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Home Sonderthemen Rügen Der billigste Tarif muss nicht der beste sein
10:42 03.02.2020
Die Versicherungen und ihre Tarife unterscheiden sich teilweise deutlich in dem, was sie absichern. Manchmal lassen sich zwar mehrere hundert Euro sparen. Aber: Der billigere Tarif ist nicht immer der bedarfsgerechte. Foto: obs/CosmosDirekt/AdobeStock

Am 1. Februar ist in Deutschland „Tag der Autoversicherung“. Damit sollen die Verbraucher daran erinnert werden, dass es lohnend sein kann, die Kfz-Versicherung zu vergleichen – auch schon zu Jahresbeginn und nicht erst in der „heißen Phase“ vor dem 30. November.

Vor einem Wechsel der Kfz-Versicherung ist es wichtig, die Bedingungen im Detail zu vergleichen. Versicherungen und Tarife unterscheiden sich teilweise deutlich. Manchmal lassen sich zwar mehrere hundert Euro sparen. Aber: Der billigere Tarif ist nicht immer der bedarfsgerechte. Den Leistungskatalog einer Versicherung sollte man sich daher genau ansehen. Was bietet die Versicherung, wo macht sie wann Einschränkungen, was wird wirklich benötigt?

Ist die Entscheidung gefallen, zählt die Einhaltung der einmonatigen Kündigungsfrist zum 30. November. Die aktuelle Versicherung läuft dann am 31. Dezember aus. Die ADAC-Autoversicherung hat konkrete Tipps:

VON DECKUNGSSUMME BIS RABATTSCHUTZ:

Deckungssumme: Diese sollte bei einer Autoversicherung bei 100 Millionen Euro für Sachschäden und bei 15 Millionen Euro für Personenschäden liegen (Kfz-Haftpflicht). Kaskoschäden sollten auch bei grober Fahrlässigkeit übernommen werden. Schäden, die mit einem Mietwagen im europäischen Ausland verursacht werden, sollten mitversichert sein. Die sogenannte Mallorca-Police hebt die Versicherungssumme für angemietete Autos im EU-Ausland auf das deutsche Niveau.

Für Personen, die ein neu gekauftes Fahrzeug versichern wollen, kann eine Neu- oder Kaufpreisentschädigung in der Kaskoversicherung wichtig sein. Diese sollte mindestens zwölf Monate lang gelten. Bei höherwertigen Fahrzeugen kann es auch ratsam sein, Neu- oder Kaufpreis länger abzusichern. Hier bieten manche Versicherer sogar bis zu 36 Monate Absicherung an.

Rabattschutz: Dieser schützt bei einem Schaden pro Kalenderjahr vor einer Rückstufung. Der Rabattschutz wird meistens als Zusatzleistung in der Kraftfahrthaftpflicht- und Vollkaskoversicherung angeboten. Voraussetzungen sind in der Regel, dass sich der Vertrag mindestens in der Schadenfreiheitsklasse SF 4 befindet und dessen Fahrzeugmitbenutzer alle das 23. Lebensjahr vollendet haben. Zusätzlich darf kein Schaden in den letzten zwölf Monaten vor Vertragsabschluss aufgetreten sein.

Voll- oder Teilkasko: Nicht immer lohnt sich der Wechsel von der Voll- in die Teilkasko. Denn die Prämienhöhe der Vollkasko ist abhängig vom Schadenfreiheitsrabatt. In der Teilkasko gibt es diesen Rabatt nicht. Sonderrabatte und -Einstufungen gehen in der Regel nicht auf den neuen Versicherer über. Also vorher prüfen, ob solche Vereinbarungen vorliegen. Wer jährlich zahlt, kann gegenüber vierteljährlicher oder halbjährlicher Zahlung Geld sparen.

Kündigungszeitraum in den Versicherungsunterlagen überprüfen, passenden Tarif recherchieren und Antrag anfordern! Den neuen Vertrag abschließen und auf eine Bestätigung des Versicherers warten: Denn bei der Teil- und Vollkasko dürfen Versicherer Verträge ablehnen. Den bisherigen Vertrag fristgerecht schriftlich kündigen.

Sonderkündigungsrecht: Hat der Versicherte von seiner alten Versicherung eine Beitragserhöhung erhalten, haben Autofahrer einen Monat zusätzlich Zeit, um sich einen anderen Anbieter zu suchen – also auch noch nach dem bekannten Stichtag 30. November.
  

Hintergrund „Tag der Autoversicherung“

Der „Tag der Autoversicherung“ wird in der Bundesrepublik Deutschland am 1. Februar 2020 begangen. An diesem Tag gilt es, über die eigene Autoversicherung nachzudenken. Da der Tag im Februar stattfindet, bleibt noch jede Menge Zeit bis zum „Stichtag Kfz-Versicherung“, an dem jedes Jahr der Wechsel der bestehenden Kfz-Versicherung möglich ist. Bereits jetzt kann geprüft werden, ob günstigere Tarife existieren und sich ein Wechsel lohnen kann. Ansonsten können an diesem Tag auch die Leistungen der Versicherer verglichen werden. Im Schadensfall kann es wichtig sein, die Abdeckung des eigenen Versicherers zu kennen. Auch eine allgemeine Auseinandersetzung mit dem Prinzip der Versicherungen ist eine gute Beschäftigung, um den „Tag der Autoversicherung“ zu begehen. Quelle: www.kleiner-kalender.de
  

Wo verursachen Autofahrer viele und teure Schäden, wo kracht es nur selten? Um das herauszufinden, berechnet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) jedes Jahr die Schadenbilanzen der rund 400 Zulassungsbezirke in Deutschland und teilt sie unverbindlich in Regionalklassen ein.

Für die Autofahrer in Mecklenburg-Vorpommern hielt die jüngste, im Sommer 2019 veröffentlichte, Regionalstatistik des GDV überwiegend gute Nachrichten bereit: Stralsund, Neubrandenburg und die Zulassungsbezirke Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Rügen erreichten bessere Klassen, davon profitieren rund 30 000 Kfz-Haftpflicht- und über 120 000 Vollkaskoversicherte. Höhere Einstufungen ergaben sich hingegen für rund 10 000 Teilkaskoversicherte in Stralsund und Wismar. Insgesamt blieben die Einstufungen im Land Mecklenburg-Vorpommern niedrig. So gelten in der Kfz-Haftpflichtversicherung für alle zwölf Zulassungsbezirke die niedrigsten Regionalklassen 1 und 2.
  

Zahl der Woche

Für 97 Prozent der deutschen Autofahrer gehört die unkomplizierte Schadensmeldung und -abwicklung zu den wichtigsten Serviceleistungen eines Kfz-Versicherers. Quelle: Cosmos Direkt
  

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