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Home Sonderthemen Wismar Großfeuer in Kalkhorst: Kameraden in nächtlichem Einsatz
12:54 31.10.2019
Feuer in Kalkhorst: Am 29. September brannte es auf dem Betriebsgelände der Norica Milchhof GmbH lichterloh. Foto: privat

Am 29. September leuchtete um 2 Uhr nachts ein heller Feuerschein am nächtlichen Himmel. Bei der Leitstelle Schwerin gingen mehrere Anrufe besorgter Bürger aus Kalkhorst ein: Auf dem Betriebsgelände der Norica Milchhof GmbH war ein Großfeuer ausgebrochen.

Als die alarmierten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Kalkhorst, Brook, Elmenhorst sowie die Kameraden auf den Nachbarorten Dassow, Klütz und Boltenhagen mit etwa 100 Kameraden anrückten, standen rund 2000 Strohballen in komplett in Brand. Gefahr bestand weiterhin für ein in unmittelbarer Nähe befindliches Stallgebäude. Die Einsatzleitung entschied sich für ein kontrolliertes Abbrennen der Ballen sowie den Schutz des Stallgebäudes.
       

Dafür wurde Löschwasser aus dem Hydrantennetz und sogar aus Privatteichen nahegelegener Grundstücke entnommen. Dort wurde das Wasser allerdings allmählich knapp.

Die Kameraden der gegen 8 Uhr am Morgen zur Ablösung nachalarmierten Wehren aus Harkensee und Damshagen mussten daher auf neue Löschwasserentnahmestellen zugreifen.

Erst am Montagnachmittag gegen 16 Uhr konnte die Einsatzleitung die erlösenden Worte „Feuer aus“ an die Leitstelle melden. Für die Kameraden war es ein langer Einsatz – auch der starke Wind erschwerte immer wieder die Situation. Eine großartige Unterstützung war da: Die Rundum-die-Uhr-Verpflegung durch den Kalkhorster Konsum. Dafür noch einmal ein großes Dankeschön!

Und auch hier zeigte sich wieder einmal wie wichtig die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren ist. Dank an die Kameraden, die hierfür immer wieder einen großen Teil ihrer Freizeit investieren.


Abschlussfoto nach der Alpaka-Wanderung. Alle Teilnehmer hatten viel Spaß an diesem naturkundlichen Angebot. Foto: privat
Abschlussfoto nach der Alpaka-Wanderung. Alle Teilnehmer hatten viel Spaß an diesem naturkundlichen Angebot. Foto: privat

Wie bereits in den vergangenen Jahren haben die Kinder der Kita „Kleine Strolche“ mit ihren Eltern, Geschwistern und Großeltern am 14. September einen schönen Ausflug in die Natur unternomme. In diesem Jahr konnten wir unsere naturkundliche Wanderung mit den Alpakas Leopold, Ares und Alberto vom Alpaka- Hof Hamberge und dem Betreiber Herrn Holter durch den Everstorfer Forst bei herrlichem Wetter und Sonnenschein genießen.

Die große Besonderheit, die für leuchtende Augen bei den Kindern und Erwachsenen gesorgt hat, war, dass jeder einmal die Zügel der Tiere halten und als Herdenbegleiter eine wichtige Rolle spielen durfte, wenn er denn wollte. Denn: Die drei Alpakas zwischen drei und sieben Jahren sind darauf trainiert anzuhalten oder sich „aus der Gefahrenzone“ zu drehen, sobald ein Mensch die Zügel zu locker oder gar loslässt bzw. sich zu weit an seine Seite in Richtung Hinterteil bewegt – sie laufen sozusagen „bei Fuß“. Außerdem sind sie sehr neugierig und beschnuppern gern ihre Begleiter und beobachten auch sonst ihre Umgebung sehr aufmerksam.

Nach der Wanderung mit einigen kleinen Pausen, in denen die Alpakas das Gras des Waldes und der Wiesen genüsslich verputzten, die Wanderer sich stärken konnten und die Zügel untereinander getauscht wurden, erzählte Herr Holter viele spannende Details zu den Tieren, was die Haltung auf einem Hof oder auch das Training vom Alpaka als Therapie-Tier angeht. So entscheidet beispielsweise jedes Tier, was ein Therapie-Patient, Besucher oder Begleiter mit dem Tier machen darf – so darf ein Mensch mit ihm Kuscheln und ein anderer eben nicht. Das ruhige Spazierengehen inmitten von großen und geräuschvollen Menschenansammlungen, wie bei unserer Wanderung, stellt für solche trainierten Tiere keine Bedrohung dar, sondern ist für sie völlig normal, um ein weiteres Beispiel für den Unterschied zu einem „normalen“ Tier zu benennen.

Nach dem Abschlussfoto vor dem Naturschutzgebiet durften sich alle zum Ausklang auf dem Hof der Alpakas umsehen und bereits geschorene Alpaka-Wolle mit Schafwolle vergleichen, staunen, dass Alpakas nur an einer Stelle auf dem Hof ihr Geschäft verrichten und beobachten, dass es in einer Alpaka-Herde Rangordnungen gibt und sie ganz schön schnell laufen können, um miteinander zu spielen oder Ihren Rang zu erobern.

Wir freuen uns sehr, dass alle Wandersleut und Tiere einen schönen Vormittag hatten und sind gespannt, wohin die Wanderung im nächsten Jahr wohl gehen wird.

An dieser Stelle möchten wir uns gern beim Sportverein Damshagen bedanken, der diese besondere Wanderung durch den Wald finanziell ermöglicht hat. Durch die Zusammenarbeit zwischen dem SV Damshagen und dem JHZ „Käthe Kollwitz“ als Träger der Kindertagesstätte Damshagen können jedes Jahr verschiedene Feste und Ausflüge organisiert werden. Maria Grün, Elternrat der Kita Damshagen

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