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Home Sonderthemen Ausbildung, Studium & Beruf Editorial
22:42 24.09.2018
Das Redaktionsteam: Christine Borgwald (l.) und Kerstin Rathje-Wesselow.

Das Abschlusszeugnis in der Tasche. Und jetzt? Ausbildung oder Studium? Freiwilliges Soziales Jahr oder ins Ausland? Jetzt habt Ihr alle Möglichkeiten, aber auch die Qual der Wahl. Denn die Zeiten, in denen Ausbildungsplätze knapp und 50 Bewerber und mehr auf eine Lehrstelle kamen, sind längst vorbei. Heute müssen sich viele Arbeitgeber um junge Leute bewerben. Wer seinen eigenen Nachwuchs im Unternehmen ausbilden will, muss seinen Mitarbeitern was bieten. Allerdings: Auch in Zeiten des Fachkräftemangels müssen die Leistungen stimmen. Schon am zweiten Tag müde ins Büro kommen und am dritten Ta g den Krankenschein vorlegen, zieht nicht. Jeder Chef sucht motivierte Leute, die ihren Job gern machen. Deshalb ist es umso wichtiger, beruflich das zu machen, was einem Spaß macht. Informiert Euch und probiert Euch aus. Macht Praktika und sammelt Erfahrungen.

In diesem Heft haben wir viele Informationen für Euch zusammengefasst. Außerdem lohnt sich ein Besuch der Jobfactory, der größten Messe für Ausbildung und Studium in Mecklenburg-Vorpommern, die am 14. und 15. September in der HanseMesse Rostock stattfindet. Dort habt Ihr die Gelegenheit, mit vielen Leuten rund um Thema berufliche Zukunft ins Gespräch zu kommen.


So beeinflusst die Digitalisierung die Berufswelt

Die berufliche Bildung muss zum Taktgeber für die Arbeitswelt der Zukunft werden! Denn kein Bildungs- und Qualifizierungsweg ist so gut geeignet, um die Menschen auf die betrieblichen Anforderungen von morgen vorzubereiten. Dafür müssen jedoch vor allem die Potenziale besser genutzt werden, die mit der Digitalisierung gerade für die berufliche Aus- und Weiterbildung verbunden sind. Dann erhält die berufliche Bildung auch wieder die Wertschätzung, die sie verdient.“ Das erklärte der Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Friedrich Hubert Esser. Gerade die Verbindung von praxisorientierter Ausbildung in Arbeitsprozess oder Kundenauftrag mit systematischem Lernen in der Berufsschule sei optimal für Jugendliche und junge Erwachsene. Auf diese Weise könnten sie, so Esser weiter, auch jene Schlüsselqualifikationen und überfachlichen Kompetenzen erwerben, die zukünftig unerlässlich seien. Hierzu zählten etwa das Überblickswissen, das Erkennen von Zusammenhängen, prozessorientiertes Handeln sowie die Fähigkeit, Probleme zu lösen.

„Digitale Medien und virtuelle Lernumgebungen bieten mit ihren völlig neuen Möglichkeiten die Chance, die Lernmotivation der Menschen zu fördern und der Lernortkooperation zwischen Betrieben, Berufsschulen und überbetrieblichen Bildungszentren einen neuen Schub zu verleihen. So können wir digitales Lernen und Arbeiten innovativ miteinander verbinden“, betonte Esser. Zudem biete sich ein verstärkter Einsatz digitaler Lehr- und Lernmedien auch in der beruflichen Weiterbildung an. BIBB

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