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Home Sonderthemen Rügen Der Club der toten Dichter 2019
17:49 01.04.2019
Sängerin Katharina Franck (vorn) ist mit dem Club der toten Dichter im Theater der Insel zu Gast. Foto: Theater Vorpommern
Theater Vorpommern GmbH
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Katharina Franck und der Club der toten Dichter präsentieren am Freitag, 26. April, eine Vorstellung im Theater der Insel unter dem Motto „Theodor Fontane neu vertont“. Los geht es um 19.30 Uhr. 

„Sie taucht in jeden Song ein wie in tiefes Wasser“, schrieb die Journalistin Regine Buddeke einmal über Katharina Franck. Seit einigen Jahren lebt die Sängerin und Songwriterin, deren unverwechselbare Stimme seit den Erfolgen ihrer Band Rainbirds fast jeder kennt, in der Nähe von Neuruppin, dem Geburtsort Theodor Fontanes. In der „Grafschaft Ruppin“, in der die berühmten „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ ihren Anfang nahmen. Die erste Wanderung führte Fontane über das Wasser des Ruppiner Sees nach Wustrau. Am Wasser des Molchowsees in Alt Ruppin vertonte Reinhardt Repke, Gründer und Komponist des Clubs der toten Dichter, die ersten Gedichte Fontanes neu. Vor einigen Jahren waren Franck und Repke schon mit Rilke sehr erfolgreich in ganz Deutschland unterwegs. Nun treffen Sie sich wieder, zwischen all den Seen des Ruppiner Landes, um erneut miteinander zu arbeiten. 

Katharina Franck ist Sängerin durch und durch. Ihr Selbstverständnis als Musikerin beschreibt Fontanes Gedicht „Auch ein Herzenstrost“ in den ersten Zeilen: 

„Mein Freund, du frägst, warum ich singe? Das ist mir eine Frage, das; Ich singe, nun, ich singe, singe – Mir macht einmal das Singen Spaß“.

Fontane wird 200! – und Reinhardt Repkes Club der toten Dichter geht im Jubiläumsjahr 2019 mit Neuvertonungen des Dichters und Schöpfers berühmter Frauenfiguren, wie Effie Briest, Jenny Treibel, Grete Minde auf Tournee. Das berühmte Gedicht „John Maynard”, die Maynard-Suite, wie sie innerhalb des Clubs genannt wird, da Repke das Gedicht in drei Songs aufgeteilt hat, wird dabei sein. Und „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“, das beliebteste Gedicht der Deutschen, wie mal einer schrieb, hat seinen Platz im Programm.

Marcel Reich-Ranicki liebte Fontane, Günter Grass war Bewunderer und für Thomas Mann war er sogar ein „Sänger“. Theodor Fontane hätte sich sicher darüber gefreut und dennoch erwidert:„Nur kein Gegrübel, Was es sei; Wohl oder übel – Der Scherz ist frei.“


Foto: Theater Vorpommern
Foto: Theater Vorpommern

Der Dirigent und Moderator GMD Florian Csizmadia lädt am Donnerstag, 18. April, zu einem Gesprächskonzert für aufmerksame Zuhörer mit dem Philharmonischen Orchester Vorpommern ein. Die Vorstellung beginnt um 19.30 Uhr. Unter dem Titel „Große Werke Schritt für Schritt“ wird es die Sinfonie Nr. 9 eMoll op.95 „Aus der neuen Welt“ von Antonin Dvorák zu hören geben. Florian Csizmadia erläutert anhand von Dvoráks Meisterwerk nicht nur die Umstände, unter denen die Sinfonie „Aus der Neuen Welt“ entstand, sondern bringt auch viel Informatives und Wissenswertes über die Sinfonie im Allgemeinen zu Gehör


Erleben Sie mit Franziska Dannheim (li.) und Jeong-Min Kim eine Stimme, ein Piano, eine Oper. Foto: Adreina Francese
Erleben Sie mit Franziska Dannheim (li.) und Jeong-Min Kim eine Stimme, ein Piano, eine Oper. Foto: Adreina Francese

In dieser wohl romantischsten aller deutschen Opern singt und spielt sich Franziska Dannheim „Durch die Wälder, durch die Auen“ und quer durch alle Partien. Daneben erläutert sie erfrischend unverkrampft die geschichtlichen und musikalischen Zusammenhänge rund um Erbförster Kunos Tochter Agathe und ihren Max, der vom Waidmannspech verfolgt einen Pakt mit dem schwarzen Jäger eingeht.

In der kongenialen Begleitung von Jeong-Min Kim am Flügel fehlen hier weder „Jungfernkranz“ noch „Jägerchor“, und die Wolfsschlucht wird zur gemeinsamen Gruppenerfahrung. Bezaubernde Melodien, große Gefühlsausbrüche und am Ende wendet sich alles zum Guten, mit Gewehr.

Zu erleben ist die Oper légére „Der Freischütz“ am Mittwoch, 1. Mai, ab 18 Uhr auf der Bühne des Theaters Putbus. Erleben Sie eine Stimme, ein Piano, eine Oper!


Traditionell eröffnet die Ballettschule Berlin mit ihrer Gala die jährlichstattfindenden PutbusFestspiele.Foto: Ballettschule Berlin
Traditionell eröffnet die Ballettschule Berlin mit ihrer Gala die jährlichstattfindenden PutbusFestspiele.Foto: Ballettschule Berlin

Die jungen Eleven der Staatlichen Ballettschule Berlin sind inzwischen zu einer festen Größe bei den PUTBUS-FESTSPIELEN geworden und begeistern immer wieder aufs Neue ihr Publikum. So natürlich auch in diesem Jahr. Sie werden am Freitag, 7. Juni, ab 19.30 Uhr auf der Bühne im Theater der Residenzstadt zu erleben sein

Von der Klassik bis zur Moderne präsentieren die Schülerinnen und Schüler ein breitgefächertes Repertoire ihrer schulischen Erfolge und verwandeln die Putbuser Bühne in einen strahlenden Tanzsaal. Mit Leichtigkeit, Hingabe und großer Freude bewegen sich die Jüngsten und die bereits mit einigen Erfahrungen ausgestatteten jungen Eleven in ihrer brillanten tänzerischen Welt, dass man ihnen von Herzen wünscht, ihre anstrengende Ausbildung erfolgreich weiterzuführen und die „Bretter, die die Welt bedeuten“ bald zu erobern.

Einfach atemberaubend, wenn die besten 40 jungen Eleven der Staatlichen Ballettschule Berlin das Publikum verzaubern.


Vassily Dück (Bajan, Accordina) und Robert Varady (Geige, Gitarre) präsentieren in ihrem Konzert „Triumph und Leidenschaft”. Foto: Theater Vorpommern
Vassily Dück (Bajan, Accordina) und Robert Varady (Geige, Gitarre) präsentieren in ihrem Konzert „Triumph und Leidenschaft”. Foto: Theater Vorpommern

Vassily Dück (Bajan, Accordina) und Robert Varady (Geige, Gitarre) sind das „Duo Schach-Matt“. Gemeinsam präsentieren sie am Freitag, 17. Mai, das musikalische Erlebnis unter dem Titel „Triumph und Leidenschaft“ im Theater der Insel. Los geht es um 19.30 Uhr.

Sei es Swing, Pop, Jazz, Klassik, Tango, Musette, Film- oder auch Weltmusik, die beiden Musiker scheuen sich nicht, auf verschiedenste Stilrichtungen zuzugreifen. Dabei klingen die eigenen Interpretationen immer einzigartig und authentisch. Ein grenzenloses musikalisches Erlebnis vom Ungarischen Tanz Nr. 5/J.Brahms, Smile/ C.Chaplin, Isn’t she lovely/ S.Wonder, Spain/C.Corea, French Touch/ R.Galliano, Libertango A.Piazzolla bis hin zur traditionellen russischungarischen Musik. Schon nach der ersten gemeinsamen Probe wurde klar, dass der aus Sibirien stammende Vassily Dück und der gebürtige Ungar Robert Varady sich für viele Jahre musikalisch gefunden haben.

Ein wahrer Hörgenuss, denn wie Dück schafften sie es, ihrem Instrument die Töne zu entlocken, die ihre mitreißende Wirkung bis in die letzte Reihe zu entfalten vermochten. Ein Gänsehautmoment jagte den anderen. Dück, der kaum aufs Notenpult blicken musste, sah stets so aus, als habe er gerade einen neuen herrlichen Einfall, den er auf das Instrument übertragen musste. Die Rhythmen stecken an, das Publikum war hin und weg und mit den Augen beim Solisten, der so wirkte, als sei einzig sein Bajan mit dem Publikum im Gespräch, einem Bauchredner gleich, der sich zurücknimmt.

Aber ganz ging das nicht. Zwar machte Dück keine Show, aber gerade dieses Understatement, die Betonung auf die Qualitäten des Instruments und der Musik, machte das Spiel so einnehmend. Kein Wunder, dass das Publikum jubelte, als der letzte Satz zum fulminanten Abschlusston gelangte. Das war ungewohnt im Sinfoniekonzert, das war experimentell und das war grandios.

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