MV e. V., Heiligengeisthof 3, in 18055 Rostock statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 45 Euro, die Plätze sind begrenzt. Anmeldung bis 12. Juni: anmeldung@frauenbildungsnetz.de, unter Telefon: 0381-490 77 14 oder G3, Frauenbildungsnetz M-V, Heiligengeisthof 3, 18055 Rostock.

Kaufmann/-frau im Einzelhandel ist ein dreijähriger anerkannter Ausbildungsberuf im Handel. Die Ausbildung kann übrigens auch im Handwerk stattfinden.

Typische Branchen: Kaufleute im Einzelhandel finden Beschäftigung in Einzelhandelsunternehmen, z.B. in Modehäusern, Baumärkten, Supermärkten, Kaufhäusern, Lebensmittelfachgeschäften, Tankstellen oder seit einigen Jahren auch verstärkt im Versandhandel. Darüber hinaus arbeiten sie auch im Vermietungsund Verleihgewerbe.

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Nicht tarifgebundene Betriebe müssen laut Berufsbildungsgesetz auf jeden Fall eine „angemessene“ Ausbildungsvergütung gewähren. Orientierungsmöglichkeiten bieten die einschlägigen tarifvertraglichen Vereinbarungen; Beispiel Einzelhandel (monatlich brutto) in Mecklenburg-Vorpommern: 1. Ausbildungsjahr 645 Euro, 2. Ausbildungsjahr 710 Euro, 3. Ausbildungsjahr 830 Euro (Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales, September 2018)

Kaufleute im Einzelhandel verkaufen Waren aller Art und beraten Kunden. Außerdem wirken sie bei der Sortimentsgestaltung, beim Einkauf, der Lagerhaltung und der Verkaufsförderung mit und übernehmen Verwaltungs- und Organisationsaufgaben. Das war im Prinzip schon vor 100 Jahren so. Handelt es sich deshalb um einen langweiligen Beruf ohne große Herausforderung? Absolut nicht. Denn die Einzelhandelsbranche befindet sich in einem umfassenden technologischen Umbruch. Und dafür benötigen die Unternehmen motivierte, gut ausgebildete Fachkräfte, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern.

Omnichannel: Verknüpfung von Online- und Offlinewelt im Handel

Einkaufen soll nicht nur bequem und günstig sein, sondern auch Erlebnischarakter aufweisen. Der Handel setzt daher vermehrt auf Omnichannel-Vertrieb und verknüpft analoge mit digitalen Serviceangeboten. Kunden wollen z.B. online bestellte Waren im Laden abholen oder umtauschen, online einen Beratungstermin in der Filiale vereinbaren oder Waren auch im analogen Store digital bestellen können. Fach- und Führungskräfte im Handel werden sich darauf einstellen, dass die digitalen und mobilen Angebote im stationären Einzelhandel verbessert und ausgebaut werden, während Internethändler zunehmend auf Ladenkonzepte mit ausgefallenen Designs und Erlebnissen wie Gastrooder Entertainment-Programmen setzen.

Serviceroboter im Einzelhandel

Roboter sollen künftig nicht nur Regale auffüllen und Bestände kontrollieren, sondern auch Kunden im Laden den Weg weisen und z.B. Auskunft darüber geben, ob ein gewünschter Artikel auch in einer anderen Farbe und Größe oder in einer anderen Filiale vorrätig ist. Um alle Verkaufskanäle miteinander vernetzen zu können, sollen die neuen Serviceroboter auch das Sortiment des jeweiligen Onlineshops parat haben und z.B. zu einem gekauften Kleidungsstück noch ein Accessoire empfehlen und sogleich bestellen. VerkaufsberaterInnen könnten sich künftig intensiver um persönliche Kundenfragen kümmern, Routineanfragen soll Kollege Roboter übernehmen.

3-D-Drucker erfüllen individuelle Kundenwünsche

In der Industrie sind sie bereits beim Prototypenbau im Einsatz: 3-D-Drucker, die die Herstellung dreidimensionaler Objekte auf der Grundlage digitaler Informationen durch das schichtweise Auftragen von Materialien ermöglichen. In den nächsten Jahren werden 3-D-Drucker auch verstärkt den Einzelhandel erobern. Produkte können so direkt vor Ort nach Kundenwunsch gedruckt werden. Um Kunden diesen Service bieten zu können, werden sich Verkaufspersonal und Entscheider mit der neuen Technik vertraut machen.

Virtuelle Anprobe von Kleidungsstücken

Einkaufen in der virtuellen Welt wird zunehmend realitätsnäher – Kunden können Kleidung dank spezieller Software auch online anprobieren, z.B. durch einen Anprobe-Avatar oder virtuelle Umkleiden, bei denen man sich mithilfe von Virtual Reality in einer 360-Grad-Ansicht betrachten kann. Doch auch vor Ort im Ladengeschäft oder beispielsweise auf Modenschauen können virtuelle Bilder des potenziellen Outfits produziert und verschiedene Kleidungskombinationen, Stoffmuster und Farben ausprobiert werden. Fachkräfte und Entscheider in der Bekleidungsbranche werden sich damit vertraut machen müssen.

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