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Home Sonderthemen Sonstiges Grabsteine – Ein Zeichen der Erinnerung
16:51 12.09.2018

Erstmals überhaupt findet dieses Jahr der Tag des Grabsteins statt. Am 20. Oktober steht der Gedenkstein, wie der Grabstein auch oft genannt wird, im Mittelpunkt.

Bereits in der Antike wurden außerhalb der Städte von griechischen, griechisch-römischen und römischen Gesellschaften so genannte Gräberstraßen mit Grabsteinen angelegt. Später übernahmen die Christen diese Sitte und etablierten diese als Tradition. Grabsteine haben sich als sichtbares Gedenkzeichen in verschiedenen Kulturen und Religionen auf Friedhöfen weltweit als Zeichen des Andenkens und der Dankbarkeit unverzichtbar gemacht.

Ribnitz-Damgartener Bestattungshaus Rehberg

Rituale und Symbole geben Menschen Halt. Vor allem dann, wenn nur noch die Erinnerung lebt. Das Grab ist der Ort der Erinnerung, ein Ort, an dem Trauer erlebt und verarbeitet werden kann. Einem guten Grabstein gelingt es, die Identität des Verstorbenen zu bewahren und mit ihm über den Tod hinaus in Verbindung zu bleiben. Der Besuch am Grab ist ein wichtiges, ein zentrales Trauerritual für die Trauerbewältigung.

Schön gestaltete, personenbezogene Grabsteine werten nicht nur den Friedhof optisch auf, sie sind auch die letzte Möglichkeit, einem Verstorbenen gegenüber Liebe, Respekt und Dankbarkeit für dessen Lebensleistung auszudrücken. Heute werden oft moderne Grabsteine im Materialmix aus verschiedenen Natursteinen kombiniert und gefertigt. Man kann überrascht sein wie schön, schlicht und zeitlos elegant Grabsteine heute sein können. Auf den Friedhöfen zeigt es sich bereits, dass bundesweit sehr viele Hinterbliebene die Möglichkeiten der modernen Grabmalgestaltung gerne nutzen.


Bestattungshaus Claus GmbH

Initiiert wird der Tag des Grabsteins vom Friedhofsexperten Alexander Hanel, der ebenfalls den Friedhofskulturkongress, einen Fachkongress über die Zukunft der Friedhöfe, ins Leben gerufen hat. Auch schuf er das „Erste Fashionlabel für Grabsteine – Rokstyle“, für das er mit mehreren Preisen für Innovation, Design, Nachhaltigkeit und Qualität ausgezeichnet wurde wie beispielsweise dem German Brand Award, German Design Award, Plus X Award, Bestattungen- Award und dem Green Product Award.

Weitere Informationen finden Sie unter www.tagdesgrabsteins.de akz-o

Wer die Berichterstattung über Bestattungen verfolgt, gewinnt den Eindruck, die Beisetzung auf dem Friedhof sei nur noch ein Randthema. Vielfältige neue Formen der Bestattung in Wäldern und andere extravagant anmutende neue Bestattungspraktiken werden präsentiert. Das Kuratorium Deutsche Bestattungskultur wollte es genauer wissen und hat eine deutschlandweit repräsentative Umfrage des Forschungsinstituts DIMAP beauftragt. Dabei zeigt sich, dass heute die Mehrheit die Feuerbestattung der Erdbestattung vorzieht, die Urnen jedoch mit über 94 Prozent auf den rund 32 000 Friedhöfen unseres Landes beigesetzt werden.

Tendenziell wünschen sich die Deutschen vor allem individuellere und pflegefreie Grabanlagen. Durch weit entfernt lebende Familien ist die traditionelle Grabpflege kaum zu realisieren. Vor allem ältere Menschen sprechen immer wieder den bangen Satz aus, sie wollten ihren Angehörigen nicht zur Last fallen. Leider wird dabei verkannt, dass sich ihre Angehörigen oft einen konkreten Trauerort wünschen, gerade wenn sie weit weg leben. Bestatter vermitteln Grabpflegevereinbarungen, die wesentlich günstiger sind als oft angenommen. Bestatter beraten Vorsorgende ausführlich und kostenfrei.

Das Kuratorium Deutsche Bestattungskultur hat sich die Förderung und Weiterentwicklung der Bestattungskultur zur Aufgabe gemacht. Es weist darauf hin, dass unsere Friedhöfe mehr Kreativität und Fantasie brauchen. Zwar gibt es vorbildliche Friedhofsanlagen, oft jedoch aber genau das Gegenteil, wo lediglich rückläufige Belegungszahlen verwaltet werden und sich die Gebührenspirale immer weiter dreht. Oliver Wirthmann vom Kuratorium Deutsche Bestattungskultur betont, dass Menschen heute neue Formen der Trauerbewältigung praktizieren wollen: „Unsere Friedhöfe müssen individueller und bunter werden!“, so seine Überzeugung. akz-o

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