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Home Sonderthemen Sonstiges Es geht auch ganz persönlich – die neue Art zu trauern
11:57 17.04.2020
In einem Schmuckstück können Trauernde Blüten oder ein paar Haare des geliebten Verstorbenen unauffällig bei sich tragen. Durch einen speziell entwickelten Mechanismus ist es garantiert nie mehr möglich, die Anhänger zu öffnen. Foto: djd/www.nanogermany.de

Unsere Art zu trauern und mit dem Verlust eines geliebten Menschen fertig zu werden, verändert sich. An die Stelle der klassischen Friedhöfe treten inzwischen zum Beispiel Kirchenkolumbarien mit Urnenfächern. In den Räumen dieser Gebäude sollen Hinterbliebene Schutz und Trost in schwierigen Momenten finden. Der Hintergrund: Die Zahl der traditionellen Beerdigungen im Sarg geht zurück, mehr als 70 Prozent der Verstorbenen erhalten inzwischen eine Feuerbestattung.

Eine Erinnerung an wertvolle Momente

Dieser Entwicklung sind auch neue Möglichkeiten zu verdanken, sich auf sehr persönliche Weise jeden Tag an Verstorbene zu erinnern. „Trauerschmuck ist ein Weg, wertvolle Momente festzuhalten und die Erinnerung daran unauffällig bei sich zu tragen“, sagt Eva Deppe, Geschäftsführerin der Nano Solutions GmbH. Das Familienunternehmen schließt Haare, Blüten oder Asche in schmückenden Anhängern in einer kleinen unsichtbaren Kammer ein. Die Schmuckstücke aus speziellem Edelstahl, verziert mit Gold oder Silber, können vom Bestatter auch bei einer kleinen Trauerzeremonie zusammen mit den Angehörigen gefüllt werden. Nach dem Verschließen ist es dank eines eigens entwickelten Mechanismus nie mehr möglich, die Anhänger zu öffnen. Wer gern den Fingerabdruck des geliebten Menschen bei sich tragen möchte, kann dies mit einer Kette oder einem Armband tun. Daran ist ein kleines Schmuckstück aufgefädelt, auf die der Fingerabdruck mithilfe eines Lasers aufgetragen wird.

Solche Erinnerungsstücke und auch ganz neue Orte des Gedenkens können dabei helfen, den Verlust auf individuelle Weise zu verarbeiten. Denn Trauer ist persönlich immer unterschiedlich und hat eigene Regeln. Mancher erfasst schnell, dass der geliebte Mensch tot ist. Ein anderer braucht Zeit und Raum dafür. Sogenannte Ewigkeitsbrunnen gehören inzwischen ebenfalls zur Erinnerungskultur. Die Asche der Verstorbenen wird dort in einem unterirdischen Hohlraum bestattet, über dem eine brunnenähnliche Gedenkstätte mit Natursteinstelen errichtet ist. Auf den Stelen der Gedenkstätte sind die Namen der Bestatteten eingraviert. djd

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