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Home Sonderthemen Mecklenburg Energie und CO2 einsparen
13:18 12.11.2020
Wer die Wohlfühltemperatur in seinen Räumen anpasst, kann damit jede Menge Energie sparen. Foto: IWO

Während die Tage kürzer werden, verlagert sich unser Leben wieder mehr nach drinnen. Die Abende im Garten oder auf dem Balkon sind vorbei – stattdessen machen wir es uns lieber auf dem Sofa gemütlich. Und während die Temperaturen draußen sinken, steigt der Wärmebedarf in den eigenen vier Wänden. Damit beginnt auch die Zeit, die im Haushalt die höchsten Energiekosten verursacht. Wie kann man hier sparen, ohne zu frieren? Das Institut für Wärme und Mobilität (IWO) hat ein paar Tipps zusammengestellt.

Klingt logisch, wird aber oft missachtet: Der einfachste Tipp ist, die Heizkörper nicht ständig mit Vorhängen, Möbeln oder Verkleidungen zu verdecken. Nur so kann eine optimale Wärmeausbreitung in den Räumen erreicht werden. In schlecht gedämmten Ecken kann eine wärmereflektierende Thermofolie zusätzlich Energieverluste mindern und die vom Heizkörper produzierte Wärme zurück in den Raum reflektieren.

Die richtige Temperatur für jeden Raum wählen: Jedes Grad Raumtemperatur, um das die Heizung heruntergeregelt werden kann, ohne, dass es ungemütlich wird, spart Energie. Daher sollte man genau überlegen, welche die eigene Wohlfühltemperatur in Küche, Bad, Wohn- und Schlafzimmer ist und gegebenenfalls einmal ausprobieren, ob es nicht auch mit ein oder zwei Grad weniger noch angenehm ist.

In wenig genutzten Räumen, bei Abwesenheit und während der Nacht sollte die Raumtemperatur abgesenkt werden. Allerdings nicht unter 14 bis 16 °C, um Feuchte- oder Frostschäden vorzubeugen.

Richtig lüften: Anstatt die Fenster „auf Kipp“ zu stellen, besser immer für wenige Minuten die Heizkörper ausstellen und die Fenster komplett öffnen – am besten so, dass Durchzug entsteht. Das gilt vor allem für Bad und Küche, damit hier entstandener Wasserdampf schnell nach draußen abziehen kann. Zusätzlich Türen geschlossen halten, damit die Feuchtigkeit nicht in andere Räume entweicht.


Smarte Thermostate installieren: So kann die Temperatur nachts oder tagsüber, wenn alle Familienmitglieder für einen längeren Zeitraum außer Haus sind, heruntergefahren und automatisch programmiert oder per Smartphone-Steuerung wieder hochgeregelt werden.

Rechtzeitig modernisieren: Wenn ein Heizkessel schon länger als 20 Jahre seinen Dienst versieht, sollten Eigentümer einen Austausch angehen, da die Heiztechnik in dieser Zeit deutlich effizienter geworden ist. So spart beispielsweise ein moderner Öl-Brennwertkessel im Vergleich zu einer älteren Heizung Brennstoff und somit auch Treibhausgasemissionen ein. Zusätzlich lassen sich erneuerbare Energien einbinden und machen so eine moderne Hybridheizung aus der Anlage.

Behagliche Wohlfühlatmosphäre lässt sich auch mit ein, zwei Grad niedrigerer Raumtemperatur erreichen.. Foto: IWO/AdobeStock:contrastwerkstatt
Behagliche Wohlfühlatmosphäre lässt sich auch mit ein, zwei Grad niedrigerer Raumtemperatur erreichen.. Foto: IWO/AdobeStock:contrastwerkstatt

Dazu noch ein Tipp für das Badezimmer: Beim Duschen lässt sich mit einem modernen Duschkopf mit Wassersparfunktion der Energieverbrauch deutlich verringern. Bei einem Spar-Duschkopf wird Luft in den Wasserstrahl gesprudelt und auf diese Weise eine Einsparung von bis zu 50 Prozent Wasser erreicht – und das ganz ohne spürbaren Komfortverzicht. IWO

Info www.zukunftsheizen.de


Neue Technik und der Staat zahlt mit

Die Richtlinie zur Förderung der Heizungsoptimierung durch hocheffiziente Pumpen und hydraulischen Abgleich (HZO-Programm) läuft 2020 aus. Das Förderprogramm des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) startete am 1. August 2016 mit dem Ziel, einen Anreiz für energetische Optimierungen zu setzen. Anträge sind noch bis zum 31. Dezember 2020 möglich. Wer von der staatlich geförderten Modernisierung profitieren möchte, sollte zeitnah die Förderung beantragen.

Der Gebäudesektor bleibt weiterhin für einen großen Anteil des Energieverbrauchs und damit auch für CO2-Emissionen in Deutschland verantwortlich. Laut Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) entfallen fast 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland auf den Gebäudesektor. Insbesondere veraltete Heizsysteme verbrauchen große Mengen an Energie. Als Anreiz für Unternehmen und Kommunen, Heizungsanlagen zu optimieren und Einsparpotenziale zu heben, initiierte das BMWi das Förderprogramm für die Heizungsoptimierung (HZO), dessen Durchführung das BAFA verwaltet. Die Förderung beträgt 30 Prozent der Nettoinvestitionskosten (höchstens 25 000 Euro pro Vorhaben) für Leistungen sowohl im Zusammenhang mit dem Ersatz von Heizungs-Umwälzpumpen und Warmwasser-Zirkulationspumpen durch hocheffiziente Pumpen als auch im Zusammenhang mit dem hydraulischen Abgleich.

Betreiber, die ihren Pumpenbestand modernisieren, profitieren auf mehreren Ebenen: Sie verfügen über neue Technik und erhöhen damit ihre Betriebssicherheit. Zusätzlich schonen sie ihre Liquidität und die Umwelt. Der besondere Vorteil des Konzepts: Die Projektkosten richten sich nach der nachweisbaren Senkung des Verbrauchs, sodass keine Investitionen beim Kunden anfallen und er trotzdem von der Förderung profitiert.

Info www.foerderung-leea-mv.de


Ohne Mikroplastik

Mineralische Farben frei von umweltbelastenden Inhaltsstoffen

Mineralfarben sind mit ihren nachhaltigen Grundstoffen eine der beliebtesten Wandbeschichtungen, wenn es um wohngesunde Materialien geht. Sie sind natürlich und lassen sich in vielen Farbnuancen streichen. Dabei spielen Raumluftqualität und Wohngesundheit eine große Rolle. Aus der Fülle an Wandfarben, die der Markt bereithält, ragen allerdings viele Farben und Lacke heraus, in denen kunststoffhaltige Bindemittel eingesetzt werden. Konventionelle Bindemittel wie Reinacrylat, Silikonharze oder Styrol-Acrylat sind kleine Kunststoffteilchen; Mikroplastik, das die Umwelt belastet, weil es sich schwer abbauen lässt.

Nachhaltigkeit und Leistungsstärke

Das mineralische Profi-System Ecolith vom ökologisch orientierten Hersteller Auro verbindet Nachhaltigkeit und Leistungsstärke. Die eingesetzte neuartige Graphen- Technologie, gepaart mit der speziellen Farbrezeptur, macht die mineralischen Farben hochleistungsstark. Graphen- Netze bilden in der Farbstruktur sehr große Oberflächen. Dadurch verleihen sie den Anstrichen eine enorm hohe Reichweite, eine höhere Haftung und Flexibilität. Trotz dieses hohen Leistungsspektrums sind die Kalkfarben nach Herstellerangaben völlig frei von Mikroplastik oder anderen umweltbelastenden Inhaltsstoffen. spp-o

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