Menü
Anmelden
Wetter Regenschauer
19°/14°Regenschauer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland

Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern

Home Sonderthemen Grimmen Es gibt keinen Anlass für eine Entwarnung
15:58 15.04.2020

Bauen wird teurer und aufwendiger. Dafür sind unter anderem die strengeren Anforderungen an die energetische Qualität, aber auch steigende Erwartungen der Bauherren selbst verantwortlich. Beim Dauerthema Baumängel gibt es vor diesem Hintergrund keinen Anlass zur Entwarnung, wie der unabhängige Verbraucherschutzverein Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) in einer aktuellen Analyse feststellte. Im Durchschnitt 29 Beanstandungen pro Bauprojekt verzeichneten die Autoren der Studie, die im Auftrag des BSB vom Institut für Bauforschung (IFB) durchgeführt wurde

Fast die Hälfte der festgestellten Mängel entsteht laut einer aktuellen Studie bereits bis zur Fertigstellung des Rohbaus. Foto: www.markopriske.de
Fast die Hälfte der festgestellten Mängel entsteht laut einer aktuellen Studie bereits bis zur Fertigstellung des Rohbaus. Foto: www.markopriske.de

Aus kleinen Fehlern können teure und zeitaufwendige Nacharbeiten erwachsen

Mit 100 Hausbauten und rund 700 Baustellenbegehungen kann diese aktuelle Baumängelstudie als repräsentativ angesehen werden. Fast die Hälfte der festgestellten Mängel entsteht demnach bereits bis zur Fertigstellung des Rohbaus. BSB-Sprecher Erik Stange weist in diesem Zusammenhang auf das große Schadenspotenzial hin: „Werden die Mängel nicht rechtzeitig erkannt und infolgedessen überbaut, können aus kleinen Ausführungsfehlern Schäden entstehen, die später nur mit hohem finanziellen und zeitlichen Aufwand wieder auszubügeln sind.“ Bleibt der Bauherr auf den zusätzlichen Kosten sitzen, könne das leicht seinen Finanzierungsrahmen sprengen. Stange empfiehlt: „Wer sich schützen will, beauftragt eine baubegleitende Qualitätskontrolle durch einen unabhängigen Sachverständigen. So lassen sich Mängel frühzeitig erkennen und leicht beheben.“ Unter www.bsb-ev.de gibt es weitere Infos zu der Studie und Adressen von unabhängigen Bauherrenberatern und Vertrauensanwälten.

Fehler entstehen nicht nur während des Baus, oft weist schon die Planung diverse Mängel auf. So zeigt die Studie des Verbraucherschutzvereins Bauherren-Schutzbund e.V., dass tatsächlich in 99 Prozent der untersuchten Bauobjekte Planungsunterlagen fehlten, die für eine auftragsgerechte Umsetzung wichtig sind. Bei 20 Prozent der Bauten gab es keine statischen Angaben zur Tragwerksplanung, die entscheidend für Stand­sicherheit und Baukonstruktion sind.

Auch hier rät BSB-Sprecher Erik Stange zu einer Kontrolle. „Unabhängige Berater können die Vertragsunterlagen und die Baubeschreibung auf Vollständigkeit prüfen. Fehlen wichtige Teile, kann der Bauherr Nachforderungen an seinen Vertragspartner stellen.“ djd

INFO: www.bsb-ev.de


Ihre Förderung für einen Neubau

Sie interessieren sich für ein neues Haus oder eine neue Eigentums­wohnung? Wenn Sie jetzt bauen oder eine neue Immobilie kaufen, können Sie zum Beispiel mit diversenen KfW-Fördermitteln rechnen. Attraktiv sind vor allem die hohen Tilgungs­zuschüsse für energie­effziente Neu­- bauten und das Bau­kinder­geld.

Im Internet stellt die Kreditanstalt für Wiederaufbau u. a. einen Produktfinder sowie eine Übersicht der Förderprodukte zur Verfügung.

INFO: www.kfw.de/inlandsfoerderung/­Privatpersonen/Neubau

4
/
19
Anzeige
Datenschutz