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Home Sonderthemen Sonstiges Abschied kann man nicht üben
11:06 21.11.2018
Im Haus „Waldfrieden“ können Angehörige jeden Schritt begleiten und sogar den Sargbemalen. Fotos: Hexamer (2)

Die Themen Tod und Sterben, sich ein letztes Mal und für immer zu verabschieden, sind Themen, die nicht so recht zum Leben passen wollen. Das Leben ist wertvoll, einzigartig und schön. Und dennoch muss sich fast jeder Mensch dieser Situation im Leben stellen, wenn ein geliebter Mensch diese Welt verlässt. Sich für immer zu verabschieden, einen Verlust zu verarbeiten – das sind Dinge, die kann man nicht lernen und auch nicht üben. Der Tod trifft uns oft wie aus dem Nichts und wir stehen einer Situation gegenüber, die wir nicht kennen, die uns verunsichert und hilflos macht. Und doch müssen in dieser schweren Situation wichtige Entscheidungen getroffen werden, die uns womöglich den Rest unseres Lebens begleiten werden. Wie Angehörige und Freunde mit diesem letzten Abschied umgehen möchten, ist sehr verschieden und hängt oft auch von den Umständen ab, die zum Tod führten.

In dieser Situation zu entscheiden, wie der richtige Weg aussehen könnte, fällt besonders schwer, denn eigentlich möchte man sich ja gar nicht für immer verabschieden. Richtig ist wohl immer das, was unser Herz uns sagt, und auf diese Stimme sollten wir einmal mehr in unserem Leben hören.


„Lange saßen sie dort und hatten es schwer, aber sie hatten es gemeinsam schwer, und das war ein Trost. Leicht war es trotzdem nicht.“

Astrid Lindgren


Seit Eröffnung des Abschiedshauses haben viele Familien die Möglichkeit genutzt, ihren Verstorbenen auf ganz individuelle Weise zu verabschieden. Zeit und Raum für die Begleitung des letzten Weges, Gefühle zulassen, die sonst kaum Platz in der Gesellschaft haben.
Seit Eröffnung des Abschiedshauses haben viele Familien die Möglichkeit genutzt, ihren Verstorbenen auf ganz individuelle Weise zu verabschieden. Zeit und Raum für die Begleitung des letzten Weges, Gefühle zulassen, die sonst kaum Platz in der Gesellschaft haben.

Kerstin und Ralf Hexamer führen seit zwölf Jahren ihr Bestattungshaus, begleiten seit elf Jahren ehrenamtlich eine Trauerselbsthilfegruppe und haben vor einigen Monaten ihr Abschiedshaus „Waldfrieden“ eröffnet. Abschiedsrituale können einen entscheidenden Einfluss auf das zukünftige Leben, auf das Weiterleben haben. Das haben die Eheleute Hexamer sehr häufig in ihrer Arbeit erfahren. Mit dem Abschiedshaus, in dem Familien und Freunde sich in einer angenehmen Atmosphäre und in aller Ruhe von dem Verstorbenen verabschieden können, haben sich Kerstin und Ralf Hexamer einen Traum erfüllt. Die Visionen, die sie zu Beginn des Projektes hatten, sind Realität geworden. Es tut gut, Hinterbliebenen einen Weg der bewussten Abschiednahme ebnen zu können. Manch ein Angehöriger musste erst einmal ein wenig Mut fassen, denn oft fürchten wir uns vor dem, was wir nicht kennen.

Im Haus „Waldfrieden“ können Angehörige jeden Schritt begleiten. Den Verstorbenen selbst in den Sarg einbetten, den Sarg bemalen, Abschiedsgeschenke basteln, den Verstorbenen noch einmal sehen und berühren, sich als Familie zusammenfinden und gemeinsam weinen, schweigen oder auch lachen, wenn beim Kaffee im Kaminzimmer schöne Erinnerungen aufkeimen. Seit Eröffnung des Abschiedshauses haben viele Familien die Möglichkeit genutzt, ihren Verstorbenen auf ganz individuelle Weise zu verabschieden. Zeit und Raum für die Begleitung des letzten Weges, Gefühle zulassen, die sonst kaum Platz in der Gesellschaft haben. Und was bleibt, ist oft eine besondere Erfahrung, die Familien und Freunde noch mehr zusammenschweißt und vielleicht ein erster Schritt ist – auf dem Weg des Weiterlebens.

Weitere Informationen und Anregungen erhalten Sie in den Geschäftsstellen des Bestattungshauses Ralf Hexamer.

Reutershagen, Ulrich-von-Hutten-Straße 33, Tel.: 0381-8008483

Lichtenhagen, Mecklenburger Allee 18, Tel.: 0381-44441884

Bad Doberan, Am Kamp 1, Tel.: 038203-771783

www.bestattungshaus-hexamer.de

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