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Home Sonderthemen Bauen, Wohnen & Immobilien Die Suche nach einem Grundstück
15:55 09.03.2018
Foto: Fotolia
Wohnungsgenossenschaft Am Bodden eG
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Bei der Suche nach einem Baugrundstück kann man sich einen ersten Überblick im Internet verschaffen. Die einschlägigen Immobilien-Portale führen sehr viele Angebote, sei es von Privatleuten oder von Maklern (dabei aber bitte bedenken, dass je nach Bundesland Maklergebühren zwischen 3,5 und gut 7 Prozent des Kaufpreises fällig werden). Eine weitere Möglichkeit besteht darin, sich bei der betreffenden Gemeinde nach Bauland zu erkundigen. „Manche Kommunen bieten zum Beispiel spezielle Konditionen für Familien mit Kindern. Da kann es sich lohnen, gezielt nachzufragen“, rät Eva Reinhold-Postina vom Verband Privater Bauherren (VPB). Gleiches gilt für Kirchengemeinden.

"Manche Kommunen bieten zum Beispiel spezielle Konditionen für Familien mit Kindern. Da kann es sich lohnen, gezielt nachzufragen.“

Eva Reinhold-Postina, Verband Privater Bauherren (VPB)

Fast überall sind die Grundstückspreise für freies Bauland in den vergangenen Jahren enorm gestiegen. Gerade in Metropolen gab es zuletzt zwischen 2014 und 2016 Steigerungen um mehr als 25 Prozent (Frankfurt/Main) oder gar 50 Prozent (Berlin). In München hat der Durchschnittspreis für einen Quadratmeter Bauland bereits die 3.000-Euro-Grenze überschritten. Deutschlandweit gesehen stieg der Preis laut Statistikportal statista.de zwischen 2000 und 2016 von im Schnitt 53,2 auf fast 128 Euro pro Quadratmeter und hat sich damit mehr als vervierfacht.

Deshalb suchen manche Bauherren verstärkt nach alternativen Möglichkeiten. So kann man sich beispielsweise einer Baugruppe anschließen, die gemeinsam ein Grundstück bebaut, häufig als Wohnanlage. Eva Reinhold-Postina weist allerdings darauf hin, dass man damit Teil einer Eigentümergemeinschaft wird, in der die Abstimmung untereinander durchaus auch mal Konfliktpotenzial enthalten kann. Ihr Tipp: „Vorher gut prüfen, worauf man sich da einlässt!“

Auch der Kauf eines bereits bebauten Grundstückes kann ein Weg sein, an Bauland zu kommen. Angesichts der horrenden Grundstückspreise vor allem in großstädtischen Ballungsräumen kann es durchaus ein Weg sein, das bestehende Gebäude abzureißen, um auf dem dann freien Baugrundstück ein neues Haus zu errichten. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob ein vorhandenes Gebäude erhaltenswert ist, hilft eine Studie der „Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen“: Modernisierungskosten ab 2.500 Euro pro Quadratmeter gelten hiernach als unwirtschaftlich – das spricht dann doch für Abriss und Neubau.


Augen auf bei Hanglage & Co.

Zu den entscheidenden Kriterien bei der Auswahl des Grundstückes gehört natürlich dessen Lage. Welches Wohnumfeld wünschen Sie sich? Wie ist die vorhandene Infrastruktur in Bezug auf Einkaufsmöglichkeiten, ärztliche Versorgung, Kindergärten bzw. Schulen? Achten Sie aber auch darauf, ob etwa durch nahe Zufahrtsstraßen zu Industrie- oder Gewerbegebieten in bestimmten Zeiten mit Verkehrslärm und Abgasen zu rechnen ist. Am besten suchen Sie das Baugrundstück Ihres Interesses mehrfach zu unterschiedlichen Tageszeiten auf und machen einen kurzen „Lärm-Check“.

Liegt das Grundstück in einer Mulde oder am Hang? Befindet sich ein Gewässer in der Nähe? Das gilt es zu klären. Schwäbisch Hall

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