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Home Sonderthemen Mecklenburg Eisbären baden täglich, Pinguine lieben Sprotten!
14:55 25.09.2019
Badet täglich: das Rostocker Eisbärentrio Noria, Akiak und Sizzel. Foto: Gisela Hentschel
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ROSTOCK. Das vor einem Jahr eröffnete Polarium im Rostocker Zoo begeistert die Einwohner und Gäste der Stadt. Seit dem 22. September 2018 haben 680 000 Besucher die neue Heimstätte der Eisbären und Humboldtpinguine sowie die Meereswelten und das Ausstellungszentrum gesehen. Jetzt wurde der erste Geburtstag gefeiert. „Mit Stolz und großer Freude haben wir erlebt, wie die Zoofreunde nach einer langen Ära der historischen Bärenburg ihr neues Polarium angenommen haben“, so Zoodirektor Udo Nagel. „Die drei noch jugendlichen Eisbären Sizzel (4), Noria (3) und Churchills Enkel Akiak (4) sind inzwischen unzertrennlich und genießen gemeinsam ihre Jugendzeit auf der neuen Anlage. Die Bruthöhlen der Humboldtpinguine haben sich bewährt, hier gibt es bereits zweimal Nachwuchs. Und auch die mystischen Meereswelten mit den Aquarien und Quallenkreisel haben sich positiv entwickelt. Zum ersten Geburtstag gibt es nun vom Rostocker Zoo – angelehnt an die zwölf Monate eines Jahres – zwölf interessante Fakten zum Polarium.

1. In zwölf Monaten Polarium ist kein Tag vergangen, an dem Akiak, Noria und Sizzel nicht baden waren. Die drei „Wasserratten“ schwimmen, tauchen und spielen täglich ausgiebig.

2. Rund 10 000 Kilogramm Rindfleisch und Fisch haben die drei Eisbären im ersten Jahr vertilgt. Aber auch Obst und Gemüse standen auf dem Speiseplan, so unter anderem Wassermelonen, Möhren, Äpfel und Birnen. Dabei lassen sich die Tierpfleger immer wieder neue Herausforderungen einfallen, um den Spiel- und Jagdtrieb der Könige der Arktis bei der Futtersuche zu erwecken.

Foto: Livii Androni - Fotolia
Foto: Livii Androni - Fotolia

3. Im vergangenen Jahr wurde die Zusammenarbeit mit der Artenschutzorganisation Polar Bears International (PBI) ausgebaut. Der Zoo hat eine Patenschaft für ein Weibchen mit Sender in der Wildnis übernommen und es Vilma genannt. Seit Oktober 2018 hat Vilma bereits 3222 Kilometer zurückgelegt (https://polarbearsinternational.org/polar-bears/tracking).

4. Innerhalb von zwölf Monaten hat Akiak sein Gewicht um 130 Kilo gesteigert. Bei seinem Umzug nach Rostock wog er 420 Kilo. Inzwischen sind es stattliche 550 Kilo.

5. Die 27 Humboldtpinguine waren nicht weniger hungrig und verspeisten in zwölf Monaten immerhin auch rund 5500 Kilogramm Fisch, dabei vor allem Sprotten, Lodde und Hering.

6. In zwölf Monaten Polarium sind zwei Pinguinküken geschlüpft. Sie kamen am 8. Mai und am 16. Juni zur Welt. Die beiden erfreuen sich bester Gesundheit und sind inzwischen schon richtig groß geworden.

7. Einmal hatten die Pinguine schon die Mauser. Damit haben auch die jüngeren Tiere nun ihr fertiges schwarz-weißes Erwachsenen-Federkleid. Dadurch sind die beiden Jungtiere gut vom Rest der Gruppe zu unterscheiden.

8. Hinter den Kulissen gab es zeitweise einen „Untermieter“. Pelikan Manni wurde von den Pflegern im Polarium von Hand aufgezogen. Inzwischen ist er zu seinen Artgenossen auf den Pelikanteich gezogen.

9. In den Meereswelten gab es im Wechsel mehr als zehn spannende Quallenarten zu bestaunen. Sieben verschiedene Arten können hier in den verschiedenen Quallenkreiseln gleichzeitig gezeigt werden, so beispielsweise die Mützenmeduse, Spiegeleiqualle, Kompassqualle, Amakusa-Feuer-Qualle oder die Papua-Schirmqualle.

10. In den Meereswelten haben auch drei Anglerfische ihr Zuhause gefunden. Diese sind nicht immer auf Anhieb auszumachen, da Anglerfische wahre Tarnungskünstler sind, die sich farblich ihrer Umgebung anpassen können.

11. Die vier Feuerfische in den Meereswelten, sogenannten Lauerjäger, haben gelernt, sich von den Tierpflegern „von Hand“ füttern zu lassen. Das ist sehr zum Vorteil ihrer Mitbewohner im Aquarium, denen sie sonst alles wegfressen würden.

12. Über 680 000 Zoofreunde im Polarium im ersten Jahr nach der Eröffnung bedeuten auch ein großes Interesse für den Natur- und Artenschutz, der im Mittelpunkt der Ausstellung im Besucherzentrum steht. Im Ausstellungsbereich wird über die Besonderheiten und die Gefährdung des größten Landraubtieres sowie die Folgen des Klimawandels informiert.

Übrigens: Während der Herbstferien bietet der Zoo Rostock vom 9. bis zum 11. Oktober erstmalig eine 3-tägige Ferienbetreuung für Schulkinder an.

Weitere Informationen zum Ferienprogramm unter www.zoo-rostock.de.


Groß und Klein sind am 2. Oktober zum Taschenlampenkonzert in den Warnemünder Kurhausgarten eingeladen. Das Konzert beginnt um 19 Uhr (Einlass ab 18 Uhr) mit einer aufwendigen Lichtshow und mitreißenden Liedern. Wenn es dunkel wird, folgt der Höhepunkt des Abends und die Zuschauermenge verwandelt sich in ein leuchtendes Taschenlampen-Meer.

Tickets im VVK: 10 Euro p.P. in den Tourist-Informationen Rostock und Warnemünde, im Pressezentrum sowie auf www.mvticket.de.

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