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Andrang vor dem „Herz“ der OSTSEE-ZEITUNG:In langen Schlangen warten die Besucher, um an einer Druckereiführung teilzunehmen. Erst einmal geht es über viele Treppen nach unten. Zu den Druckern Gerd Regenberg und Andreas Kindt in ihrem Leitstand. Von hier steuern sie den Druck der OZ. Aber wo ist denn die Druckmaschine? Mit einem Blick lässt sich die „KBA Commander 6/2“, so ihr Name, nicht erfassen. „Sie reicht zwei Etagen über uns und eine nach unten“, erklärt Schichtleiter Regenberg. Dieter  Harms aus Ribnitz-Damgarten ist beeindruckt. „So weitläufig hätte ich mir das nicht vorgestellt“, sagt der 70-Jährige. Regenberg berichtet: An manchen Tagen brauchen er und seine Kollegen mehr als 1000 Druckplatten. Die OZ hat ein Papierlager im Hafen, weil der Platz in der Druckerei nicht reicht. „Können Sie hier noch Fehler korrigieren?“ Das sollte vorher in der Redaktion geschehen sein. Aber sie können natürlich die Maschine stoppen. Dann ist die Führung vorbei, die nächste Gruppe wartet bereits. „War interessant“, sagt Adriane Neitzel (45) aus Rostock. gkw

„Vor über 30 Jahren habe ich in diesem Haus mal gelernt. Ich staune, was sich seither alles verändert hat.“

Anke Becker (51), Industriebuchbinderin, Elmenhorst

„Ich bin mit meiner Mutter hier.Wir waren zuerst bei Puppendoktor Pille. Mutti kannte sie noch vom DDR-Fernsehen.“

Lennoy Bädker (10), Schüler, Evershagen

Druck auf Commander

90 000 Zeitungen pro Stunde können auf der Vierfarb- Rotationsmaschine KBA Commander 6/2 gedruckt werden.

verschiedene Lokal-Ausgaben erfordern allerdings auch neun Wechsel der Druckplatten für die Lokalteile. Für die Umrüstung benötigen die Drucker jeweils 10 Minuten.

Etwa 165 000 Zeitungen verlassen an einem Freitag von 21 Uhr bis 2 Uhr die Druckerei in Richtung Weiterverarbeitung.

470 Liter Farbe werden dabei für Text und Bilder auf 35 Tonnen Papier gebracht. Das sind 22 große Rollen von jeweils 18 700 m Länge.

Zehn Prospekte können zusätzlich zu den vorproduzierten Magazinen und Sonderveröffentlichungen in der Weiterverarbeitung der Zeitung beigelegt werden.

Druckerei-Chef Diebow: Zeitung verschwindet nicht

Produktionsleiter Peter Diebow (56) mit einem Modell der Druckmaschine KBA Commander 6/2. Diebow ist bei der OZ für die schwere Technik verantwortlich: Rotation, Druckvorstufe und Weiterverarbeitung.
Produktionsleiter Peter Diebow (56) mit einem Modell der Druckmaschine KBA Commander 6/2. Diebow ist bei der OZ für die schwere Technik verantwortlich: Rotation, Druckvorstufe und Weiterverarbeitung.
Wie viele OZ-Exemplare werden jeden Tag gedruckt und wie lange dauert das?

Wir fangen um 21.30 Uhr an und drucken dann nacheinander die zehn verschiedenen Lokalausgaben der OZ. Die letzten Exemplare kommen um 1.30 Uhr aus der Maschine und werden bis 2.15 Uhr an die Zustelldienste übergeben. An normalen Wochentagen drucken wir 140 000 Zeitungen. Freitagnacht für die Wochenendausgabe sind es deutlich mehr, etwa 165 000.

Die Zeitung wird immer mehr am Computer oder Tablet gelesen. Glauben Sie, dass es eines Tages gar keine Zeitung aus Papier mehr geben wird?

Schon um die Jahrtausendwende gab es Prognosen, dass die gedruckte Zeitung bis 2020 verschwindet. Das ist erkennbar nicht der Fall. Natürlich geht die Auflage zurück. Aber dass die Zeitung ganz verschwindet, glaube ich nicht.

Ist es nicht anstrengend, immer nachts zu arbeiten?

Das hat auch Vorteile. Ich habe den Tag frei und kann dann viele Dinge erledigen. Die Familie muss natürlich mitspielen. Man muss auch der Typ dafür sein. Wenn ich um 3.30 Uhr morgens nach Hause komme, lege ich mich ins Bett und bin drei Minuten später eingeschlafen. Wenn man nicht gut schlafen kann, ist das nicht der richtige Beruf für einen.

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