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Home Sonderthemen Mecklenburg Bestattungen im Wald als Alternative zum Friedhof
15:33 25.04.2019
Schon zu Lebzeiten kann in einem Bestattungswald der Baum ausgewählt werden, der die letzte Ruhestätte werden soll. Foto: djd/FriedWald
Bestattungen Klaus Haker
Steinmetzbetrieb Daniel Bork
Steinmetz Haus - Meisterbetrieb Nautsch und Steuer GbR
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Ein Haus bauen, ein Kind zeugen, einen Baum pflanzen – diese viel zitierten Ziele im Leben machen deutlich: Der Baum ist für viele Menschen ein Sinnbild des Entstehens, des Werdens und des vollkommenen Lebens. In einem Bestattungswald steht er zudem symbolisch für das Vergehen und für ein Leben, das zu Ende gegangen ist. In diesem speziellen Wald kommt den Bäumen eine besondere Bedeutung zu. Sehr persönliche Geschichten haben sich im Laufe der letzten 18 Jahre beispielsweise in den Wäldern des Naturbestattungsanbieters FriedWald entwickelt – so lange werden dort bereits Beisetzungen unter Bäumen angeboten.

„Der Baum ist hier zugleich Grabstätte, Andachtsplatz und Tröster“, weiß Geschäftsführerin Petra Bach. „Oft suchen die Menschen Bäume aus, die zur Persönlichkeit und dem Leben des Verstorbenen passen – stattlich und gerade oder auch mal knorrig und krumm.“


Bodenhagen Erd-, Feuer- und Seebestattungen


Angehörige und Freunde Verstorbener finden im Bestattungswald den Ort, in dem die Trauer ihren angemessenen Platz hat. Schließlich bietet der Wald als friedlicher Lebensraum für Tiere und Pflanzen auch den Menschen die Möglichkeit, durchzuatmen: bei einem Spaziergang, einer Joggingrunde oder einem Picknick. Als Bestattungswald hält der Wald Einzug in einen weiteren Lebensbereich: Er bekommt eine neue Bedeutung als Refugium zu Lebzeiten und als Ort der letzten Ruhe. Damit wandelt sich auch die Bestattungskultur – die Ruhestätte in der freien Natur ist gefragte Alternative zum traditionellen Friedhof. Immer mehr Menschen können sich vorstellen, in einem Bestattungswald beigesetzt zu werden. 2018 gaben in einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der FriedWald GmbH 63 Prozent der Befragten an, ein Urnengrab unter einem Baum in einem natürlichen Bestattungswald wäre für sie denkbar. Im Jahr 2010 waren es noch 25 Prozent.


"Der Baum ist hier zugleich Grabstätte, Andachtsplatz und Tröster."

Petra Bach
Geschäftsführerin


Unter http://www.friedwald.de finden Interessenten Antworten auf wichtige Fragen zur Bestattung in freier Natur und zur Vorsorge für den Trauerfall. Baumgrabstätten können auch online ausgewählt werden.

http://www.friedwald.de

Eine farbenfrohe Pflanzenauswahl sorgt für eine frühlingshafte Stimmung auf dem Friedhof.           Foto: djd/Margit Wild
Eine farbenfrohe Pflanzenauswahl sorgt für eine frühlingshafte Stimmung auf dem Friedhof.           Foto: djd/Margit Wild

Bienen, Hummeln und andere Nützlinge sind im Frühjahr mit den ersten Sonnenstrahlen unterwegs, um Nektar und Pollen von den vielen Frühlingsblühern zu sammeln. Diese lassen auch den Friedhof nun in frischen Farben erstrahlen. Die Eichhörnchen sind ebenfalls sichtlich froh über das Ende der Winterpause, ausgelassen flitzen sie die Baumstämme hinauf und wieder hinunter.

Für jeden Gestaltungsstil die passenden Pflanzen

In ihrem Spiel lassen sie sich auch von den zahlreichen menschlichen Besuchern nicht stören, die jetzt mit Primeln, Stiefmütterchen und Pflanzenschaufeln ausgestattet, den Gräbern ein frisches Aussehen verleihen. Andere schauen nach, was die mit der Grabpflege beauftragten Friedhofsgärtner in diesem Jahr an stimmungsvollen Frühlingsbilder auf die Ruhestätten gezaubert haben. Dass es dabei nicht langweilig wird, dafür sorgt die stetig wachsende Auswahl. Bei den wohl beliebtesten Frühlingsvorboten beispielsweise, den Primeln und Hornveilchen, halten die Friedhofsgärtner neben den klassischen Varianten viele moderne Sorten von besonderem Zauber bereit. Zarte Pastelltöne, Exemplare mit reizenden Kontrasten beziehungsweise Farbverläufen, gekräuselte oder dichtgefüllte Blüten – für jeden Gestaltungsstil finden sich passende Pflanzen.

Auch die beliebten Bellis und Ranunkeln verleihen der Grabstätte gemeinsam mit Tausendschön, Vergissmeinnicht, Hyazinthen, Tulpen und Narzissen ein stimmungsvolles Frühlingsflair. Ob sie sich dann als buntes Band zwischen Grabstein, Einfassungspflanzen und Bodendeckern hindurchschwingen, sich als elegantes Ton-in-Ton-Ensemble präsentieren oder die letzte Ruhestätte mit farblich kon-trastierenden floralen Ornamenten schmücken, hängt sowohl von persönlichen Vorlieben als auch von der Grabgröße und der grundlegenden Gestaltung ab. Friedhofsgärtner beraten gerne und übernehmen auf Wunsch auch die saisonal wechselnde Neubepflanzung und die dauerhafte Grabpflege.

Fachgerecht umsorgt zeigt sich die letzte Ruhestätte dann das ganze Jahr gepflegt, farbenfroh und herausgeputzt.

Informationen zu den Dienstleistungsangeboten der Friedhofsgärtner gibt es unter http://www.grabpflege.de oder unter http://www.raum-fuer-erinnerung.de.

Der Tod eines nahen Angehörigen bedeutet: Ausnahmezustand. In diesem Fall sucht man nach professioneller Unterstützung und – ganz natürlich für uns, den „Homo digitalis“ – auch im Netz. Fünf Kriterien helfen bei der Online-Suche nach qualifizierten und seriösen Bestattern.

Erfahrungen und Empfehlungen

Bei der Internetsuche gibt es eine nahezu undurchschaubare Auswahl. Deshalb helfen persönliche Erfahrungen und Empfehlungen. Außerdem belegen Kundenumfragen, wie wichtig geschultes Personal ist: „Mehr konnte uns nicht abgenommen werden. Wir waren dankbar für die nette Unterstützung.“

Handwerk geprüft und TÜV-zertifiziert

In Deutschland kann praktisch jeder ein Gewerbe als Bestatter anmelden. Deshalb setzt der Bundesverband Deutscher Bestatter e.V. (BDB) auf Qualitätsstandards. Hierzu gehören u.a. die Ausbildungen zur Bestattungsfachkraft und zum Bestattermeister. Die rund 1000 Betriebe, die den Gütenachweis „Markenzeichen der Bestatter“ führen dürfen, haben ihre fachliche und persönliche Qualifikation nachgewiesen. Markenzeichenbestatter sind überdies TÜV-zertifiziert.


"Mehr konnte uns nicht abgenommen werden. Wir waren dankbar für die nette Unterstützung."


Ansprechpartner vor Ort

Was viele Menschen nicht wissen, zahlreiche Online-Anbieter sind lediglich provisionsbasierte Vermittlungsportale, die mit einem echten Bestattungshaus vor Ort mit Trauerbegleitung, Beistand und vor allem mit echten und kompetenten Menschen als Ansprechpartnern nichts zu tun haben. Sie verlangen den Bestattern Provisionen in Höhe von 12 bis 20% ab. Ohne Provisionszahlungen gibt es die Online-Suche des BDB auf http://www.bestatter.de. Hier sind rund 81 % der in Deutschland tätigen Bestatter gelistet. Seriöse Unternehmen sind in der Regel in der Region verwurzelt, haben ein Ladengeschäft und idealerweise das „Markenzeichen der Bestatter“.

Transparente Preisgestaltung

Die meisten Menschen haben keine konkrete Preiserfahrung mit Bestattungen. Es empfiehlt sich, nicht nur die Kosten für die klassischen Bestatter-Dienstleistungen zu beziffern, sondern auch Friedhofsgebühren, Kosten für die Einäscherung, für ein Grabmal oder für die Grabpflege.

Auf Bauchgefühl achten

Wenn Sie sich für ein Bestattungshaus entschieden haben, kann der Bestatter in einem Telefonat oder einem persönlichen Gespräch Ihre Bedürfnisse und Ihr Anliegen mit Ihnen und Ihrer Familie besprechen. „Eine Nacht darüber zu schlafen“ oder Rücksprache mit anderen Angehörigen zu nehmen ist möglich, wenn auch oft im Hinblick auf Termine rasch entschieden werden muss.

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